Glarean Magazin

Wie Barbie, Hamlet u.a. uns verändert haben

Veröffentlicht in Kultur&Gesellschaft, Neuheiten by Walter Eigenmann am Juli 1st, 2008

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Die 101 einflussreichsten Personen, die es nie gab

«Figuren aus Fernsehen, Literatur und Film beeinflussen unser Leben so sehr, dass wir sie wie reale Personen betrachten. Für manche Leute gibt es nichts Wichtigeres, als die letzte Episode ihrer Lieblings-TV-Serie zu sehen; andere stehen vor den Kinos an, um die neueste Fortsetzung eines Kassenschlagers zu sehen. Ob Legenden, Sagen, Theater oder Zeichentrickfilme - wir identifizieren uns mit den Figuren, selbst wenn ihre Geschichte sich vor Tausenden von Jahren zugetragen hat. Wir vergießen Tränen, wenn sie leiden oder versagt haben. Wir versuchen uns die Größe der Helden anzueignen und lernen aus den Fehlern der tragischen Gestalten. Vieles aus dem Bereich der Fiktion hilft uns dabei, mit unserem alltäglichen Leben fertig zu werden. Und überdies können wir sämtliche Facetten des Lebens erfahren - das Exotische, das Gefährliche und das Dumme -, ohne uns selbst in Gefahr zu begeben.
Erfindungen belehren uns über die Welt, doch sie formen auch unsere Welt. Menschen werden durch das, was sie gelesen oder gesehen haben, beeinflusst und machen sich auf, die Welt zu verändern. Wäre Alexander der Große zur Welteroberung ausgezogen, wenn er nicht die Geschichten vom Trojanischen Krieg gehört hätte? Und wäre Napoleon ohne das Beispiel Alexanders auf die Idee gekommen, in Russland einzumarschieren? [...]
Diese Sammlung sucht die einflussreichsten Schöpfungen heraus und zeigt, wie sie unser Leben beeinflussen. Wir haben die Welt nicht aus dem Blickwinkel der Chinesen oder der Ägypter betrachtet. Wir haben uns nicht in keltische Sagen, in persische, babylonische, portugiesische, russische, koreanische oder Hindu-Literatur vergraben, sondern das in Erwägung gezogen, was Einfluss auf unsere eigene Kultur hat. [...]
Der Einfluss der Schöpfungen beinhaltet zwei Seiten: Zum einen, wie viele Menschen beeinflusst wurden, und zum anderen, wie weit dieser Einfluss ging. Dutzende von beliebten Figuren mussten wir verwerfen: Darth Vader, Hedda Gabler, Charlie Brown, Sam Malone oder David Copperfield. Viele dieser Figuren sind in unserer Kultur allseits bekannt und beliebt, aber beliebt zu sein bedeutet nicht automatisch, Einfluss zu haben. Mag sein, dass manche unserer Figuren tatsächlich einmal gelebt haben, doch unser Wissen über sie stammt aus Filmen, Büchern und Theaterstücken und nicht aus Augenzeugenberichten. Also haben wir sie in unsere Sammlung aufgenommen.»
(Aus dem Vorwort der Autoren)

D.Karlan/A.Lazar/J.Salter: Die 101 einflussreichsten Personen, die es nie gab, Ehrenwirth Verlag, 365 Seiten, ISBN 978-3431037531

Das Roman-Debüt

Veröffentlicht in Literatur, Neuheiten by Walter Eigenmann am Mai 24th, 2008

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Albert Ostermaier: «Zephyr»

ZephyrParis 2002: Die Schauspielerin Marie Trintignant und Bertrand Cantat, Sänger der Rockband «Noir Désir», lassen sich als frisch Verliebte durch die Nächte treiben. Um sich nicht trennen zu müssen, begleitet er sie zu Dreharbeiten nach Vilnius. Sie spielt unter der Regie ihrer Mutter in einer Verfilmung des Lebens der Schriftstellerin Colette. Es kommt zu Eifersuchtsexzessen zwischen den beiden, er erschlägt sie und schläft umstandslos neben ihr ein. In einer Villa an der Côte d’Azur liegt Cathy auf dem Bett, sie scheint zu schlafen. Neben ihr Gilles, ihr Mann. Er hat den Auftrag zu einem Drehbuch über das Paar Marie-Bertrand.
Gilles fällt es immer schwerer, zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu unterscheiden, zwischen den Schnitten ins Herz und denen seines Filmscripts, er überblendet, was er wahrnimmt, mit dem, was er vor seinem inneren Kameraauge sieht. Sein Leben läuft wie ein Film an ihm vorüber. Ist er selbst auch ein Mörder, oder schreibt er sich diese Rolle nur zu?
Albert OstermaierAlbert Ostermaiers erster Roman, erzählt im raschen Perspektivenwechsel, ist ein rasantes Gegenstück zum «Film Noir», ein dunkler Liebessong, dessen Rhythmus und Refrain den Leser in den Sog einer Geschichte ziehen. (Verlagsinfo)

Albert Ostermaier, Zephyr, Roman, Suhrkamp Verlag, 224 Seiten, ISBN 978-3518419588

Leseprobe

Julia Kristeva über das weibliche Genie

Veröffentlicht in Hannah Arendt, Neuheiten, Philosophie by Walter Eigenmann am April 22nd, 2008

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Hannah Arendt und die Krise der Kultur

Julia Kristeva_Das weibliche Genie_Hannah Arendt«Julia Kristeva ist auch im deutschsprachigen Raum durch eine Vielzahl von Publikationen als Literaturtheoretikerin und Psychoanalytikerin bekannt. Wenn sie sich der jüdischen, politischen Philosophin Hannah Arendt widmet, dann birgt schon diese Konstellation von Autorin und Sujet eine gewisse Spannung in sich, die dadurch zusätzlichen Reiz gewinnt, daß sie Leben und Denken der Philosophin unter die Maßgabe dessen stellt, was sie als weibliches Genie, ‘le génie féminin’, zu erfassen sucht.
Das Buch setzt mit einer biographischen Skizze ein, die die geistige Entwicklung Hannah Arendts in einer Weise nachzeichnet, die - etwa im Blick auf ihre Beziehung zu Martin Heidegger - Denken und Biographie nicht einfach trennt: Julia Kristeva kennt Hannah Arendts Lehrmeister Platon, Aristoteles, Augustinus und Kant gut genug, um ihren Lesern auseinandersetzen zu können, worin Hannah Arendt ihre eigenständige Lesart klassischer Philosophie entwickelt hat.
Hannah ArendtWonach Hannah Arendt suchte und woran sie bis zu ihrem Tod 1975 arbeitete, sei ‘eine nicht-subjektive Fundierung der Politik’ als Antwort auf die Erfahrung des Grauens totalitärer Systeme im 20. Jahrhundert. Aber nicht die Reflexion über Macht und Gewalt stehe bei der Autorin der ‘Vita Activa‘ im Zentrum ihres Denkens, sondern das Eingedenken der ‘Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens’. Arendts Genie wäre in eben dieser Bewegung zwischen Denken und existentieller Erfahrung zu verorten, die uns die Bilder einer komplexen und standardisierten modernen Welt vor Augen führt und gleichzeitig an das humane Versprechen erinnert, das in jeder einzelmenschlichen Existenz liegt.» (Verlagsinfo)

Julia Kristeva: Das weibliche Genie - Hannah Arendt, Europäische Verlagsanstalt, 388 Seiten, ISBN 978-3434461739

Inhalt

Der Schatz der Nibelungen

Veröffentlicht in Geschichte, Literatur, Neuheiten by Walter Eigenmann am April 20th, 2008

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Mythos und Geschichte eines Gold-Raubes.

Eine der Legenden um die Nibelungen erzählt vom unverwundbaren Krieger, der in Drachenblut gebadet hat. War es Arminius, der die Römer in der Varusschlacht vernichtend geschlagen und deren Wunderwaffen erbeutet hatte? In den Nibelungen verbinden sich übersinnliche Motive, germanische Götterwelt und Heldengeschichten.
Die Geschichte der Nibelungen ist von zeitloser Aktualität. Noch immer bewegt das Drama um Liebe, Eifersucht, Kampfesmut, Rache und Untergang die Menschen. Der Stoff dieses epochalen Werkes der Weltliteratur diente als Vorlage für Romane, Theaterstücke und Opern.
Doch die Nibelungen geben bis heute Fragen und Rätsel auf. Autor Jörg Oberste begibt sich in seinem Bild-Band «Der Schatz der Nibelungen - Mythos und Geschichte» auf Spurensuche im Spannungsfeld zwischen Geschichtlichkeit und Mythologie. Spannende Rekonstruktionen und kühne Thesen werfen ein ganz neues Licht auf den Stoff. Die älteste Spur führt zu den Anfängen der römischen Eroberung Germaniens. Die Eifel: das europäische Zentrum für Waffenschmiede-Kunst. Die Drachentaktik der römischen Legionen: ein Hinweis auf den wahren Kern der Siegfried-Saga?
Der historische wie kriminalistische Blick führt zu überraschenden Einsichten. Rund siebzig Abbildungen in Farbe und Schwarz-Weiß sowie etliche Karten runden die lebendigen Ausführungen des Autors ab.
Jörg Oberste legt mit diesem reich bebilderten TV-Begleitbuch eine neue Deutung vor. Er interpretiert die erzählten Geschehnisse auf der Grundlage der reichen mittelalterlichen Text- und Bild-Überlieferungen und findet dabei überraschend neue Spuren. Vor allem geht er der Frage nach, warum dieser mittelalterliche «Bestseller» auch heute noch auf solch große Resonanz stößt und welch verschlungene Pfade die Nibelungen in der Moderne eingeschlagen haben. (Verlagsinfo) -
«Der Schatz der Nibelungen» des Regensburger Mittelalter-Forschers Jörg Oberste ist eine (bei aller wissenschaftlichen Seriösität) spannend entwickelte Bild-Monographie, die nicht nur hinsichtlich ihres breit recherchierten Detail-Reichtums überzeugt, sondern auch typographisch und von der Bildqualität her eindrücklich ihrem großen «mythischen» Gegenstand angepasst wurde. Ein schöner Geschenk-Band - auch für moderne «Fantasy»-Freunde. (gm/08)

Jörg Oberste, Der Schatz der Nibelungen - Mythos und Geschichte, Gustav Lübbe Verlag, 304 Seiten, ISBN 978-3785723180

Leseprobe

Agnostisch an Gott glauben?

Veröffentlicht in Literatur, Neuheiten, Philosophie, Theologie by Walter Eigenmann am April 15th, 2008

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Jesus für Zweifler

«Ein subversiver Untergrund-Glaube in mir lässt mich inzwischen vermuten, dass das Schicksal der Welt davon abhängt, ob der Kirche nach zweitausendjährigen Fehlversuchen doch noch das Unwahrscheinliche gelingt: ihren Glauben als wahr zu erweisen. Ja, ich neige neuerdings wieder zu der Ansicht, dass die Botschaft des Juden Jesus vielleicht doch - unterm Strich - für die Welt ein Segen war, ist und bleibt, und dass diese Botschaft auch in der Zukunft verkündet, aber besser verstanden und praktiziert werden sollte. Vor allem: Diese Botschaft ist viel zu wichtig, als dass man sie den Gläubigen alleine überlassen dürfte, und schon gar nicht dem Lutherischen Weltbund, dem Papst, den feministischen Theologinnen, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken oder gar dem Opus Dei. Diese Botschaft geht alle an, auch die Ungläubigen, und darum ist es höchste Zeit, sich mal wieder mit diesem Jesus Christus zu beschäftigen, gerade für die Ungläubigen. Für die Gläubigen natürlich auch. Für die Zweifler sowieso.» (Christian Nürnberger)
Christian Nürnberger hat einen langen Weg hinter sich. Seinen Kinderglauben hat er verloren, und um einen Erwachsenen-Glauben zu entwickeln, studierte er Theologie. Doch den Glauben an Gott verlor er dabei endgültig. Und weil man nicht atheistisch an Gott glauben kann, hängte er die Theologie an den Nagel und zog nun als fröhlicher Agnostiker durch die Welt. Drei Jahrzehnte später erkennt Nürnberger, dass er in all den Jahren nichts anderes getan hat, als agnostisch an Gott zu glauben… (Verlagsinfo)

Christian Nürnberger, Jesus für Zweifler, Gütersloher Verlagsanstalt, 272 Seiten, ISBN 978-3579069678

Leseprobe

Jahrbuch der Brockhaus-Enzyklopädie

Veröffentlicht in Lexika, Neuheiten by Walter Eigenmann am April 14th, 2008

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Das Jahr 2007 von A-Z

Die Brockhaus-Jahrbücher sind einerseits aktuelle Ergänzungen zur gleichnamigen Enzyklopädie, andererseits auch als chronologisch aufgebautes Nachschlagewerk für jene konzipiert, die sich einen kompakten Überblick über das zurückliegende Jahr verschaffen möchten. Die jüngste Ausgabe enthält wiederum Einleitungs-Essay, Weltchronik, Lexikon von A bis Z, Nekrolog, Bildern des Jahres und Personen-Register. Darüber hinaus äußern sich ausgewiesene Spezialisten und prominente Persönlichkeiten zu den wichtigsten Themen des Jahres. Übersichtsartikel geben einen Einblick in besonders wichtige Themen.
Das Jahrbuch liegt nun bereits zum 15. Mal vor, seit 1993 berichtet es über die Welt, dokumentiert das Zeitgeschehen in Wort und Bild und trägt mit Essays prominenter Persönlichkeiten zur breiten Meinungsbildung bei. Ein gewichtiger Teil des Bandes liegt beim Lexikon A-Z. Hier findet die Leserschaft in rund 800 alphabetisch geordneten Artikeln alles Wissenswerte des vergangenen Jahres. Weiter sind einer Reihe von kulturellen Themenbereichen wie Film, Literatur, Musik, Kunst, Ausstellungen, Theater etc. jeweils eigene größere Übersichtsartikel gewidmet.

Brockhaus Verlag Mannheim, Enzyklopädie-Jahrbuch 2007, 400 Seiten, ISBN-13: 978-3765319174

Leseprobe

Strategisches Schach-Training

Veröffentlicht in Anatoli Karpow, Neuheiten, Schach by Walter Eigenmann am April 3rd, 2008

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Karpow & Mazukewitsch: «Stellungsbeurteilung und Plan»

karpowmazukewitsch_stellungsbeurteilung.jpgVor allem zwei Fähigkeiten sind für einen erfolgreichen Schachspieler unentbehrlich: das Vermögen, eine Stellung richtig einzuschätzen sowie im Ergebnis dieser Beurteilung einen optimalen Plan für die weitere Spielführung zu entwickeln.
Die beiden Autoren - der langjährige Weltmeister Anatoli Karpow und Meister Anatoli Mazukewitsch - weisen einen effektiven Weg, wie sich jeder Schachfreund diese beiden wichtigen Fähigkeiten aneignen kann.
Sie unterscheiden sieben Grundkriterien für die Stellungsbewertung, mit deren Kenntnis jede beliebige Position auf dem Brett exakt zu bewerten ist. Zum tieferen Verständnis werden diese sieben Merkmale - so u.a. das materielle Kräfteverhältnis, die Lage der Könige oder die Beherrschung offener Linien - und ihre jeweilige Rolle im Schachkampf an zahlreichen Übungsaufgaben, prägnanten Kurzpartien sowie Studien anschaulich erläutert.
Dieses Buch ist ein echter «Klassiker» - vor genau zwei Jahrzehnten erschien erstmals eine deutsche Ausgabe, die für die Edition Olms nun gründlich überarbeitet wurde. (Verlagsinfo)

Anatoli Karpow/Anatoli Mazukewitsch, Stellungsbeurteilung und Plan, Edition Olms, 200 Seiten, ISBN 978-3283005108

stellungsbeurteilung-und-plan.jpg

 

 

Der neue Erotik-Roman

Veröffentlicht in Erotik, Literatur, Neuheiten by Walter Eigenmann am März 25th, 2008

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Corinna Rückert: «Kammern der Begierde» 

rueckert_kammern-der-begierde.jpgWie im Traum sieht Mia sich vor dem großen Portal einer Villa stehen. Wenn sie durch diese Tür tritt, gibt es kein Zurück mehr. Doch sie sucht den geheimnisvollen Fremden, der den Schlüssel zu ihren geheimsten Begierden besitzt. Und als die schwere Eichentür sich vor ihr öffnet, gleitet Mia hinein in eine Welt heißer Leidenschaft und grenzenloser Lust, die sie für immer verändern wird. (Verlagsinfo)

Corinna Rückert, Kammern der Begierde, Roman, Rowohlt Verlag, 220 Seiten, ISBN 978-3499246166

Der neue Schweizer Roman

Veröffentlicht in Annette Hug, Literatur, Neuheiten by Walter Eigenmann am März 11th, 2008

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Annette Hug: «Lady Berta»

lady-berta-rotpunkt-verlag.jpgZürich 1939: «Bring mir keinen Balg nach Hause», hatte die Mutter bei der Abreise zu Berta gesagt, und diese hätte schon damals gerne gewusst, wie das eigentlich geht: zu einem Kind zu kommen. Jetzt ist das Dienstmädchen, das eigentlich eine Dame werden wollte, tatsächlich schwanger. Sie verliert ihre Arbeit, kehrt aber nicht zu den Eltern ins Dorf zurück. Der Zweite Weltkrieg beginnt und damit eine Zeit des langen Wartens. Nach dem Krieg lässt Berta das Kind bei Verwandten zurück, um eine Stelle in England anzunehmen.
Bertas Enkelin erzählt das Leben ihrer Großmutter. Wie Berta und Karl in einem Mansardenzimmer zusammen-finden und einander bald wieder verlieren. Wie sich Berta mit dem Leben beeilen will, so kurz vor Kriegsausbruch. Sie berichtet von Bertas Leben in der Schweiz des Aktivdienstes und von der neuen Freiheit eines Schweizer Au-pair-Mädchens im Nachkriegslondon. Sie erzählt aber auch von der Sehnsucht und Wut ihrer Mutter Louise, Bertas Tochter.
Der Roman – in dem die Enkelin manches erfinden muss, weil die Großmutter nur wenig erzählt – ist auch eine Geschichte des Abschiednehmens und Verschwindens: Während die Enkelin sich die Lebensgeschichte von Lady Berta zurechtlegt, zerfallen deren Erinnerungen zusehends in haltlose Bilder, die immer weniger in der Gegenwart verankert sind. (Verlagsinfo)

annette-hug.jpgDie Autorin
Annette Hug, geboren 1970, aufgewachsen in der Nähe von Zürich, ist Dozentin an der Fachhochschule Zentralschweiz, Fachbereich Soziokultur. Sie studierte Geschichte und Musikwissenschaften in Zürich, Women and Development Studies in Manila. Bis 2005 regelmäßige Beiträge in der Wochenzeitung WOZ. Von Annette Hug sind Kurzgeschichten in Schweizer Literaturzeitschriften erschienen. Sie lebt in Zürich.

Annette Hug: Lady Berta, Roman, Rotpunktverlag, 156 Seiten, ISBN 3-85869-362-6

Der Debüt-Roman

Veröffentlicht in Literatur, Neuheiten by Walter Eigenmann am Februar 6th, 2008

Stefanie Geiger: «Der Eisfürst»

stefanie-geiger-der-eisfuerst.jpg«Am Küchentisch in einem alten Haus versucht eine junge Frau in nächtlichen Gesprächen mit ihrer Mutter sich einen Weg durch dieses Dickicht von Geschichten zu bahnen. Als sie eine Einladung von ihrem Vater, dem Eisfürsten, erhält, fährt sie nach Sylt, um ihn, zum ersten Mal in ihrem Leben, zu treffen. Es wird eine Reise in ein einsames Hotel, das lediglich von einem zerstrittenen Paar, einem lispelnden Rezeptionisten mit zu großen Schneidezähnen und einer kauzigen Putzfrau bewohnt wird; eine Reise, an deren Ende die junge Frau mehr über ihre Mutter, ihren Vater und nicht zuletzt über sich selbst erfährt, als ihr lieb ist.» (Verlagsinfo)

Stefanie Geiger, Der Eisfürst, Roman, C.H.Beck Verlag, 120 Seiten, ISBN 978-3406570308

Vom Anfänger zum Vereinsspieler

Veröffentlicht in Neuheiten, Schach by Walter Eigenmann am Dezember 18th, 2007

Frank Oltman: «79 Schachlektionen»

ullrich_79schachlektionen.jpgFrank Oltmans «79 Schachlektionen» sind für den fortgeschrittenen Anfänger bis hin zum Vereinsspieler gedacht. Aber auch Jugendliche und Jugendtrainer können die Lektionen für ihre eigene Arbeit verwenden und so ohne großen Aufwand das Training bereichern.
Neben Grundlagen, die das Eröffnungsspiel prägen, gibt dieses Buch auch Einblicke in das Mittelspiel. Ebenfalls kommt die Einführung in die Schachstrategie nicht zu kurz, und es werden viele Motive der Schachtaktik an konkreten Beispielen anschaulich dargestellt. Zahlreiche kommentierte Kurzpartien vertiefen das Gelernte und helfen so schwache Züge und die daraus resultierenden Fehler zu vermeiden. Abgerundet wird der Themenbereich durch wichtige und häufig vorkommende Endspiele. (Verlagsinfo)

Frank Oltman, 79 Schachlektionen, Schachverlag Ullrich, 128 Seiten, ISBN 978-3-940417-00-8

Simpson-Homer oder Odyssee-Homer?

Veröffentlicht in Literatur, Musik, Neuheiten by Walter Eigenmann am November 20th, 2007

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«High / Low»

Hoch- und Alltagskultur in
Musik, Kunst, Literatur, Tanz und Kino

 

high-low-caduff.jpgIm Sommer 2006 berichtete die Neue Zürcher Zeitung von einer Umfrage in den USA, der zufolge lediglich 20% der Bevölkerung einen Helden aus der Odyssee des Homer nennen können. Der Verfall der kulturellen Werte, den diese Zahl gemäß dem Verständnis der NZZ zum Ausdruck brachte, trat noch akzentuierter vor dem Hintergrund eines zweiten Ergebnisses derselben Umfrage hervor, nach dem 60% der Amerikanerinnen und Amerikaner Homer Simpson kennen, den Vater aus der Zeichentrickfilm-Serie «The Simpsons».
Was heißt es, wenn Homer Simpson viel bekannter ist als der antike Dichter, dem er seinen Namen verdankt?

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass heute kulturelle Produkte, die man früher bedenkenlos als «low» bezeichnet hätte – von der Popmusik bis zum Kino, vom Design-Magazin bis zum Celebrity-Kult – für das Selbstverständnis der westlichen Gesellschaften fast wichtiger zu sein scheinen als die traditionelle «high art». Auch in der Wissenschaft hat sich diese Umwertung niedergeschlagen, mit den Cultural Studies haben die Alltags- und Populärkulturen massiv an Bedeutung gewonnen.
In dieser Situation ist ein unbedingtes Festhalten an high ebenso wenig produktiv wie eine Feier des low oder gar Gleichgültigkeit angesichts eines angeblichen «anything goes». Vielmehr ist zu untersuchen, wie sich «high» und «low» in den letzten Jahrzehnten gegenseitig durchdrungen haben und welche Hybridformen dabei zustande gekommen sind. Solche Transformationsprozesse betreffen insbesondere auch die komplex gewordenen Verhältnisse von Kunst und Geld, von Elite und Masse, von Tradition und Popularisierung. (Aus dem Vorwort)

C.Caduff/T.Wälchli, High/Low - Hoch- und Alltagskultur in Musik, Kunst, Literatur, Tanz und Kino, Kulturverlag Kadmos, ISBN 978-3-86599-042-6

Rein- und Ausfälle im Schach

Veröffentlicht in Neuheiten, Schach by Walter Eigenmann am November 20th, 2007

222 Eröffnungsfallen nach 1.e4

olms-222eroeffnungsfallen.jpgJeder Schachspieler hat wohl schon die Erfahrung machen müssen, dass eine Partie bereits zu Ende ist, bevor sie so richtig angefangen hat. Der Grund ist dabei oft eine der überall lauernden Eröffnungsfallen, die darauf setzen, dass der Reingefallene ganz «normale» Züge macht - eine Figur entwickeln, etwas schlagen, eine Drohung aufstellen und parieren. Die Antwort, die meistens völlig ungewöhnlich und deshalb unerwartet ist, führt dann geradezu zwangsläufig zu einem schnellen Sieg für den «Fallensteller».
Die beiden international als Autoren anerkannten Großmeister - Rainer Knaak gilt als Eröffnungs- und Karsten Müller als Endspielexperte - verfolgen daher vor allem zwei Ziele: Der Lernwillige soll die Fallen in seinen Eröffnungen beherrschen, um Reinfälle zu vermeiden. Er kann aber gleichzeitig auch systematisch versuchen, sein Eröffnungsrepertoire zu erweitern, um selbst Fallen zu stellen. Im vorliegenden ersten Band gibt es zu jeder wichtigen Eröffnung nach dem Doppelschritt des weißen Königsbauern wie Italienisch, Sizilianisch, Französisch usw. auch einführende Texte mit den jeweils typischen Motiven, die man unbedingt kennen sollte. Auf diese Weise wird bei jedem Schachfreund als willkommener Nebeneffekt gleichzeitig sein Kombinationsvermögen erheblich wachsen. (Verlagsinfo)

R.Knaak/K.Müller, 222 Eröffnungsfallen nach 1.e4, Edition Olms, 160 Seiten, ISBN 978-3-283-01000-3

Hauptsache: Gitarre

Veröffentlicht in Musik, Musik für Gitarre, Musik für den Unterricht, Neuheiten by Walter Eigenmann am November 19th, 2007

«Songbegleitung – aber richtig»

kumlehn-hauptsachegitarre.jpg«Der Untertitel ‘Songbegleitung – aber richtig’ drückt ein Ziel aus, das mir wichtig erscheint: in verschiedenen musikalischen Bereichen sicher und authentisch spielen und begleiten zu können. Die Gitarre ist ja ein Begleit- und Soloinstrument, viele betrachten es aber eher als Soloinstrument. Wenn ich allerdings auf mein bisheriges Berufsleben als Gitarrist zurückschaue, habe ich im Studio und auf der Bühne sicherlich mindestens 80 Prozent begleitend gespielt. Viele Gitarristen verbringen jedoch die gleiche Prozentzahl ihres Übepensums damit, ihre solistischen Fertigkeiten zu verbessern. Die Realität wird damit ein wenig auf den Kopf gestellt, es sei denn, man will Guitar Hero oder Konzertgitarrist werden. Außerdem – was ist ein Solo ohne Begleitung? Nichts; eine Begleitung in Form einer Akkordverbindung, eines Riffs usw. ist jedoch schon etwas, auf das man aufbauen kann, mit dem etwas gestaltet werden kann.
Dieses Buch ist kein Lehrbuch im klassischen Sinne, um das Gitarrenspiel von Grund auf zu erlernen. Einige spielerische und theoretische Vorkenntnisse an der Gitarre sind für die Arbeit mit dem Buch sicher nützlich. Dennoch ist es aufbauend gestaltet und beginnt mit Tipps, Hinweisen und leichteren Übungen, um dann richtig in den Stoff einzusteigen.» (Aus dem Vorwort des Autors)

Jürgen Kumlehn, Hauptsache Gitarre, Ama Verlag, 160 Seiten (inkl. MP3-Files auf CD-R), ISBN 978-3-89922-092-7

John Watsons Schach-Geheimnisse

Veröffentlicht in Neuheiten, Schach by Walter Eigenmann am November 18th, 2007

Geheimnisse moderner
Schacheröffnungen Bd.1

watson-schach-eroeffnungen.jpgFür viele Schachspieler bedeutet das Studium der Eröffnungstheorie äußerst harte Arbeit. Es ist schwierig zu wissen, was wichtig ist und was nicht, wann spezielles Wissen unerlässlich ist, oder wann ein eher generelles Verständnis gefragt ist. Wenn die Eröffnungsphase vorüber ist, weiß ein Spieler tragischerweise oft nicht, welchem Plan er folgen soll oder warum sich seine Figuren auf den Feldern befinden, auf die er sie gezogen hat.
John Watson versucht Schachspielern eine holistischere und tiefgründigere Sicht der Eröffnungen zu vermitteln. In seinen vorherigen Büchern über Schachstrategie Geheimnisse der modernen Schach-strategie und Schachstrategie in Aktion hat er viele Konzepte erklärt, die für das moderne Schach charakteristisch sind. Er tat das zudem auf eine für Vereinsspieler verständliche Weise. Hier tut er das Gleiche für die Eröffnungen. Er beginnt mit grundlegenden Ideen, die auf alle Eröffnungen angewendet werden können und erläutert in der Folge fortgeschrittenere Ideen, die für eine wesentliche Spielstärkeverbesserung unentbehrlich sind.
In diesem umfangreichen zweibändigen Werk erklärt John Watson nicht nur die Ideen und Strategien hinter speziellen Eröffnungen, sondern auch das Zusammenwirken der Schacheröffnungen als Ganzes. Durch die Darlegung des gemeinsamen Fadens, der dem Eröffnungsspiel zugrunde liegt, sorgt Watson für eine beständige Grundlage für das Spielen von Eröffnungen jeglicher Art. (Verlagsinfo)

John Watson, Geheimnisse moderner Schacheröffnungen Bd.1, GambitVerlag, 368 Seiten, ISBN 978-1-904600-74-9

The Best of Andrea Bocelli

Veröffentlicht in Andrea Bocelli, Musik, Neuheiten by Walter Eigenmann am November 14th, 2007

Jahrzehnt-Rückblick: «Vivere»

bocelli-vivere-best-of.jpgDas neue Album Andrea Bocellis besiegelt ein ganzes Jahrzehnt mit sämtlichen seiner bekanntesten Songs. Zu den Highlights zählen dabei Stücke wie «Time To Say Goodbye», jener Hit, der ihm an der Seite von Sarah Brightman einst den absoluten Durchbruch bescherte, «The Prayer», ein weiteres weltbekanntes Duett, bei dem Celine Dion das Mikrofon mit Bocelli teilt, und jüngere Hits wie «Because We Believe» und «Besame Mucho».
Zudem finden sich auf «Vivere» auch eine ganze Reihe neuer Stücke: dazu zählen Kompositionen des berühmten David Foster, der für die neuen Songs zugleich als Produzent tätig war.
Zu weiteren namhaften Albumgästen zählen unter anderem der gefeierte Pianist Lang Lang und die südländische Gesangsensation Laura Pausini. (Verlagsinfo)

Andrea Bocelli, Vivere, Universal Music Entertainment GmbH, ASIN: B000VZC4DA

Gefoltert in Libyen

Veröffentlicht in Literatur, Neuheiten, Politik&Gesellschaft by Walter Eigenmann am November 12th, 2007

Kristiyana Valcheva:
«Ich bin in der Hölle gewesen»

valcheva_hoelle.jpgZusammen mit vier weiteren bulgarischen Kranken-schwestern wurde Kristiyana Valcheva in Libyen angeklagt, vorsätzlich über 400 Kinder mit dem tödlichen HI-Virus infisziert zu haben. Ihre libyische Gefangenschaft zog sich acht lange Jahre hin - unter grausamster körperlicher Folter und psychologischer Tortur.
Nachdem Valcheva nun wieder freigelassen werden musste, schrieb sie - gemeinsam mit der bulgarischen Fernseh-Journalistin Miroluba Benatova und der französischen Buch-Autorin Marie-Thérèse Cuny als Co-Autorinnen - in einem erschütternden Report die Wahrheit und die politischen Hintergründe ihres Leidensweges nieder. (gm)

Kristiyana Valcheva, Ich bin in der Hölle gewesen, Droemer/Knaur-Verlag, 272 Seiten, ISBN 978-3426781562

Die Auswüchse der Globalisierung

Veröffentlicht in Kapitalismus, Neuheiten, Politik&Gesellschaft by Walter Eigenmann am November 7th, 2007

Kurt Wyss: «Workfare»

Sozialstaatliche Repression im Dienst
des globalisierten Kapitalismus

 

wyss-workfare-edition8.jpgIn den vergangenen 20 Jahren wurde in vielen Ländern eine neue Sozialpolitik unter Stichworten wie Work Not Welfare, Arbeit statt Sozialhilfe, Arbeitsintegration, 1-Euro-Jobs, Integration statt Rente oder ähnlichem durchgesetzt. Diese Sozialpolitik lässt sich mit einem aus dem Amerikanischen stammenden Neologismus kurz als «Workfare» bezeichnen (als Zusammenzug der Worte Work und Welfare). Im weitesten Sinne wird unter diesem Begriff also verstanden:
«Workfare soll zum einen die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen erhalten bzw. wieder trainieren und zum anderen einen Anreiz zur Aufnahme niedrig bezahlter Arbeiten schaffen. Dahinter steht die Annahme, dass der nur geringe zusätzliche Verdienst keine Motivation zur Arbeitsaufnahme bietet solange Sozialleistungen ohne Arbeit zu erhalten sind. Oder ökonomisch gesprochen: Der zusätzlich erworbene Lohn wird geringer gewertet als der durch die Arbeitsaufnahme entstandene Freizeitverlust. Ist auch der Erwerb einer Sozialleistung mit Arbeit verbunden, fällt dieser Faktor weg.» (Wikipedia)

Die vorgelegte Untersuchung von Kurt Wyss (Zürcher «Büro für Sozialhilfe») unternimmt den im deutschsprachigen Raum bislang einzigartigen Versuch, Workfare in einer umfassenden Weise zu erklären. Die Untersuchung bleibt nicht bei den Oberflächen-Phänomenen stehen, sondern bestimmt die Sache gleichsam von den Wurzeln her.
Denn Workfare zielt zwar unmittelbar auf die Erwerbslosen - mittelbar aber vor allem auf die Erwerbstätigen. Die «Workfare»-Programme werden von den Medien intensiv verbreitet, und so gelangt die implizite Botschaft zu allen Unterschichts- und Mittelschicht-Angehörigen: Wer seine Arbeitsstelle verliert und nicht innert nützlicher Frist eine neue findet, landet selber in diesen Programmen. Wer sich dem globalisierten Kapitalismus und der sich verschärfenden Prekarisierung der Arbeit nicht fügt, dem droht der Abstieg in die «Workfare»-Kaste…
Das Buch geht dementsprechend Fragen nach wie: Welche Folgen haben die Workfare-Massnahmen für die Direktbetroffenen? Inwiefern wird via Workfare und die um Workfare lancierten öffentlichen Debatten (z.B. Missbrauchsdebatte) Druck auf die allgemeine Bevölkerung ausgeübt? Welchen Einfluss nimmt Workfare auf die generelle gesellschaftliche Entwicklung, im Besonderen auf Familie, Arbeit und Bildung? (Verlagsinfo)

Kurt Wyss: Workfare, Sozialstaatliche Repression im Dienst des globalisierten Kapitalismus, Edition 8, 160 Seiten, ISBN 978-3-85990-125-4

Studien zu Jean Sibelius

Veröffentlicht in Jean Sibelius, Musik, Musik-Forschung, Neuheiten by Walter Eigenmann am November 6th, 2007

Tomi Mäkelä:  «Poesie in der Luft»

sibelius-poesie-in-der-luft.jpgTomi Mäkeläs Buch ist seit mehr als 40 Jahren die erste zusammenfassende originale Publikation zu Leben und Werk von Jean Sibelius in deutscher Sprache. Das Buch enthält zahlreiche kaum bekannte und teilweise erstmals gedruckte Abbildungen. Eine ausführliche Darstellung der wichtigsten Strömungen der Sibelius-Rezeption im 20. Jahrhundert und eine Sibelius-Chronologie schließen den umfangreichen Band ab.
«Poesie in der Luft» ist der Versuch, Sibelius und sein kompositorisches Werk aus der Perspektive seiner bildungsbürgerlichen Herkunft und seiner regionalen, ganz und gar nicht provinziellen Zeitumstände zu sehen. Insofern entwirft der Autor beziehungsreich das Psychogramm eines modernen Künstlers. Die Selbstfindung des Komponisten lässt sich durchaus mit der Entwicklung anderer Kunstschaffenden seiner Generation vergleichen.
Mäkeläs Ergebnisse revidieren das Bild vom exotisch-naiven Naturmenschen und zeigen Sibelius in seiner kreativen Individualität, die sich bewusst an den mitteleuropäischen Strömungen seiner Zeit orientiert. Im Mittelpunkt der Werkbetrachtungen stehen Gattungen wie Symphonie, Kammermusik und Vokalmusik, mit denen Sibelius heute Weltgeltung erlangt hat. (Verlagsinfo)

Tomi Mäkelä: Poesie in der Luft, Jean Sibelius - Studien zu Leben und Werk, Breitkopf & Härtel, 512 Seiten, ISBN 978-3765103636

Bücher verkaufen im Internet

Veröffentlicht in Literatur, Neuheiten, Ratgeber by Walter Eigenmann am November 1st, 2007

Ratgeber für Online-Buchverkäufer

waller-schonfelder-buchverkauf-im-internet.jpgDie Zahl der Buchverkäufer bei Ebay, Amazon oder Booklooker geht inzwischen in die Zehn-, wenn nicht gar Hunderttausende. Sie brauchen Hilfe beim Online-Verkauf. Immer wieder geht es um die folgenden aktuellen Fragen: Wie trete ich auf (als Privatperson, als gewerblich angemeldeter Händler, als eingetragene Firma)? Wo biete ich die Bücher? (Die Vor- und Nachteile der einzelnen Plattformen); Wie sinnvoll ist die Einrichtung eines eigenen Online-Shops, für Buchhandlungen, Antiquariate? Wie beschreibe ich Bücher? (Kleine Kunde der offiziellen Fachbegriffe); Wie beschreibe ich den Zustand der Bücher? Wie lege ich die Preise fest? (Inkl. Exkurs über das Preisbindungsgesetz); Wie erstelle ich einen Katalog? (Von der Excel-Tabelle bis zur professionellen Antiquariats-Software); Wo lagere ich die Bücher? (Mindeststandards für die Bücheraufbewahrung); Vorkasse, Rechnung, Kreditkarte, Online-Bezahlsysteme: Welche Zahlungsarten sind zu empfehlen? (Verlagsinfo)

K.Waller/S.Schönfelder: Bücher erfolgreich im Internet verkaufen, 208 Seiten, Autorenhaus Verlag, ISBN 978-3866710290

Spannung und Aberwitz

Veröffentlicht in Literatur, Neuheiten, Thriller by Walter Eigenmann am Oktober 27th, 2007

Dean Koontz: «Irrsinn»

koontz-irrsinn.jpgBestseller-Lieferant Dean Koontz hat wieder zuge-schlagen - und der neueste Thriller des «Meister unserer dunkelsten Träume» (Heyne) zeige sich mit «Irrsinn» sogar auf der Höhe seiner Meisterschaft, wie das Magazin Publishers Weekly schwelgt. Jedenfalls garantiert der typische Koontz’sche «Sound» zuverläßig Spannung und Aberwitz - absurde Psychopathik inklusive. Freunde des Genres dürften voll auf ihre Kosten kommen.

Dean Koontz: Irrsinn, Thriller, 420 Seiten, Heyne Verlag, ISBN 978-3453020351

Boulez dirigiert Mahler

Veröffentlicht in Musik, Neuheiten by Walter Eigenmann am Oktober 25th, 2007

Triumphale «Sinfonie der Tausend»

mahler-boulez-dg.jpgDie Einstudierung der achten Sinfonie («Sinfonie der Tausend») beschließt Pier-re Boulez’ Mahler-Zyklus mit der Staats-kapelle Berlin bei der Deutschen Gram-mophon.
Das Werk wurde im Anschluss an die Aufführung der diesjährigen Berliner Festtage im Studio eingespielt. Solisten sind u.a. T. Robinson, J. Botha, E. Wall, M. DeYoung, sowie der Berliner Rundfunk-chor und der Staatsopern-Chor Berlin.
Der Tagesspiegel: «Eine triumphale Achte!»

Gustav Mahler: 8. Sinfonie, Boulez, Staatskapelle Dresden, Deutsche Grammophon, Doppel-CD, ASIN B000TMCG8S

Schach-Genie Kasparow in Sachen Erfolg

Veröffentlicht in Garri Kasparow, Neuheiten, Schach by Walter Eigenmann am Oktober 24th, 2007

«Strategie und die Kunst zu leben»

kasparow-strategie-und-die-kunst-zu-leben-piper-2007.jpg«Schach lehrt Logik, Konzentration, Entschlossenheit und Phantasie, es ist der beste Lehrmeister in Sachen Erfolg», so das Schach-Genie Garri Kasparow. Sein Buch zeigt, welche Lösungen das Spiel der Könige für die Herausforderungen des Lebens bereithält. «Ich konnte Schach spielen, bevor ich eine Ahnung vom Leben hatte. Als ich mit den Tücken des Daseins konfrontiert wurde, gab es keine Situation, die ich nicht vom Schach her kannte», sagt Garri Kasparow, der wohl beste Spieler aller Zeiten, Schachweltmeister von 1985 bis 2000. Mit sechs Jahren begann er in der Küche der Eltern Schach zu spielen, es folgte eine beispiellose Profi-Karriere.
Kasparows Spiel gilt als besonders kreativ, angriffslustig und risikofreudig, er ist berühmt dafür, schwierige Situationen durch glänzende Analysen und temporeiche Züge zu meistern. Wie keiner weiß der charismatische Russe, der sich inzwischen neuen Herausforderungen in der Politik stellt, wie man einen Vorteil nutzt, sich offensiv verteidigt, den richtigen Moment erkennt. (Verlagsinfo)

Garri Kasparow: Strategie und die Kunst zu leben, Von einem Schachgenie lernen,  Piper Verlag, 320 Seiten, ISBN 978-3492047852

Neue Innerschweizer Literatur

Veröffentlicht in Innerschweizer Literatur, Literatur, Neuheiten by Walter Eigenmann am Oktober 18th, 2007

Tony Ettlin:
«Blätterteig und Völkerball» 

ettlin_blaetterteig.jpg«Die ersten sechs Jahre seines Lebens verbringt Tony Ettlin auf einem Bauernhof bei Stans in der Innerschweiz, wo die sechsköpfige Familie in einer Dreizimmerwohnung zur Miete wohnt. Trotz der Enge ist es eine intakte Kindheit in ländlicher Umgebung.
Im Jahr 1956 übernimmt sein Vater eine Bäckerei in der Schmiedgasse, die etwas abseits vom Dorfplatz mit seinen herrschaftlichen Häusern liegt und eine Gasse mit einem besonderen Zusammengehörigkeitsgefühl ist.
In sorgfältig gezeichneten Erinnerungen erzählt Tony Ettlin vom Leben in dieser Gasse, von Arbeit und Alltag in der Bäckerei, vom Brotaustragen, vom Kampf der Tütensuppenvertreter um den besten Standplatz, von den Strategien der Kollegiumsstudenten, günstig an Nussgipfel zu kommen. Er berichtet von einfachen, alten Spielen wie « Lechlä», «Kreislä», «Strässlä», und von der Schule, wo ein paar deftige Schläge «noch keinem geschadet» haben. Von Erbstreitereien, von den «Ferien» auf der Alp bei Onkel Walti, der oft tagelang kein Wort sprach, oder von der Entdeckung des weiblichen Körpers in der Badeanstalt. Vom ganzen Kosmos eines Dorfs in den Fünfzigerjahren, nie beschönigend, aber auch nie denunzierend.» (Verlagsinfo)

Tony Ettlin, Blätterteig und Völkerball, Eine Kindheit im Schatten des Stanserhorns, Limmat Verlag, 256 Seiten, ISBN 978-3-85791-532-1

Der neue Roman

Veröffentlicht in Literatur, Neuheiten by Walter Eigenmann am Oktober 15th, 2007

Georg Petz: «Die unstillbare Wut»

petz_dieunstillbarewut.jpg«Ein junger Student, der als Nachtwächter in der Krebsstation eines Krankenhauses arbeitet, wird in seiner Bibliothek Augenzeuge eines unerklärlichen Todesfalls. Und damit nimmt eine ebenso beklemmende wie spannende Geschichte ihren Anfang. Die atemlose Flucht des Protagonisten über den Kontinent wird zu einer Geografie der Seelenlandschaften, die Erreichung des Ziels schließlich ist gleichzeitig auch der Anfang der Geschichte, die sich von ihrem Ende her schreibt und somit nicht nur für den Leser die Auflösung der Rätsel bringt.» (Verlagsinfo)

Georg Petz, Die unstillbare Wut, Roman, Leykam Verlag, 334 Seiten, ISBN 9783701175895