111 Chess Tacticals (6)
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Weiß am Zuge gewinnt
Unsere Serie «111 Chess Tacticals» wendet sich an die Rätselfreunde unter den Schachspielern. Die faszinierende Welt der Schach-Taktik, wie sie sich in diesen 111 Miniaturen spiegelt, beinhaltet herrliche, meist frappante Kombinationen aus der Praxis des jüngsten Amateur- und Profischachs. Der Schwierigkeitsgrad variiert von Aufgabe zu Aufgabe, doch im allgemeinen können die Puzzles innerhalb von fünf Minuten von Vereinsamateuren gelöst werden.
Die Lösung erhalten Sie jeweils nach einem Mausklick auf das Diagramm, und die Varianten können dann online nachgespielt werden. Ausserdem lassen sich alle Varianten als PGN-Datei downloaden. -
Viel Vergnügen beim Knobeln unserer «111 Chess Tacticals»! ■
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Das Zitat der Woche
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Erinnerungen an Beethoven
Franz Grillparzer
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Das erste Mal, daß ich Beethoven sah, war in meinen Knabenjahren – es mochte in den Jahren 1804 oder 5 gewesen sein – und zwar bei einer musikalischen Abendunterhaltung im Hause meines Onkels, Joseph Sonnleithner, damaligen Gesellschafters einer Kunst- und Musikalienhandlung in Wien. Außer Beethoven befanden sich noch Cherubini und Abbé Vogler unter den Anwesenden. Er war damals noch mager, schwarz und zwar, gegen seine spätere Gewohnheit, höchst elegant gekleidet und trug Brillen, was ich mir darum so gut merkte, weil er in späterer Zeit sich dieser Hilfsmittel eines kurzen Gesichtes nicht mehr bediente. Ob er selbst oder ob Cherubini bei dieser Musik spielte, weiß ich mich nicht mehr zu erinnern, nur daß, als der Bediente bereits das Souper ankündigte, sich Abbé Vogler noch ans Klavier setzte und über ein afrikanisches Thema, das er selbst aus dem Mutterlande herübergeholt, endlose Variationen zu spielen anfing. Die Gesellschaft verlor sich nach und nach während seiner musikalischen Durchführungen in den Speisesaal. Es blieben nur Beethoven und Cherubini zurück. Endlich ging auch dieser, und Beethoven stand allein neben dem hart arbeitenden Manne. Zuletzt verlor auch er die Geduld, ohne daß Abt Vogler, nunmehr ganz allein gelassen, aufhörte, sein Thema in allen möglichen Formen zu liebkosen. Ich selbst war im dumpfen Staunen über das Ungeheuerliche der Sache zurückgeblieben. Was von diesem Augenblicke an weiter geschah, darüber verläßt mich, wie es bei Jugenderinnerungen zu gehen pflegt, mein Gedächtnis völlig. Neben wem Beethoven bei Tische saß, ob er sich mit Cherubini unterhielt, ob sich später Abt Vogler zu ihnen gesellte – es ist, als ob ein dunkler Vorhang sich mir über alles das hingezogen hätte.
Ein oder zwei Jahre darauf wohnte ich mit meinen Eltern während des Sommers in dem Dorfe Heiligenstadt bei Wien. Unsere Wohnung ging gegen den Garten, die Zimmer nach der Straße hatte Beethoven gemietet. Beide Abteilungen waren durch einen gemeinschaftlichen Gang verbunden, der zur Treppe führte. Meine Brüder und ich machten uns wenig aus dem wunderlichen Mann – er war unterdessen stärker geworden und ging höchst nachlässig, ja unreinlich gekleidet – wenn er brummend an uns vorüberschoß; meine Mutter aber, eine leidenschaftliche Freundin der Musik, ließ sich hinreißen, je und dann, wenn sie ihn Klavier spielen hörte, auf den gemeinschaftlichen Gang, und zwar nicht an seiner, sondern unmittelbar neben unserer Thüre hinzutreten und andächtig zu lauschen. Das mochte ein paarmal geschehen sein, als plötzlich Beethovens Thür aufgeht, er selbst heraustritt, meine Mutter erblickt, zurückeilt und unmittelbar darauf, den Hut auf dem Kopfe, die Treppe hinab ins Freie stürmt. Von diesem Augenblicke an berührte er sein Klavier nicht mehr. Umsonst ließ ihn meine Mutter, da ihr alle andern Gelegenheiten abgeschnitten waren, durch seinen Bedienten versichern, daß nicht allein niemand ihn mehr belauschen werde, sondern unsere Thüre nach dem Gange verschlossen bleiben und alle ihre Hausgenossen statt der gemeinschaftlichen Treppe sich nur im weiten Umwege des Ausgangs durch den Garten bedienen würden: Beethoven blieb unerweicht und ließ sein Klavier unberührt, bis uns endlich der Spätherbst in die Stadt zurückführte.
In einem der darauf folgenden Sommer besuchte ich öfters meine Großmutter, die in dem nahe gelegenen Döbling eine Landwohnung inne hatte. Auch Beethoven wohnte damals in Döbling. Den Fenstern meiner Großmutter gegenüber lag das baufällige Haus eines wegen seiner Liederlichkeit berüchtigten Bauers, Flehberger hieß er. Dieser Flehberger besaß außer seinem garstigen Hause auch eine zwar sehr hübsche, aber vom Rufe eben auch nicht sehr begünstigte Tochter Liese. Beethoven schien an dem Mädchen vieles Interesse zu nehmen. Noch sehe ich ihn, wie er die Hirschengasse heraufkam, das weiße Schnupftuch, am Boden nachschleppend, in der rechten Hand, und nun an Flehbergers Hofthore stehen blieb, innerhalb dessen die leichtsinnige Schöne, auf einem Heu- oder Mistwagen stehend, unter immerwährendem Gelächter mit der Gabel rüstig herumarbeitete. Ich habe nie bemerkt, daß Beethoven sie anredete, sondern er stand schweigend und blickte hinein, bis endlich das Mädchen, dessen Geschmack mehr auf Bauernbursche gerichtet war, ihn, sei es durch ein Spottwort oder durch hartnäckiges Ignorieren in Zorn brachte, dann schnurrte er mit einer raschen Wendung plötzlich fort, unterließ aber doch nicht, das nächste Mal wieder am Hofthore stehen zu bleiben. Ja, sein Anteil ging so weit, daß, als des Mädchens Vater wegen eines Raufhandels beim Trunk in das Dorfgefängnis gesetzt wurde (Kotter genannt), Beethoven sich persönlich bei der versammelten Dorfgemeinde für dessen Freilassung verwendete, wobei er aber nach seiner Art die gestrengen Ratsherrn so stürmisch behandelte, daß wenig fehlte, und er hätte seinem gefangenen Schützling unfreiwillige Gesellschaft leisten müssen.
Später sah ich ihn höchstens auf der Straße und ein paarmal im Kaffeehause, wo er sich viel mit einem jetzt seit lange verstorbenen und vergessenen Dichter aus der Novalis-Schlegelschen Gilde, Ludwig Stoll, zu schaffen machte. Man sagte, sie projektierten zusammen eine Oper. Es bleibt unbegreiflich, wie Beethoven von diesem anhaltlosen Schwebler etwas Zweckdienliches, ja überhaupt etwas anderes als – allenfalls gut verifizierte – Phantastereien erwarten konnte.Unterdessen hatte ich selbst den Weg der Oeffentlichkeit betreten. Die Ahnfrau, Sappho, Medea, Ottokar waren erschienen, als mir plötzlich von dem damaligen Oberleiter der beiden Hoftheater, Grafen Moritz Dietrichstein, die Kunde kam, Beethoven habe sich an ihn gewendet, ob er mich vermögen könne, für ihn, Beethoven, ein Opernbuch zu schreiben.
Diese Anfrage, gestehe ich es nur, setzte mich in nicht geringe Verlegenheit. Einmal lag mir der Gedanke, je ein Opernbuch zu schreiben, an sich schon fern genug, dann zweifelte ich, ob Beethoven, der unterdessen völlig gehörlos geworden war und dessen letzte Kompositionen, unbeschadet ihres hohen Wertes, einen Charakter von Herbigkeit angenommen hatten, der mir mit der Behandlung der Singstimmen in Widerspruch zu stehen schien; ich zweifelte, sage ich, ob Beethoven noch im stande sei, eine Oper zu komponieren. Der Gedanke aber, einem großen Manne vielleicht Gelegenheit zu einem, für jeden Fall höchst interessanten Werke zu geben, überwog alle Rücksichten, und ich willigte ein.
Unter den dramatischen Stoffen, die ich mir zu künftiger Bearbeitung aufgezeichnet hatte, befanden sich zwei, die allenfalls eine opernmäßige Behandlung zuzulassen schienen. Der eine bewegte sich in dem Gebiete der gesteigertsten Leidenschaft. Aber nebstdem, daß ich keine Sängerin wußte, die der Hauptrolle gewachsen wäre, wollte ich auch nicht Beethoven Anlaß geben, den äußersten Grenzen der Musik, die ohnehin schon wie Abstürze drohend da lagen, durch einen halb diabolischen Stoff verleitet, noch näher zu treten.
Ich wählte daher die Fabel der Melusine, schied die reflektierenden Elemente nach Möglichkeit aus und suchte durch Vorherrschen der Chöre, gewaltige Finales, und indem ich den dritten Akt beinahe melodramatisch hielt, mich den Eigentümlichkeiten von Beethovens letzter Richtung möglichst anzupassen. Mit dem Kompositeur früher über den Stoff zu konferieren, unterließ ich, weil ich mir die Freiheit meiner Ansicht erhalten wollte, auch später Einzelnes geändert werden konnte und endlich ihm ja freistand, das Buch zu komponieren oder nicht. Ja, um ihm in letzterer Beziehung gar keine Gewalt anzuthun, sandte ich ihm das Buch auf demselben Wege zu, auf dem die Anforderung geschehen war. Er sollte durch keine persönliche Rücksicht irgend einer Art bestimmt oder in Verlegenheit gesetzt werden.
Ein paar Tage darauf kam Schindler, der damalige Geschäftsmann Beethovens – derselbe, der später seine Biographie geschrieben hat –, zu mir und lud mich im Namen seines Herrn und Meisters, der unwohl sei, ein, ihn zu besuchen. Ich kleidete mich an und wir gingen auf der Stelle zu Beethoven, der damals in der Vorstadt Landstraße wohnte. Ich fand ihn, in schmutzigen Nachtkleidern auf einem zerstörten Bette liegend, ein Buch in der Hand. Zu Häupten des Bettes befand sich eine kleine Thüre, die, wie ich später sah, zur Speisekammer führte und die Beethoven gewissermaßen bewachte. Denn als in der Folge eine Magd mit Butter und Eiern heraustrat, konnte er sich, mitten im eifrigen Gespräche, doch nicht enthalten, einen prüfenden Blick auf die herausgetragenen Quantitäten zu werfen, was ein trauriges Bild von den Störungen seines häuslichen Lebens gab.
Wie wir eintraten, stand Beethoven vom Lager auf, reichte mir die Hand, ergoß sich in Ausdrücke des Wohlwollens und kam sogleich auf die Oper zu sprechen. Ihr Werk lebt hier, sagte er, indem er auf die Brust zeigte, in ein paar Tagen ziehe ich aufs Land, und da will ich sogleich anfangen, es zu komponieren. Nur mit dem Jägerchor, der den Eingang macht, weiß ich nichts anzufangen. Weber hat vier Hörner gebraucht; Sie sehen, daß ich da ihrer acht nehmen müßte: wo soll das hinführen? Obwohl ich die Notwendigkeit dieser Schlußfolge nichts weniger als einsah, erklärte ich ihm doch, der Jägerchor könne, unbeschadet des Ganzen, geradezu wegbleiben, mit welchem Zugeständnis er sehr zufrieden schien, und weder damals noch später hat er irgend sonst eine Einwendung gegen den Text gemacht, noch eine Aenderung verlangt. Ja, er bestand darauf, gleich jetzt einen Kontrakt mit mir zu schließen. Die Vorteile aus der Oper sollten gleich zwischen uns geteilt werden u. s. w. Ich erklärte ihm der Wahrheit gemäß, daß ich bei meinen Arbeiten nie auf ein Honorar oder dergleichen gedacht hätte (wodurch es auch kam, daß mir dieselben, die ich – Uhland ausgenommen – für das Beste halte, was Deutschland seit dem Tode seiner großen Dichter hervorgebracht, allesamt kaum so viel eingetragen, als einem Verstorbenen, oder Lebendigen, oder Halbtoten ein einziger Band ihrer Reisenovellen und Phantasiebilder). Am wenigsten solle zwischen uns davon die Rede sein. Er möge mit dem Buche machen, was er wolle, ich würde nie einen Kontrakt mit ihm schließen. Nach vielem Hin- und Herreden oder vielmehr Schreiben, da Beethoven Gesprochenes nicht mehr hörte, entfernte ich mich, indem ich versprach, ihn in Hetzendorf zu besuchen, wenn er einmal dort eingerichtet sein würde.
Ich hoffte, er hätte das Geschäftliche seiner Idee aufgegeben. Schon nach ein paar Tagen aber kam mein Verleger, Wallishauser, zu mir und sagte, Beethoven bestünde auf der Abschließung eines Kontraktes. Wenn ich mich nun nicht dazu entschließen könnte, sollte ich mein Eigentumsrecht auf das Buch ihm, Wallishauser, abtreten, er würde dann das weitere mit Beethoven abmachen, der davon schon präveniert sei. Ich war froh, der Sache los zu werden, ließ mir von Wallishauser eine mäßige Summe auszahlen, cedierte ihm alle Rechte der Autorschaft und dachte nicht weiter daran. Ob sie nun wirklich einen Kontrakt abgeschlossen haben, weiß ich nicht; muß es aber glauben, weil sonst Wallishauser nicht unterlassen haben würde, mir über sein aufs Spiel gesetzte Geld nach Gewohnheit den Kopf voll zu jammern. Ich erwähne alles dies nur, um zu widerlegen, was Beethoven zu Herrn Rellstab sagte: »er habe anders gewollt, als ich«. Er war damals vielmehr so fest entschlossen, die Oper zu komponieren, daß er schon auf die Anordnung von Verhältnissen dachte, die erst nach der Vollendung eintreten konnten.
Im Laufe des Sommers besuchte ich mit Herrn Schindler Beethoven auf seine Einladung in Hetzendorf. Ich weiß nicht, sagte mir Schindler auf dem Wege, oder hatte mir jemand schon früher gesagt, Beethoven sei durch dringende bestellte Arbeiten bisher verhindert worden, an die Komposition der Oper zu gehen. Ich vermied daher, das Gespräch darauf zu bringen. Wir gingen spazieren und unterhielten uns so gut, als es halb sprechend, halb schreibend, besonders im Gehen möglich ist. Noch erinnere ich mich mit Rührung, daß Beethoven, als wir uns zu Tische setzten, ins Nebenzimmer ging und selbst fünf Flaschen herausbrachte. Eine setzte er vor Schindlers Teller, eine vor das seine, und drei stellte er in Reihe vor mich hin, wahrscheinlich um mir in seiner wildnaiven, gutmütigen Art auszudrücken, daß ich Herr sei, zu trinken, wie viel mir beliebte. Als ich, ohne Schindler, der in Hetzendorf blieb, nach der Stadt zurückfuhr, bestand Beethoven darauf, mich zu begleiten. Er setzte sich zu mir in den offenen Wagen, statt aber nur bis an die Grenze seines Umkreises, fuhr er mit mir bis zur Stadt zurück, an deren Thoren er ausstieg und nach einem herzlichen Händedruck den anderthalb Stunden langen Heimweg allein antrat. Indem er aus dem Wagen stieg, sah ich ein Papier auf der Stelle liegen, wo er gesessen hatte. Ich glaubte, er hatte es vergessen, und winkte ihm, zurückzukommen. Er aber schüttelte mit dem Kopfe, und mit lautem Lachen, wie nach einer gelungenen Hinterlist, lief er nur um so schneller in der entgegengesetzten Richtung. Ich entwickelte das Papier, und es enthielt genau den Betrag des Fuhrlohns, den ich mit meinem Kutscher bedungen hatte. So entfremdet hatte ihn seine Lebensweise allen Gewohnheiten und Gebräuchen der Welt, daß ihm gar nicht einfiel, welche Beleidigung unter allen andern Umständen in einem solchen Vorgange gelegen hatte. Ich nahm übrigens die Sache, wie sie gemeint war, und bezahlte lachend meinen Kutscher mit dem geschenkten Gelde.
Später sah ich ihn – ich weiß nicht mehr, wo – nur noch einmal wieder. Er sagte mir damals: Ihre Oper ist fertig. Ob er damit meinte: fertig im Kopfe, oder ob die unzähligen Notatenbücher, in die er einzelne Gedanken und Figuren zu künftiger Verarbeitung, nur ihm allein verständlich, aufzuzeichnen pflegte, vielleicht auch die Elemente jener Oper bruchstückweise enthielten, kann ich nicht sagen. Gewiß ist, daß nach seinem Tode sich nicht eine einzige Note vorfand, die man unzweifelhaft auf jenes gemeinschaftliche Werk hätte beziehen können. Ich blieb übrigens meinem Vorsatze getreu, ihn, auch nicht aufs leiseste, daran zu erinnern, und kam, da mir auch die Unterhaltung auf schriftlichem Wege lästig war, nicht mehr in seine Nähe, bis ich, in schwarzem Anzuge und eine brennende Fackel in der Hand, hinter seinem Sarge herging.
Zwei Tage vorher kam Schindler des Abends zu mir mit der Nachricht, daß Beethoven im Sterben liege und seine Freunde von mir eine Rede verlangten, die der Schauspieler Anschütz an seinem Grabe halten sollte. Ich war um so mehr erschüttert, als ich kaum etwas von der Krankheit wußte, suchte jedoch meine Gedanken zu ordnen, und des andern Morgens fing ich an, die Rede niederzuschreiben. Ich war in die zweite Hälfte gekommen, als Schindler wieder eintrat, um das Bestellte abzuholen, denn Beethoven sei eben gestorben. Da that es einen starken Fall in meinem Innern, die Thränen stürzten mir aus den Augen, und – wie es mir auch bei sonstigen Arbeiten ging, wenn wirkliche Rührung mich übermannte – ich habe die Rede nicht in der Prägnanz vollenden können, in der sie begonnen war. Sie wurde übrigens gehalten, die Leichengäste entfernten sich in andächtiger Rührung, und Beethoven war nicht mehr unter uns!
Ich habe Beethoven eigentlich geliebt. Wenn ich von seinen Aeußerungen nur wenig wieder zu erzählen weiß, so kommt es vorzüglich daher, weil mich an einem Künstler nicht das interessiert, was er spricht, sondern was er macht. Wenn Sprechen einen Maßstab für Künstlerwert abgäbe, so wäre Deutschland gegenwärtig ebenso voll von Künstlern, als es in der That leer ist. Ja, der eigentlichen Schöpfungskraft kommt nur jenes, bereits im Talent gegebene, gleichsam gebundene Denkvermögen zu gute, das sich instinktmaßig äußert und die Quelle von Leben und individueller Wahrheit ist. Je weiter der Kreis, um so schwerer seine Erfüllung. Je größer die Masse, um so schwieriger ihre Belebung. Als Goethe noch wenig wußte, schrieb er den ersten Teil des Faust; als das ganze Reich des Wissenswürdigen ihm geläufig war, den zweiten. Von einzelnem, was Beethoven sagte, fällt mir nachträglich nur noch ein, daß er Schillern sehr hoch hielt, daß er das Los der Dichter gegenüber den Musikern als das beglücktere pries, weil sie ein weiteres Gebiet hätten: endlich daß Webers Euryanthe, die damals neu war und mir mißfiel, ihm gleich wenig zu gefallen schien. Im ganzen dürften es doch Webers Erfolge gewesen sein, die in ihm den Gedanken hervorriefen, selbst wieder eine Oper zu schreiben. Er hatte sich aber so sehr an einen ungebundenen Flug der Phantasie gewöhnt, daß kein Opernbuch der Welt im stande gewesen wäre, seine Ergüsse in gegebenen Schranken festzuhalten. Er suchte und suchte und fand keines, weil es für ihn keines gab. Es hätte ihn doch sonst einer der vielen Stoffe, die ihm Herr Rellstab vorschlug, besonders eh ihn noch Mängel der Ausführung zurückschrecken konnten, wenigstens in der Idee anziehen müssen.
Mein Opernbuch, als dessen Eigentümer ich mich nicht mehr betrachten konnte, kam später durch die Buchhandlung Wallishauser in die Hände Konradin Kreutzers. Wenn keiner der jetzt lebenden Musiker der Mühe wert findet, es zu komponieren, so kann ich mich darüber nur freuen. Die Musik liegt ebenso im argen als die Poesie, und zwar aus dem nämlichen Grunde: dem Mißkennen des Gebietes der verschiedenen Künste. Die Musik strebt, um sich zu erweitern, in die Poesie hinüber, wie die Poesie ihrerseits in die Prosa. Von dem gesunden Sinne der Nation ist übrigens zu erwarten, daß sie sich der Herrschaft der Worte baldmöglichst entziehen und wieder auf Sachen und Thaten zurückkommen werde. ■Aus Franz Grillparzer, Tagebücher, 1848
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Wer bin ich?
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Lebenslange frauenfeindliche Diskriminierung
Anfangs des letzten Jahrhunderts erschien ein Buch von mir, von dem die zeitgenössische Presse schrieb, es schaue «von hoher Warte» mit prüfendem Blick und «strenger Selbstkritik» auf den Weg zurück, der mich «zu künstlerischer Höhe», zu «ehrenden Triumphen» geführt habe. Und in der Tat darf ich für mich in Anspruch nehmen, dass mein kompositorisches Werk sogar ungleich produktiver und vielseitiger noch als jenes meiner Zeitgenossin Clara Schumann – deren Klavierschülerin ich übrigens eine Zeitlang war – ist; im Gegensatz zu dieser habe ich mich sehr schnell von der reinen Klavierkomposition, auch von den ausschließlich kammermusikalischen Gattungen gelöst.
Allerdings musste ich mich als komponierende Frau auch jahrzehntelang mit übelmeinenden, ja betrügerischen Agenten, Dirigenten, Verlegern und Intendanten herumärgern, wobei ich nicht selten auf geradezu haarsträubende Frauenfeindlichkeit stieß. Oder wie soll man sonst das folgende Lob des damals hochberühmten Chef-Kritikers Eduard Hanslick über meine Arbeiten interpretieren: «Überall symmetrische Verhältnisse, gesunde Harmonie und Modulation, korrekt und selbständig einherschreitende Bässe, wie man sie bei einer Dame kaum vermuten würde…»
Dass ich in meiner Jugend als hochbegabte Komponistin und Pianistin begann, doch im Alter an pathologischem Geiz erkrankte und mit meinen seltsamen religiösen Ideen als mürrisch-eigenbrötlerische Jungfer endete, hat meine feindliche, diskriminierende Lebenssituation, aber auch meine elitäre und unselbstständige Erziehung wesentlich mitverschuldet. Der folgende Klavier-Auszug zeigt eine Terzett-Passage aus meinem Oratorium. – Also: Wer bin ich? ■
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Das neue Glarean-Sudoku
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Der Sudoku-Spaß im Januar 2011 (2)
Sudoku als PDF-Datei zum Ausdrucken
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Lösung: —>(weiterlesen…)
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Das klassische Glarean-Tangram (19)
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Legen Sie mit den Tangram-Elementen die folgende Figur
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Das Tangram-Puzzle
Das Tangram (auch Siebenschlau oder Weisheitsbrett genannt) ist ein altehrwürdiges chinesisches Geometrie-Spiel: Aus nur sieben Steinen eines Quadrates, nämlich fünf Dreiecken, einem Quadrat und einem Parallelogramm lassen sich die vielfältigsten Figuren (Pflanzen, Tiere, Menschen u.v.a.) legen, wobei immer alle sieben Steine verwendet werden müssen. Sie sollen sich berühren, dürfen sich aber nicht überlappen.
Schon in der uralten Kultur Chinas bedeutete das Quadrat die reinste Form einer Fläche, in sich vollkommen, und beim Tangram wird dieses in sich ruhende Quadrat nun aufgelöst in eine endlose Bewegung, wird es durch unablässige Veränderung zum Ausgangspunkt ungeahnter Gebilde, durch das Zusammenspiel seiner festen Elemente zum Quell des Neuen.
Die ersten Tangram-Bücher wurden zur Zeit des Ch’ing-Kaisers Chia Ch’ing (1796-1820) gedruckt, die früheste uns überlieferte Tangram-Publikation dort stammt aus dem Jahre 1813, doch das Grundprinzip des Spiels dürfte im asiatischen Raum schon lange vor Christi Geburt weit verbreitet gewesen sein. Eine frühe erste Veröffentlichung in Europa datiert aus dem Jahre 1805.
Inzwischen hat das Tangram einen wahren Siegeszug durch alle Kontinente angetreten, ist Gegenstand zahlreicher Bücher und Sammlungen geworden – und lädt unvermindert anregend und spannend ein zum Nachdenken, zum Knobeln, zum Sinnieren, ja vielleicht gar zum Philosophieren über die ewige Veränderung des ewig Gleichen…
Im «Glarean Magazin» finden sich regelmäßig interessante und berühmte Tangram-Aufgaben. Dabei wird das Lege-Puzzle erleichtert, wenn man sich aus Karton die sieben Grundelemente zurechtschneidet.
Sollten unter unseren Leserinnen und Lesern vielleicht sogar Tangram-«Erfinder» sein, so sind sie freundlich eingeladen, uns ihre neuen Figuren als Grafik-Datei zu senden! (we)
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Ein Beispiel
Legen Sie mit den Tangram-Elementen die folgende Figur
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Internationaler Martirano-Kompositionspreis 2011
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Werke für moderne Kammermusik gesucht
Einen internationalen Kompositions-Wettbewerb für 1 bis 15 Ausführende zu Ehren ihres langjährigen Kompositions-Professors Salvatore Martirano schreibt «The University of Illinois School of Music» aus. Die einzureichenden Partituren können musikstilistisch frei strukturiert sein, auch integrierte Elektronik ist möglich. Die Dauer des Werkes sollte 20 Minuten nicht übersteigen. Einsende-Schluss ist am 14. März 2011, die weiteren Details (engl.) finden sich hier. ■
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Jens Bisky (Hg.): «Heinrich von Kleist – Bisse, Küsse»
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«…und wer recht von Herzen liebt»
Insel-Almanach 2011 auf Heinrich von Kleist
Günter Nawe
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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Und ein literarisches «Großereignis» ist mit dem 21. November 2011 gegeben. An diesem Tage, vor 200 Jahren, hat sich Heinrich von Kleist (1777 – 1811), einer der größten deutschen Dichter und Autor des berühmten «Michael Kohlhaas», am Berliner Wannsee zusammen mit seiner Geliebten Henriette Vogel das Leben genommen.
Mit «Küsse, Bisse», dem Insel Almanach auf das 2011, wird das Kleist-Jahr gewissermaßen eingeläutet. Es werden zwar sicher noch eine Reihe von Publikationen folgen – hier aber hat die interessierte Leserschaft schon einmal ein sehr schönes, sehr informatives Kompendium aus Gedichten, Auszügen aus dem dramatischen Werk, Erzählungen und Briefen zur Hand.
Im Vorwort wird eine schöne Charakteristik dieses «Fachmanns für Emotionen», wie Kleist genannt worden ist, von Clemens Brentano zitiert, der den Dichterkollegen 1810 in Berlin erlebt hat. Er «fand ihn sanft und ernst, ‚frisch und gesund’, untersetzt, ‚mit einem erlebten rund Kopf, gemischt launigt, kindergut, arm und fest». «Ein guter, grober, bornierter, dummer, eigensinniger , mit langsamen Konsequenztalent herrlich ausgerüsteter Mensch.’»
So viel zu den Äußerlichkeiten dieses ungewöhnlichen Menschen. Ebenso wichtig und nach wie vor spannend zu lesen die hier gesammelten Auszüge aus dem Werk Kleists. So aus dem Trauerspeil «Penthelisea», dem auch der Titel des Almanachs entnommen ist: «… Küsse, Bisse, / das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, / Kann schon das Eine für das Andre greifen.»
Zum Thema «Liebe» im Werk von Heinrich von Kleist, der sich mit ihr persönlich sehr schwer getan hat, werden Texte aus den Erzählungen (u. a. aus «Das Erdbeben von Chili») zitiert und vor allem Briefe an seine Verlobte Wilhelmine von Zenge, aus der nie seine Frau werden sollte. Wie sollte auch eine Ehe aussehen, die unter folgender Voraussetzung geschlossen worden wäre: «Der Mann ist nicht bloß der Mann seine Frau, er ist auch ein Bürger des Staates, die Frau hingegen ist nichts, als die Frau ihres Manns… das Glück des Weibes ist zwar ein unerläßlicher aber nicht der einzige Gegenstand des Mannes… das Glück des Mannes hingegen ist der einzige Gegenstand der Frau….».
Freundschaften pflegte Kleist hingegen besonders mit seiner Halbschwester Ulrike von Kleist und mit Ernst von Pfuel, eine mehr als symbiotische Beziehung, wie aus den im Almanach abgedruckten Briefen herauszulesen ist.

Mit diesem sehr schönen und sehr informativen Almanach, einem Kompendium aus Gedichten, Auszügen aus dem dramatischen Werk, aus Erzählungen und Briefen ist ein kompetenter Einstieg in jede weitere Beschäftigung mit einem der größten deutschen Dichter gelungen. Lesenswert!
Kleist also der unglückliche Dichter, der sich als Virtuose der großen Gefühle gefällt? Zeugnisse allenthalben jedenfalls – auch zum Thema «Hass», der u. a. in «Die Hermannschlacht» sein literarisches Zeugnis findet.
Heinrich von Kleist – er war als Dichter groß, als Mensch unglücklich. Und so ist am Ende des Almanachs auch der Tod am Wannsee dokumentiert – das außergewöhnliche Ende einer außergewöhnlichen Persönlichkeit. ■
Jens Bisky (Hg.): Heinrich von Kleist – Bisse, Küsse, Insel Almanach auf das Jahr 2011, 230 Seiten, Insel / Suhrkamp Verlag Berlin, ISBN 978-3-458-17486-8
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Das Zitat der Woche
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Über die Liebe
Henri Beyle Stendhal
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Ich suche mir klar zu werden über jene Leidenschaft, die stets, wenn sie sich aufrichtig äußert, das Kennzeichen der Schönheit trägt. Es gibt vier Arten der Liebe.
Erstens: die Liebe aus Leidenschaft; es ist die der Portugiesischen Nonne, die der Heloise zu Abälard.
Zweitens: Die Liebe aus Galanterie, die in Paris um 1760 herrschte, wie wir sie in den Memoiren und Romanen dieser Zeit finden, bei Crebillon, Lauzun, Duclos, Marmontel, Chamfort, Frau von Epinay und anderen.
Sie ist wie ein Gemälde, auf dem alles bis in die Schatten hinein rosenfarbig sein soll, in das unter keinem Vorwande etwas Häßliches geraten darf, um nicht gegen die Sitte, den guten Ton und das Zartgefühl zu verstoßen. Ein Mann von guter Herkunft weiß im voraus genau, wie er sich in den verschiedenen Phasen dieser Liebe zu Verhalten hat und was ihm in jeder einzelnen bevorsteht. Da es hierbei keine Leidenschaft und nichts Unerwartetes gibt, hat sie oft mehr Zartgefühl als die wahre Liebe; das Hirn behält immer die Herrschaft. Sie ist wie eine hübsche, aber kalte Miniatur gegenüber einem Bilde der Carracci; und während uns die Liebe aus Leidenschaft alle äußeren Vorteile vergessen läßt, weiß die Liebe aus Galanterie sich ihnen stets anzupassen. Nimmt man dieser armseligen Liebe den äußeren Schein, so bleibt wahrlich recht wenig übrig; der Illusion beraubt, gleicht sie einem Kranken, der sich nur mühsam weiterschleppt.
Drittens: die Liebe aus Sinnlichkeit.
Auf der Jagd einem hübschen drallen Bauernmädchen nachlaufen, das in den Wald flüchtet. Jedermann kennt solche Liebesfreuden. Ein Charakter mag noch so hart und unglücklich sein, auf diese Weise fängt man mit sechzehn Jahren an.
Viertens: die Liebe aus Eitelkeit.
Bei weitem die meisten Männer, besonders in Frankreich, begehren und besitzen schicke Frauen, wie man sich ein schönes Pferd hält, aber wie jeden beliebigen andern zum Luxus eines jungen Mannes gehörigen Gegenstand. Die mehr oder weniger geschmeichelte oder gereizte Eitelkeit ist die Ursache solcher Neigung. Manchmal mischt sich auch sinnliche Liebe hinein, aber nicht immer, oft fehlt sogar der körperliche Genuß. »Eine Herzogin ist in den Augen eines Bürgerlichen nie älter als dreißig Jahre,« sagte die Herzogin von Chaulnes. Und die Hofgesellschaft des trefflichen Königs Ludwig von Holland erinnert sich noch mit Vergnügen einer hübschen Dame im Haag, die nicht umhin konnte, jeden Herzog oder Prinzen liebenswert zu erachten. Sowie aber ein Prinz am Hofe erschien, fiel streng nach monarchischem Grundsatz der Herzog in Ungnade. Sie war gleichsam der Orden des diplomatischen Korps.
Im glücklichsten Falle gewinnt bei solchen oberflächlichen Beziehungen das sinnliche Vergnügen durch die Gewohnheit an Wert. Die Erinnerung umgibt es mit einem schwachen Abglanz von wahrer Liebe.
Einsam, grollen wir aus Eitelkeit und sind voller Trauer. Romanhafte Gedanken benehmen uns den Kopf, und wir kommen uns verliebt und melancholisch vor; denn die Eitelkeit redet sich gern eine große Leidenschaft ein. In der Tat werden die Freuden der Liebe, gleichgültig welcher Art von Liebe sie entsprungen sind, durch das Hinzukommen einer seelischen Erregung lebhafter und bleiben länger in der Erinnerung. Dabei übertrifft, im Gegensatz zu den meisten anderen Leidenschaften, die Erinnerung an das Verlorene scheinbar alles, was wir von der Zukunft zu erwarten haben.
In der Liebe aus Eitelkeit erzeugt mitunter der längere Umgang oder die Hoffnungslosigkeit, die ideale Liebe zu finden, eine gewisse, in ihrer Art freilich verächtliche Freundschaft. Sie prahlt mit Beständigkeit,
Die Sinnlichkeit ist etwas Natürliches; jeder kennt sie, aber in den Augen zärtlicher und leidenschaftlicher Naturen hat sie nur einen untergeordneten Rang. Wenn solche Menschen in der Gesellschaft oft lächerlich erscheinen, wenn die Lebewelt sie durch ihre Intrigen unglücklich macht, so erfahren sie als Ersatz dafür Freuden, die denen nie zuteil werden, deren Herzen nur für die eitle Ehre oder für das Geld schlagen.
Viele tugendhafte und feinfühlige Frauen kennen die Sinnlichkeit so gut wie gar nicht. Sie setzen sich ihr selten aus, wenn ich so sagen darf, und selbst wenn sie es tun, erstickt die körperliche Lust geradezu in der Glut der Leidenschaft.
Es gibt Menschen, die Opfer und Werkzeuge eines teuflischen Hochmutes sind, eines Hochmutes, wie ihn Alfieri besaß. Solche Menschen, die vielleicht grausam sind, weil sie wie Nero fortwährend in Angst schweben und alle Menschen nur nach sich selbst beurteilen, finden an der Sinnlichkeit nur so lange Vergnügen, als ihr Hochmut dabei voll befriedigt wird, das heißt, solange sie beim Genusse Grausamkeiten verüben können. So sind die Scheußlichkeiten in Sades »Justine« zu erklären. Nirgends finden jene Menschen das Gefühl der Sicherheit.
Schließlich könnte man, anstatt vier verschiedene Arten von Liebe zu unterscheiden, sehr gut eine Menge weiterer Abarten aufstellen. Unter uns Menschen gibt es gewiß ebensoviel Möglichkeiten, etwas zu fühlen, wie etwas zu sehen. Aber Unterschiede in der Benennung ändern nichts an den folgenden Betrachtungen.
Alle Liebe auf Erden findet ihre Entstehung, ihre Dauer und ihr Ende oder die Unsterblichkeit unter denselben Gesetzen. ■Aus Stendhal, Über die Liebe, Paris 1822
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Der brillante Schachzug (86)
Internationales Programm für Übersetzerfortbildung gestartet
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Die mehrtägigen Übersetzerwerkstätten «ViceVersa»
Ein Programm zur internationalen Fortbildung von Literaturübersetzern haben der Deutsche Übersetzerfonds und die Robert-Bosch-Stiftung ins Leben gerufen. «ViceVersa» wird zweisprachige Übersetzerwerkstätten mit Teilnehmern eines bestimmten Sprachenpaares (einer paritätisch besetzten Gruppe von 10-12 Übersetzern aus dem Deutschen ins Russische und umgekehrt zum Beispiel) ermöglichen. Die mehrtägigen Workshops schaffen einen idealen Diskussionsraum für die Feinheiten literarischer Übersetzungen. Die Teilnehmer erhalten ein qualifiziertes Echo auf die eigene Arbeit und knüpfen Arbeitsbeziehungen zu Kollegen aus den Ländern der Sprache, aus der sie übersetzen. Für das laufende Jahr sind sieben ViceVersa-Projekte in Planung, darunter eine Deutsch-Hebräische Werkstatt im Literarischen Colloquium Berlin und eine Deutsch-Russische Werkstatt in Puschkinskie Gory/Russland. Bewerbungs-Schluss ist am 15. Februar 2011, die aktuelle Ausschreibung Französisch-Werkstatt unter Beteiligung der Pro-Helvetia findet sich hier. ■
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Das Glarean-Schach-Kreuzworträtsel
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Der Schach-Rätselspaß im Januar 2011
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Das Rätsel als PDF-File zum Ausdrucken
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Lösung:—>(weiterlesen…)
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Greg Alper Band: «Fat Doggie»
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Die Fusion-Wundertüte
Stephan Urban
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Es war 1978, die große Zeit der Discomusik und des «Studio 54». Wollte man als Jazzmusiker auch einmal gutes Geld verdienen, kam man damals an diesem Stil kaum vorbei, und wollte man dabei auch noch Würde bewahren, dann musste man den Ansatz so wählen, dass der Jazz-Anteil nicht an belanglose Fahrstuhlbeschallungsmusik erinnerte. Aufmüpfiger und progressiver sollte das schon sein.
So lag es auch nahe, sich bewährter Konzepte zu bedienen, zum Beispiel beim druckvollen Funk eines James Brown oder auch Herbie Hancock, der ja ab den frühen 70ern auf manchen Alben gezeigt hatte, wie man das richtig macht.
Bei der Einstiegsnummer «Hole In Your Pocket» – von Ray Anderson gesungen – orientiert man sich eindeutig am Disco Funk. Manche DJ’s werden sich vermutlich speziell dieses Songs wegen über diese CD-Neuveröffentlichung freuen, war er doch jahrelang eine gesuchte Rarität. Anderson ist zwar alles andere als ein guter Sänger, aber er versucht hier halbwegs erfolgreich, die Shouter-Qualitäten von James Brown nachzuahmen. Da dies ein sehr rhythmusbetonter Song ist, stört dann auch die eine oder andere falsche Intonation nicht sehr.
Auch die Titelnummer schlägt in die gleiche Kerbe, wobei aber die üppigen Bläsersätze hier durchaus angenehm an die frühen «Chicago» erinnern, und auch der Jazz-Anteil hier bereits ungleich größer ist.
«Give It Up» klingt wie eine mit dem «Godfather Of Funk» eingespielte Jamsession, ist hektisch, aber dennoch groovig, und das Blech erinnert an die entsprechende Sektion bei der Formation «Tower Of Power». Somit bleibt an der insgesamt gebotenen Dynamik rein gar nichts auszusetzen.
Der erste bisher unveröffentlichte Track «Three’s A Crowd» bietet eine Jazz-Funk-Mischung erster Güte. Das Trombone-Solo von Ray Anderson klingt, als würde er durch die Posaune schreien, so wie es damals auch Namensvetter Ian Anderson durch seine Querflöte gerne tat, und dürfte eine wohl nicht unerhebliche Inspiration für einen anderen bekannten New Yorker Posaunisten und seinen Stil gewesen sein, nämlich Joseph Bowie von der «Funk-Jazz-Band Defunkt». Überhaupt gibt es hier herrlich schmutzigen Funk zu hören, dargeboten mit übersprudelnder Spielfreude. Verwunderlich, dass es dieser Titel nicht schon auf das seinerzeitige Album geschafft hat.
«Huevos Nuevos» hat nicht nur einen lateinamerikanischen Titel, es kommt auch stilistisch aus der Latin-Fusion-Ecke. Im musikalischen Schmelztiegel des New York der späten 70er Jahre waren ja Latin-Sounds fast eine Pflichtübung, und das Stück weiß sowohl rhythmisch als auch musikalisch zu überzeugen.
«The Cantatta Baratta» und «Suite For Renee» emulieren nahezu perfekt den Fusion Sound von Billy Cobham und der Brecker Brothers, die – auch New Yorker – an diesen Aufnahmen nicht beteiligt waren. «Suite For Renee» endet mit einem wahren Percussion-Feuerwerk, das die perfekte Überleitung auf das moderate, ebenfalls südamerikanisch angehauchte «Many Moods» bietet. Dieser zweite Bonus Track ist von der Harmonik her der vielleicht jazzigste Song dieses Albums. Die lyrischen Solis von Greg Alper und Gitarrist Chuck Loeb betonen hier perfekt die leicht melancholische Stimmung.
Im gleichen musikalischen Farbton geht es mit «Five Verses For» dann weiter, und man stellt fest, dass diese Platte gegen Ende hin immer jazziger wird, hier sind sogar einige kurze Free-Jazz-Elemente zu orten. Auch hört man gegen Ende immer stärker den – von Herb Alper selbst zugegebenen – Einfluss Frank Zappas auf seine Kompositionen heraus. Und ob nun auch noch John Klemmer für die Abschlussnummer «Don’t Ever Let Me Catch You» Pate gestanden haben mag, sei der Beurteilung des geneigten Hörers überlassen.

Ein erstaunlich vielseitiges Remaster-Funk-Album, dessen Jazzorientierung mit jedem Song ständig zunimmt. Die erste Liga der New Yorker Session Musiker der 70er Jahre bemüht sich hier auf Greg Alpers Solodebüt redlich, den von ihm wohl angestrebten Spagat zwischen anspruchsvoll und kommerziell zu vollziehen. Die Stärke dieser Produktion ist aber gleichzeitig ihre Schwäche: Der spürbare Wille, das größtmögliche Spektrum des Fusion-Jazz abzudecken, geht ein wenig zu Lasten der Homogenität. Gregory Alper hat hier aber auf jeden Fall viel Mut bewiesen und eine hochwertige Fusion-Scheibe abgeliefert.
Obwohl sich die Musik eindeutig am Jazz-Funk der späten 70er-Jahre orientiert, ist sie in Würde gealtert und klingt erstaunlich modern und aktuell. So war es sicher eine gute Entscheidung, die seinerzeitige – mittlerweile völlig vergriffene – Vinyl-LP auf CD wieder zu veröffentlichen. Leider wurde das durchaus originelle Originalcover vollkommen verändert, es findet sich aber zumindest als Abbildung im Booklet wieder.
Zum Klang der mehr als dreißig Jahre alten Aufnahme sei gesagt, dass der durchaus voller und körperlicher sein könnte, vor allem der akustische Bass von Ernie Provencher, der manchmal ein wenig hohl klingt. Das Remaster ist aber durchaus geglückt, die Aufnahme ist dynamisch weitgehend unkomprimiert, die einzelnen Instrumente sind präzise zu orten, das Gesamtgefüge wirkt gut balanciert.
Kurzum: Ein erstaunlich vielseitiges Remaster-Funk-Album, dessen Jazzorientierung mit jedem Song ständig zunimmt. Die erste Liga der New Yorker Session Musiker der 70er Jahre bemüht sich hier auf Greg Alpers Solodebüt redlich, den von ihm wohl angestrebten Spagat zwischen anspruchsvoll und kommerziell zu vollziehen.
Die Stärke dieser Produktion ist aber gleichzeitig ihre Schwäche: Der spürbare Wille, das größtmögliche Spektrum des Fusion-Jazz abzudecken, geht ein wenig zu Lasten der Homogenität. Gregory Alper hat hier aber auf jeden Fall viel Mut bewiesen und eine hochwertige Fusion-Scheibe abgeliefert. ■
Greg Alper Band, Fat Doggie, CD-Remaster, Audio-CD, Label First Hand (Harmonia Mundi)
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Titel
1. Hole in Your Pocket
2. Fat Doggie
3. Give It Up
4. Threes a Crowd
5. Huevos Nuevos
6. Tha Cantatta Baratta
7. Suite for Renee
8. Many Moods
9. Five Verses For
10.Don’t Ever Let Me Catch You
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Kultur-Preisausschreiben der «Stiftung Kreatives Alter»
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Auszeichnung für kreative Menschen über 65
Die Stiftung «Kreatives Alter» des Zürcher Bankiers Vontobel will kreative Leistungen von Menschen über 65 auszeichnen und lanciert darum im Abstand von zwei Jahren ein Preisausschreiben. In der Regel werden dabei zehn Preise à 10’000 Schweizer Franken sowie 20 Anerkennungsurkunden vergeben. Eingereicht werden können literarische Arbeiten diverser Genres, musikalische Kompositionen, wissenschaftliche Abhandlungen aus vielen Forschungsdisziplinen sowie theatralische Werke aus Bühne, Film, Fernsehen u.a. (Die bildende Kunst ist aus Kapazitätsgründen hingegen ausgeschlossen, und gedruckte Werke dürfen nicht vor mehr als drei Jahren erschienen sein.). Einsende-Schluss ist am 30. April 2011, die weiteren Details finden sich hier. ■
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Das Zitat der Woche
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Vom Zauber der Poesie
Hugo von Hofmannsthal
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Ich möchte, daß wir für einen Augenblick daran denken, wie verschieden das Lesen unserer Zeit von dem ist, wie frühere Zeiten gelesen haben. Um so ruheloser, zielloser, unvernünftiger das Lesen unserer Zeit ist, um so merkwürdiger scheint es mir. Wir sind unendlich weit entfernt von dem ruhigen Liebhaber der schönen Literatur, von dem Amateur einer populären Wissenschaft, von dem Romanleser, dem Memoirenleser einer früheren, ruhigeren Zeit. Gerade durch sein Fieberhaftes, durch seine Wahllosigkeit, durch das rastlose Wieder-aus-der-Hand-Legen der Bücher, durch das Wühlende, Suchende scheint mir das Lesen in unserer Epoche eine Lebenshandlung, eine des Beachtens werte Haltung, eine Geste.
Ich sehe beinahe als die Geste unserer Zeit den Menschen mit dem Buch in der Hand, wie der kniende Mensch mit gefalteten Händen die Geste einer anderen Zeit war. Natürlich denke ich nicht an die, die aus bestimmten Büchern etwas Bestimmtes lernen wollen. Ich rede von denen, die je nach der verschiedenen Stufe ihrer Kenntnisse ganz verschiedene Bücher lesen, ohne bestimmten Plan, unaufhörlich wechselnd, selten in einem Buch lang ausruhend, getrieben von einer unausgesetzten, nie recht gestillten Sehnsucht. Aber die Sehnsucht dieser, möchte es scheinen, geht durchaus nicht auf den Dichter. Es ist der Mann der Wissenschaft, der diese Sehnsucht zu stillen vermag, oder für neunzig auf hundert unter ihnen der Journalist. Sie lesen noch lieber Zeitungen als Bücher, und obwohl sie nicht bestimmt wissen, was sie suchen, so ist es doch sicherlich keineswegs Poesie, sondern es sind seichte, für den Moment beruhigende Aufschlüsse, es sind die Zusammenstellungen realer Fakten, es sind faßliche und zum Schein neue »Wahrheiten«, es ist die rohe Materie des Daseins. Ich sage dies so, wie wir es geläufig sagen und leichthin glauben; aber ich glaube, nein ich weiß, daß dies nur der Schein ist.Denn sie suchen mehr, sie suchen etwas anderes, diese Hunderttausende, in den Tausenden von Büchern, die sich von Hand zu Hand weitergeben, bis sie beschmutzt und zerlesen auseinanderfallen; sie suchen etwas anderes als die einzelnen Dinge, die in der Luft hängenden kurzatmigen Theorien, die ihnen ein Buch nach dem anderen darbietet: sie suchen, aber es ist ihnen keine Dialektik gegeben, subtil genug, um sich zu fragen und zu sagen, was sie suchen; keine Übersicht, keine Kraft der Zusammenfassung: das einzige, wodurch sie ausdrücken können, was in ihnen vorgeht, ist die stumme beredte Gebärde, mit der sie das aufgeschlagene Buch aus der Hand legen und ein neues aufschlagen. Und dies muß so weitergehen: denn sie suchen ja von Buch zu Buch, was der Inhalt keines ihrer tausend Bücher ihnen geben kann: sie suchen etwas, was zwischen den Inhalten aller einzelnen Bücher schwebt, was diese Inhalte in eins zu verknüpfen vermöchte. Sie schlingen die realste, die entseelteste aller Literaturen hinunter und suchen etwas höchst Seelenhaftes. Sie suchen immerfort etwas, was ihr Leben mit den Adern des großen Lebens verbände in einer zauberhaften Transfusion lebendigen Blutes. Sie suchen in den Büchern, was sie einst vor den rauchenden Altären suchten, einst in dämmernden von Sehnsucht nach oben gerissenen Kirchen. Sie suchen, was sie stärker als alles mit der Welt verknüpfe und zugleich den Druck der Welt mit eins von ihnen nehme. Sie suchen ein Ich, an dessen Brust gelehnt ihr Ich sich beruhige. Sie suchen, mit einem Wort, die ganze Bezauberung der Poesie. Aber es ist nicht ihre Sache, sich dessen Rechenschaft zu geben, noch auch ist es ihre Sache, zu wissen, daß es der Dichter ist, den sie hinter dem Tagesschriftsteller, hinter dem Journalisten suchen. Denn wo sie suchen, dort finden sie auch, und der Romanschreiber, der sie bezaubert, der Journalist, der ihnen das eigene Leben schmackhaft macht und die grellen Lichter des großen Lebens über den Weg wirft, den sie täglich früh und abends gehen – ich habe wirklich nicht den Mut und nicht den Wunsch, ihn von dem Dichter zu sondern. Ich weiß keinen Zeilenschreiber, den elendesten seines Metiers, auf dessen Produkte nicht, so unwürdig er dieses Lichtes sein mag, für ein völlig unverwöhntes Auge, für eine in der Trockenheit des harten Lebens erstickende Phantasie etwas vom Glanz der Dichterschaft fiele, einfach dadurch, daß er sich, und wäre es in der stümperhaftesten Weise, des wundervollsten Instrumentes bedient: einer lebendigen Sprache. Freilich, er erniedrigt sie wieder, er nimmt ihr soviel von ihrer Hoheit, ihrem Glanz, ihrem Leben, als er kann; aber er kann sie niemals so sehr erniedrigen, daß nicht die zerbrochenen Rhythmen, die Wortverbindungen, die seiner Feder, ihm zu Trotz, zur Verfügung stehen, die Bilder, die in seinem Geschreibe freilich das Prangerstehen lernen, noch da und dort in eine ganz junge, eine ganz rohe Seele wie Zauberstrahlen fallen könnten. ■
Aus Hugo von Hofmannsthal, Der Dichter und diese Zeit, Vortrag 1907
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Kompositions-Wettbewerb des «New Trombone Collective»
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«Fantastische» Musik für Posaunen-Ensemble
Das bekannte niederländische Posaunen-Ensemble «New Trombone Collective» NTC schreibt für 2011 einen internationalen Kompositonswettbewerb aus. Eingesandt werden können «fantastische» Werke mit einer Dauer von zwei bis sieben Minuten für eine Besetzung von zwei bis sieben Posaunen. Stilistische oder thematische Vorgaben gibt es keine. Zwei Sieger-Werke wird vom Ensemble uraufgeführt und auf CD eingespielt, der Preis ist mit 2’000 Euro dotiert. Einsende-Schluss ist am 1. März 2011, die weiteren Einzelheiten finden sich hier (engl). ■
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Das neue Glarean-Streichholzrätsel
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Legen Sie fünf Streichhölzer so um, dass drei Quadrate entstehen
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Lösung: —>(weiterlesen…)
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111 Chess Tacticals (5)
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Weiß am Zuge gewinnt
Unsere Serie «111 Chess Tacticals» wendet sich an die Rätselfreunde unter den Schachspielern. Die faszinierende Welt der Schach-Taktik, wie sie sich in diesen 111 Miniaturen spiegelt, beinhaltet herrliche, meist frappante Kombinationen aus der Praxis des jüngsten Amateur- und Profischachs. Der Schwierigkeitsgrad variiert von Aufgabe zu Aufgabe, doch im allgemeinen können die Puzzles innerhalb von fünf Minuten von Vereinsamateuren gelöst werden.
Die Lösung erhalten Sie jeweils nach einem Mausklick auf das Diagramm, und die Varianten können dann online nachgespielt werden. Ausserdem lassen sich alle Varianten als PGN-Datei downloaden. -
Viel Vergnügen beim Knobeln unserer «111 Chess Tacticals»! ■
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Kompositions-Wettbewerb für Blockflöten-Musik
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Anspruchsvolle Werke für den Anfangsunterricht
Anspruchsvolle Werke für Anfänger im Blockflöten-Unterricht will die «European Recorder Teachers’ Association» ERTA fördern. Anlässlich ihres diesjährigen Kongresses unterm Motto «New Age» schreibt sie darum einen internationalen Wettbewerb für neue Blockflöten-Kompositionen aus. Einsende-Schluss ist am 30. April 2011, die weiteren Einzelheiten sind hier nachzulesen. ■
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