Glarean Magazin

Sandra Uschtrin: «Handbuch für Autorinnen und Autoren»

Veröffentlicht in Buch-Rezension, Literatur, Ratgeber, Rezensionen, Sandra Uschtrin, Walter Eigenmann von Walter Eigenmann am 27. Juli 2010

.

Kompendium des deutschsprachigen Literaturbetriebes

Walter Eigenmann

.

«Informationen und Adressen aus dem deutschen Literaturbetrieb und der Medienbranche», so lautet der Untertitel des neuen «Handbuchs für Autorinnen und Autoren», das die Münchner Verlegerin und «Federwelt»-Chefin Sandra Uschtrin in ihrem gleichnamigen  Verlag zusammen mit Co-Herausgeber Heribert Hinrichs  in diesem Frühsommer auf den Markt gebracht hat. Hinter dieser sachlichen Titelei verbirgt sich ein mächtiger Konvolut von über 700 Seiten, randvoll gefüllt mit Adresslisten, Tipps, Essays, Infos, Internet-Links, Reportagen, Autoren-Beiträgen, Abhandlungen, Musterverträgen, Schreibhilfen u.v.a. rund um den längst unüberblickbar gewordenen Themen-Komplex «Veröffentlichung von Literatur».

Sandra Uschtrin

So vielfältig wie sein Gegenstand ist denn auch das Inhaltsverzeichnis des dicken Ratgebers – um daraus nur ein paar der interessantesten Stichworte zu zitieren: «Schriftsteller-Werden und -Bleiben», «Unverlangt eingesandte Manuskripte», «Warum so viele Lyrik-Manuskripte abgelehnt werden», «Regionalkrimis», «Verlage mit historischen Romanen», «Literaturwettbewerbe», «Preise & Stipendien», «Books on demand», «Zuschuss-Verlage», «Heftromane», «Literatur-Zeitschriften», «Schreiben fürs Theater», «Hörspiel-Literatur», «Kontaktaufnahme, Anschreiben, Exposés», «Ausbildung für SchriftstellerInnen», «Geld verdienen mit Literatur», «Literatur-Marketing», «Autorenrechte», «Literarische Einrichtungen», «Übersetzungen», «Musterverträge», etc.

Sandra Uschtrins «Handbuch» geht in sein 25. Jahr - ein deutliches Indiz für das ungebrochene Interesse, das ihm inbesondere Literatur-Debütierende entgegenbringen. Doch auch erfahreneren Schreibenden hat der sowohl layouterisch wie buchbinderisch sorgfältig und ansprechend gefertigte Band mit seinem riesigen Adressen-Pool eine Menge zu bieten. Sehr nützliche Edition!

Sandra Uschtrins «Handbuch» geht mit dieser siebten und abermals deutlich ausgebauten bzw. erneuerten Auflage bereits in sein 25. Jahr – ein deutliches Indiz für das ungebrochene Interesse, das ihm inbesondere Debütierende im deutschsprachigen Literaturbetrieb entgegenbringen. Doch auch erfahreneren Schreibenden hat der dicke, sowohl layouterisch wie buchbinderisch sehr sorgfältig und ansprechend gefertigte Band mit seinem riesigen Adressen-Pool sowohl aus dem Print- wie elektronischen Bereich eine Menge zu bieten. Abgerundet wird das Kompendium durch ein umfangreiches 32-seitiges Register. Sehr zu empfehlen für alle Autorinnen und Autoren – und jene, die’s noch werden wollen. ■

Sandra Uschtrin / Heribert Hinrichs, Handbuch für Autorinnen und Autoren – Informationen und Adressen aus dem deutschen Literaturbetrieb und der Medienbranche, Uschtrin Verlag, 704 Seiten, ISBN 978-3932522147

.

Inhaltsverzeichnis (pdf)

.

Das komplette 32-seitige Register (pdf)

.

 

Der neue DUDEN als Jubiläums-Medienpaket

Veröffentlicht in Buch-Rezension, Duden, Germanistik, Lexika, Literatur, Ratgeber, Rezensionen, Sprache von Walter Eigenmann am 19. August 2009

.

«Wie schreibt man…» bereits in der 25. Auflage

Walter Eigenmann

.

Duden_Rechtschreibung_Medienpaket 2009Den klassischen DUDEN mit seinen zwölf Bänden gibt’s (vorläufig) immer noch, aber längst haben die Mannheimer Verantwortlichen des nach wie vor prestigeträchtigsten deutschen Sprach-Regelwerks die Online-Zeichen der Zeit verstanden und offerieren nun ihre renommierte Sprachkunde in einem auch preislich sehr attraktiven kompakten Duett, genannt «Medienpaket», bestehend aus der gewohnten «Deutschen Rechtschreibung» sowie zusätzlich gratis der CD «Korrektor». Erstere ist der berühmte 1’200-seitige Nachschlage-Wälzer mit 135’000 Stichwörtern und einer halben Million Beispielen zu Bedeutung, Trennung, Aussprache, Grammatik, Stilebenen und Etymologie der Wörter, während der «Korrektor» die Software-Lösung für den Büro-Standard «Office» von Microsoft darstellt und das digitale On-the-fly-Korrigieren direkt in den Anwendungen erlaubt. (In einer weiteren Version ist die «Rechtschreibung» auch als reine Software-Lösung zum digitalen Nachschlagen erhältlich. Die ganze Palette der unterstützten PC-Programme und -Betriebssysteme findet sich hier).
Dieser «Korrektor» – mittlerweile in der 6. Version – mit seiner recht weit gediehenen Automatisierung des Korrigierens während des Schreibens dürfte in unseren Pisa-Zeiten der zunehmenden Sprach-Inkompetenz mehr denn je willkommen sein. Seine Installation klinkt sich in die Menü-Leisten z.B. von «Word» ein, steht dann in einstellbaren Graden und Parametern beim Tippen zur Verfügung und ersetzt damit die zumeist schlechtere interne Standard-Rechtschreibung der Programme.

Konrad Duden

Konrad Duden (1829-1911)

Ungeachtet aller Unkenrufe, dem DUDEN-Konzept gehe es in unseren Internet-Zeiten schon bald an den Kragen – der Untergang des anderen berühmten Klassikers Brockhaus ist ja noch in jüngster Erinnerung -, und außerdem sei er von seinen diversen Konkurrenz-Produkten ohnehin mindestens eingeholt worden, dürfte der DUDEN seine in praktisch allen Bildungsinstitutionen omnipräsente Verbreitung noch eine ganze Weile behalten, mindestens in Form seiner zahlreichen elektronischen Derivate.
Allerdings müssten gerade deren entsprechenden Redaktionen und technischen Realisateure – sprich das deutsche Bibliographische Institut – ein paar immer lauter geäußerten Kritik-Punkten, angemeldet aus breitester Anwenderschaft (endlich mal) Gehör schenken. Denn der elektronische DUDEN (gleich welcher Form) verlangsamt (nach wie vor) empfindlich das System, vor allem aber unterstützt er die div. Freeware-OpenOffice-Anwendungen – längst bei einem riesigen Segment der User in Betrieb – nur sehr mangelhaft bzw. offeriert hier empfindlich schlechtere Lieferkonditionen.
Stellt man diese Defizite in der nächsten Ausgabe endlich ab, dürfte Konrad Dudens Lebenswerk auch in den kommenden Jahren allgegenwärtiger Ratgeber in Schule, Lehre und Forschung bleiben. Denn der Frage «Wie schreibt man…» wird zukünftig noch größere Bedeutung zukommen als jetzt schon in diesen Zeiten der Reformen und ständigen Sprach-Evolutionen – hier sind schnelle und professionelle Referenz-Ratgeber unverzichtbar.

DUDEN-Medienpaket, Rechtschreibung + Korrektor (Buch + CD), ISBN 978-3-411-70425-5

.

.

.

Literatur-Zeitschriften: «Federwelt»

Veröffentlicht in Literatur, Literatur-Zeitschriften, Ratgeber, Rezensionen von Walter Eigenmann am 29. Juni 2007

.

Vielfältiger Ratgeber für Autorinnen und Autoren

.

federwelt_nr64.jpgImmer wieder erstaunlich, wie ambitiös, fast schon prätentiös manche Print-Literatur-Zeitschriften das Auge ihrer meist kleinen, aber meist auch treuen Leserschaft verwöhnen! Und wenn eine der zahllosen, kleinauflagigen, aber völlig unverzichtbaren Gazetten geeignet ist, das früher hartnäckige Schmuddel-Image dieser ganz speziellen Heft-Szenerie zu pulverisieren, dann ist es die «Federwelt».
Uns liegt die aktuellste, die 64. Ausgabe dieser sechs Mal jährlich im Münchner Uschtrin Verlag erscheinenden «Zeitschrift für Autorinnen und Autoren» vor – und man ist allein schon hingerissen von der geradezu gestylten Aufmachung des gesamten Heftes. Typopgraphie, Layout, Papier, Textstrukturierung, Farbgebung, – kein Zweifel, das kommt nicht nur hochprofessionell, sondern auch Seite für Seite sehr ästhetisch rüber. Chapeau! vor dieser editorischen Leistung.
Hält auch der Inhalt, was die Verpackung verspricht? Das thematische Spektrum jedenfalls ist, für ein «AutorInnen»-Periodikum, abwechslungsreich breit. Gewiss, das Handwerkliche soll in der «Federwelt» den fetten Löwenanteil ausmachen: «Bestellvertrag», «Literaturagentur», «Ratgeber», «Interview», «Schreibgruppe», «Termin-Kalender», «Ausschreibung», «Rezension»  – das sind nur ein paar der wichtigsten Stichwörter in Literaturgazetten, zumal in dezidierten «AutorInnen»-Blättern, und sowieso in der «Federwelt».

Doch zum Informellen stellt das 64-seitige Heft wohltuend auch Primärliterarisches – diesmal neben ein wenig Kurzprosa (von Gerhard Reininger) ein halbes Dutzend LyrikerInnen. Wobei die Redaktion ein Sensorium für sprachlich Sensibles beweist. Hier ein feinstes Poesie-Beispiel der Berliner Exil-Iranerin Mahnaz Talebitari (geb. 1964 in Teheran):

lippling

im hellen ertasten
deiner lippen
erblindet mein finger
nachtfarben
ahnt mich dein nah

Die 64. «Federwelt» – ein «Lesevergnügen», wie’s so heiβt? Ja, definitiv. (gm/07)

Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen & Autoren, Nr.64/Juni-Juli 2007, ISSN 1439-8362, 4,50 EUR

.

.

Jahrbuch für Autorinnen und Autoren 2007

Veröffentlicht in Buch-Rezension, Literatur, Manfred Plinke, Ratgeber, Rezensionen von Walter Eigenmann am 27. Juni 2007

.

Nützliches Kompendium für alle Schreibenden

.

jahrbuch_07_08.jpgDas «Deutsche Jahrbuch für Autoren, Autorinnen 2007/2008» ist ein Kompendium der Superlative. Auf mehr als 1’000 Seiten (!) finden sich: Eine unglaubliche Fülle von Media- und Verlagskontakten; zahllose praktische Ratschläge und Informationen für Theater-, Film-, Hörfunk- und Buchautoren; Tipps und professionelle Insider-Informationen mit allen Adressen und dazugehörigen Informationen aus dem Literatur- und Medienmarkt; Erweiterter Inhalt mit schriftlich recherchierten Adressen und Zusatzinformationen; Literaturpreise und Stipendien; Verlags-Adressen mit Ansprechpartner und der gewünschten Angebotsweise etc. Zurecht schrieb die Süddeutsche Zeitung: «Gibt der Literatur ihre Adressen». (gm/07)

Manfred Plinke/G.Tieger (Hg): Deutsches Jahrbuch für Autoren/Autorinnen 2007/2008, Aktuelle Informationen und Adressen aus dem Literatur- und Medienmarkt, Autorenhaus-Verlag, 1054 Seiten, ISBN 3-86671-025-9

.

.