Glarean Magazin

Schweizer Literaturzeitschrift SCRIPTUM digitalisiert

Veröffentlicht in Literatur, Literatur-Zeitschriften, Scriptum, Walter Eigenmann von Walter Eigenmann am 31. Juli 2009

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SCRIPTUM – Neue Blätter für Literatur (1990-98)

Walter Eigenmann

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SCRIPTUM Nr.1 / 1990

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SCRIPTUM Nr.31 / 1998

Vom Sommer 1990 bis im Frühjahr 1998 wurde vom Autor die Literaturzeitschrift SCRIPTUM herausgegeben. In insgesamt 31 vierteljährlich erschienenen A4-Heften wurden dabei auf weit über 1’000 Seiten Essays, Prosatexte, Gedichte, Theaterstücke, Reportagen, Interviews und Rezensionen von über 400 bekannten und weniger bekannten SchriftstellerInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Europa abgedruckt.  Schon bald nach dem Start eroberten sich diese «Neuen Blätter für Literatur» (später: «Das Schweizer Literaturmagazin»), welche von Beginn weg auf sprachliche Qualität, thematische wie stilistische Breite sowie inhaltliche Originalität setzten, einen festen Platz in der internationalen literarischen Landschaft. Kaum ein Literaturbereich, eine literarische Strömung, ein vielversprechender Name im zeitgenössischen Literaturleben, der/die/der nicht auch seinen Niederschlag in den Neuen Blättern für Literatur gefunden hätte:  Vom Haiku bis zur Konkreten Poesie, vom Shakespeare-Essay bis zur pornographischen Satire, vom Polit-Report bis zum Prominenten-Interview, vom Länder-Portrait bis zum dörflichen Literaturwettbewerb war während des 8-jährigen Erscheinens des Heftes alles zu lesen.
In seinen Spitzenzeiten hatte SCRIPTUM eine für sein Genre schier unglaubliche Auflage von 3’000 Exemplaren und war in den großen Buchhandlungen ebenso präsent wie in den wichtigen Bibliotheken. Im Soge dieses Erfolges konnte sich übrigens das Magazin eine weitere, in der internationalen Szene besonderes Aufsehen erregende Rarität leisten: ab der zehnten Nummer schüttete SCRIPTUM konsequent Autorenhonorare (wenngleich auch naturgemäß bescheidene) aus,  sämtliche Abo- und Werbe-Einnahmen wurden umgehend an die SchriftstellerInnen weitergereicht.
Im Laufe der Jahre durfte der Herausgeber selbstverständlich auch zahlreiche kompetente Persönlichkeiten zu seinen ständigen redaktionellen Mitarbeitern zählen. Sie alle hier namentlich zu nennen führte zu weit; Auskunft geben die Impressum-Angaben der jeweiligen Heftausgaben. Fest steht, dass sie je die Inhalte und Präsenz von SCRIPTUM teils maßgeblich beeinflussten; Ihre langjährige Arbeit sei hier in corpore nochmals öffentlich verdankt. Nicht ohne Dank bleibe schließlich auch die zweimalige finanzielle Unterstützung durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in der Anfangsphase der Zeitschrift; dies staatliche Engagement hat nicht nur mit Geld geholfen, sondern als Anerkennung die Blattmacher auch motiviert.

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SCRIPTUM Nr.2 / Seite 16

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SCRIPTUM Nr.30 / Seite 19

Im Sommer 1998 kam dann das Aus für SCRIPTUM; die Nummer 32 war zwar weitgehend konzipiert, konnte aber nicht mehr realisiert werden: Einschneidende personelle Änderungen innerhalb der Redaktion, eine ungenügend gestützte «Kapitaldecke», auch die absehbare allgemeine «Machtübernahme» so vieler Printmedien durch das Internet, vor allem aber die inzwischen massiv gestiegenen Druck- und Versandkosten zwangen nach knapp acht Jahrgängen schließlich zur Beerdigung des idealistisch-utopischen Literaturprojektes SCRIPTUM.
Dem Herausgeber wurde das Ende der Zeitschrift «erleichtert» durch die Gewissheit, unzählige interessante (auch experimentelle) literarische Strömungen begleitet, zahlreichen jungen und/oder unbekannten Schreibenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem ersten beachteten «Auftritt» verholfen, so manchem mittlerweile international bekannten Schriftsteller eine reputierte Publikationsplattform geboten, grenzüberschreitende Autoren-Netzwerke initiiert sowie persönlich im Laufe der Jahre viele menschlich bereichernde Kontakte in alle Welt geknüpft zu haben. Walter Eigenmann -

Eine kleine Auswahl repräsentativer Presse-Stimmen aus jener Zeit

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Luzerner Woche_1996

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Badener Tagblatt_1996 Impressum_1993 Fuldaer Zeitung_1997 Panorama_1994

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Sämtliche SCRIPTUM-Jahrgänge sind komplett ausverkauft. Doch seit kurzem liegen alle Hefte in einer bild-digitalisierten und ausdruckbaren Form (pdf-Format) auf DVD vor. Die DVD ist bei der Redaktion zu beziehen gegen Fr. 15.- (Inland) bzw. EUR 15.- (Ausland), jeweils inkl. Verpackung & Versand. (Lieferung nur gegen Vorkasse; Kein Einzelheft-Verkauf; Bitte benützen Sie für Ihre Bestellung ausschließlich den folgenden —> Bestell-Link).

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Inhalte aller 8 Jahrgänge

Heft_01_1990_Seite01Heft 01 / 1990

(«Neue Blätter für Literatur»)

Essays
Bodo Wenzlaff: Zeitgeist (4); Peter Stiegnitz: Die abgeklärten Aufklärer (16); Maria Hauck: Vom Kranksein (30)

Prosa
Jürg Hanselmann: Das Sackmesser (22); Mara Wegmann: Salve (26); Christian Urech: Es war einmal (34)

Lyrik
Marita Capol: 3 Gedichte (10); Fy Lüthi: 3 Gedichte (14); Michael Marx: 2 Gedichte (32); Weitere Lyrik von Günter Harnisch (27,31), Robert Reuling (9,13), Urs Richle (40), Oliver Thiele (17,18,19)

Satiren
Dorit Böhme: Von den Freuden des Schreckens (8); Hans Gysi: Panoptikum in Prosa (12)

Theater
Herbert Jost: Hamlets Rückkehr (35)

Illustrationen
Herbert Jost: Ich tanze im Licht, Tusche

Impressum (9)

Heft_02_1990_Seite01Heft 02 / 1990

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (2)

Essay
Günter Harnisch: Der meditative Mensch (14)

Prosa
Bernd Giehl: Höhenfeuer (20); Horst Seidler: Das Jahrhundert der Katastrophen (26), Pia Maria Brunner: 2 Prosa-Stücke (32)

Lyrik
Fry Lüthi: 3 Gedichte (25); Winfried Kretschmer: 6 Gedichte (31); Weitere Lyrik von Lothar Reese (15,16), Sibylle Luckenbach-Tenner (17,18), Roland Tixier (23)

Theater
Carlos da Costa: Schreiber (4)

Impressum (19)

Heft_03_1991_Seite01Heft 03 / 1991

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (2)

Essay
Peter Stiegnitz: Wahrheit und Wirklichkeit (4)

Prosa
Wendel Schäfer: Die Belastungsprobe (14); Norbert Schmid/Sternmut: Die Auferstehung (16); Oliver Gassner: Freudiana (19); Oliver Thiele: Der Freund (20); Manfred van Well: Nachts (28)

Lyrik
Werner Görischk: Was so wird (10); Susanna Hobi: Gedicht (15); Ruben Mullis: Gedicht (32); Weitere Lyrik von Cora Brandt (17,18), Joana Hofer (29,30), Axel Ressler (21,22), Rudolf Schmeiser (25,26), Christa Schmitt (27), Karl Seemann (5,6,7)

Satiren
Ralf Weisbecker: Positives Denken (8); Herbert Jost: Der Einzige (12);

Theater
Raphaela Schwyter: Saurer Frühlingswein (24)

Impressum (22)

Heft_04_1991_Seite01Heft 04 / 1991

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (2)

Essays
Rolf Stolz: Neue Kultur – Volkskultur? Über die kulturelle Selbstbestimmung in einem anderen Europa (4); Bodo Wenzlaff: Über Vernunft und Gefühl (28)

Prosa
Christian Urech: Der Flug (24); Karsten P. Sturm: Landscapes (27); Rita Binder: Der Schrank (32)

Lyrik
Karl-Heinz Schreiber: 2 Gedichte (22); Hannelore Furch: 3 Gedichte (26); Weitere Lyrik von Matthieß von Bonin (11,12,13), Annegret Gollin (36), Peter Würl (29,30,31)

Satire
Go Verburg: Kirchenkollekte (19)

Theater
Roland Spranger: Warum waschen? (14)

Manuskriptbörse/Marktplatz (23)

Impressum (35)

Heft_05_1991_Seite01Heft 05 / 1991

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Bodo Wenzlaff: Über das Wir und das Ich (4); Tim Krohn: Autobiographie als Selbstverwirklichung? Über die neue Innerlichkeit in der Schweizer Literatur, Teil 1 (28)

Prosa
Natalie Kuhn: Karem (10); Frank L. Ludwig: 3.10.1990 (12); Wendel Schäfer: 2 Prosastücke (14); Reinhard Hölbling: Die Kieselsteine (22); Peter Fahr: Begegnung (24); Peter Sigg: Im Park (27); Herbert Jost: Geschichte aus Amerika (32)

Satire
Kurt Tutschek: Das Höschen der Mona Lisa (18)

Lyrik
Fry Lüthi: 3 Gedichte (7); Frank L. Ludwig: 2 Gedichte (13); Hans Gysi: 3 Gedichte (26); Weitere Lyrik von Annegret Gollin (5), Kurt Konrad (19,20), Sibylle Luckenbach-Tenner (25), Peter Sigg (27), Annette Wildi (33,34,35), Christian Sczesny (23)

Ausschreibungen (8)

Manuskriptbörse (15)

Marktplatz (16)

Namen&Nachrichten (17)

Kurzrezensionen (21)
Walter Eigenmann: Züsli-Niscosi, «Dennoch», Cantina Verlag; Stiegnitz, «Lügen lohnt sich», Haag+Herchen Verlag; Wagemann, «Rauslassen, Rad ab, Ver-Einigung», Gauke Verlag

Graphik (36)

Impressum (6)

Heft_06_1991_Seite01Heft 06 / 1991

(«Neue Blätter für Literatur»)

Essays
Tim Krohn: Autobiographie als Selbstverwirklichung? Über die neue Innerlichkeit in der Schweizer Literatur, Teil 2 (4); Bodo Wenzlaff: Die Vision «Europa», Zukunft als Krisenmanagement (20)

Prosa
Georges Raillard: Besuch im Paradies (8); Ursula Noser: Sonderlings Beerdigung (16)

Satire
Knollo (Pseudonym): Treffen sich zwei Bayern (12)

Lyrik
Hannelore Furch: 3 Gedichte (11); Rainer Wedler: 3 Gedichte (14); Bruno Schlatter: 7 Gedichte (18,19); Germain Droogenbroodt: 3 Gedichte (30); Weitere Lyrik von Kurt In Albon (22,23), Wolfgang Lichtensteiger (10)

Theater
Perikles Monioudis: Herr Ott (26)

Illustrationen
Gilbert Piller: Öl auf Leinwand, 1982 (1); Harald Lux: Apokryphen I, Tuschezeichnung (31); Reinhard Hölbling: Stilleben, Photocollage (32)

Ausschreibungen (24)

Manuskriptbörse&Marktplatz (13)

Neuerscheinungen (15)
Gmellus, «Im Liebesrausch des Feuervogels»; Kunold/Lommel, «Männersuche»; Schmitt, «Vor dem Ende der Lesekultur»; Stiegnitz, «Eliten»

Impressum (17)

Heft_07_1992_Seite01Heft 07 / 1992

(«Neue Blätter für Literatur»)

Essays
Tim Krohn: Autobiographie als Selbstverwirklichung? Über die neue Innerlichkeit in der Schweizer Literatur, Teil 3 (4); Peter Fahr: Weißes Kreuz auf braunem Grund, Zum Rassismus in der Schweiz (22)

Prosa
Thomas Frisch: Skylla (16); Horst Seidler: Maigeburten (20); Michaela Seul: Eine Liebe im Herbst (25)

Satiren
Rainer Wedler: Darum ist es am Rhein so schön (12); Michael Tonfeld: Aktion «Ein Herz für Arbeitslose» (26); Manfred Wieninger: 5 Mikrodramen (30)

Lyrik
Marcel Haag: 3 Gedichte (15); Burghard Damerau: 2 Gedichte (17); Weitere Gedichte von Renald Lilge (21), Hadayatullah Hübsch (13), Günter Born (23,24)

Theater
Patrick Cotti: Kein Stück (28)

Illustrationen
Kolibri (Pseudonym): Tusche-Zeichnungen (32)

Manuskriptbörse&Marktplatz (9)

Ausschreibungen (10)

Neuerscheinungen (11)
Samwald, «Sucht nach Zärtlichkeit»; Andreotti, «Die Struktur der modernen Literatur»; Kemper/Kaptein, «Jahreszeit»

Rezensionen (18)
Siegfried Wyler: Andreotti, «Die Struktur der modernen Literatur», Haupt Verlag; Bernd Giehl: Züsli, «Dennoch», Cantina Verlag

Impressum (21)

Heft_08_1992_Seite01Heft 08 / 1992

(«Neue Blätter für Literatur»)

Essays
Tim Krohn: Autobiographie als Selbstverwirklichung? Über die neue Innerlichkeit in der Schweizer Literatur, Teil 4 (4); Mario Andreotti: Der moderne Mensch zwischen Mythos und Realität, Zu einer notwendigen Provokation der literarischen Moderne (24);

Prosa
Wolfgang Gsell: Begegnung mit einem Dichter (8); Siegfried Holzbauer: 2 Storys (14); Michaela Seul: Coitus infernale (16); Brigitte Fuchs: Gruppenaufnahme (20)

Satire
Wolfgang Reus: Begegnung im Park (22)

Lyrik
Karl-Heinz Barwasser: 4 Gedichte (7); Martin Kirchhoff: 3 Gedichte (13); Reto Baer: 3 Gedichte (15); Weitere Lyrik von Walter Haas (21), Volker Weber (23), Michael Arenz (29)

Grafik
Brigitt Filippini: 4 Variationen über «scriptare» (10,12,32)

Manuskriptbörse&Marktplatz (9)

Ausschreibungen (19)

Neuerscheinungen (11)
Widmer, «Der blaue Siphon»; Sollberger, «Lisi forever»; von Gunten, «Frauengesichter»; Wuneng, «West-östliches Kaleidoskop»; Zimmermann: «Einführung in die abendländische Geistesverwirrung»; Bezzel, Widmer, «Liebes böses Tier»; Krohn, «Surfer / Zeitalter des Esels»; Wondratschek, «Die Gedichte»

Rezensionen (18,19)
Herbert Jost: Stiegnitz, «Eliten», Edition Atelier; Tim Krohn: Widmer, «Der blaue Siphon», Diogenes Verlag

Impressum (21)

Briefe an die Redaktion (30)

Heft_09_1992_Seite01Heft 09 / 1992

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Bodo Wenzlaff: Von der Sprachlosigkeit (4); Rainer Wedler: Über das Lesen von Büchern (16); Erwin Jäger: Die Dimension des Schmerzes, Kommentare zu Francois Mauriac (24)

Ratgeber
Walter Eigenmann: Die 10 Gebote der Manuskriptgestaltung (10)

Prosa
Ulrich Raschke: Smoking (14); Jürg Moser: Ein ganz neuer Mensch (20); Marcus von Schmude: Heimweg (28); Peter Weingartner: 2 Prosastücke (29)

Lyrik
Ueli Schenker: 3 Gedichte (5,6); Willi Achten: 3 Gedichte (13); Zoran Drvenka: Gedicht (21); Erich Schirhuber: 6 Gedichte (22); Markus Bossmeyer: 2 Gedichte (26,27); Maya Hostettler: 3 Gedichte (30)

Grafiken
Frank Richter: 3 Textgrafiken (8)

Manuskriptbörse&Marktplatz (9)

Neuerscheinungen (11)
Rademacher, «Das Wesen»; Zimmermann, «Der Tod ist ein Freund»; Dominik, «Fraktale Endschaften»; Karr, «Lexikon der deutschen Krimi-Autoren»; Barwasser, «Das Ypsilon der verdrehten Achsel»; Nendza, «Glaszeit»

Ausschreibungen (18)

Rezensionen (18,19)
Bernd Giehl: Hutterli, «Stachelflieder», Edition Erpf; Harald K. Hülsmann: Literaturzeitschrift «Der Freibeuter», Wagenbach Verlag; Andreaus Goetz: Runzheimer, «Im Labyrinth der Analyse», Laakes Verlag

Impressum (21)

Heft_10_1992_Seite01Heft 10 / 1992

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Johannes Popp: Mensch ärgere dich nicht (24); Norbert Koschitz: Die Kolonialisierung des Sprechens (26); Andreas Goetz: Steht eine Hesse-Renaissance bevor? (30)

Prosa
Herbert Laschet: Für die Mabka mit (12); Conchita Herzig: Love Story (22); Daniel Mylow: Fliegen (28); Harald K. Hülsmann: Atom-Albert (32)

Satiren
Manfred Wieninger: 3 Mikrodraman (4)

Lyrik
Carlo Gianola: 3 Gedichte (5); Lyrik aus Argentinien: Virginia Rhodas, Carmen F. Lent (7); Reimer Eilers: Gedicht (23); Robert Stauffer: 2 Gedichte (25); Silke Schuemmer: Gedicht (29); Judith Rohr: 2 Gedichte (33)

Literaturszene Schweiz
Johannes Popp: «Ich möchte Erlebnisse schaffen», Interview mit Armin P. Barth (14); Johannes Popp: Berner Literaturpreis für Christoph Geiser, Zu Geisers neuem Roman «Das Gefängnis der Wünsche» (14)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: Verkaufen, verkaufen, verkaufen! Der literarische Markt in Deutschland (16)

Literaturszene Österreich
Manfred Wieninger: Literaten ins Parlament? Gespräch mit der Kulturpolitikerin Hilde Hawlicek (18)

Ausschreibungen/Veranstaltungen/Termine (10)

Manuskriptbörse&Marktplatz (11)

Rezensionen (20,21)
Johannes Popp: 2 Anthologien, Bochumer Autoren & Schriftstellerassoziation Dresden, Gasseleder; Andreas Sommer: Nendza, «Glaszeit», Atelier Verlag; Herbert Jost: Lyrismen, «Dominik’s Fraktale Endschaften», Dyade-Exil-Verlag; Konrad Weber: Bräker, «Es wird kein Friede sein», Artemis&Winkler Verlag;

Neuerscheinungen (9)
Bochumer Autoren, «Es ist alles in Ordnung»; Egner, «Als der Weihnachtsmann eine Frau war»; Kloimstein, «Stricharten»; Bräker, «Es wird kein Friede sein»; Drews, «Dichter beschimpfen Dichter II»; Frieling, «Wie schreibe ich meine Erinnerungen?»; Haffmans Magazin, «Der Rabe Nr.14»; Richter/Mitscherlich u.a., «Spuren der Verfolgung»; Lebert/Scholz, «Kinder des Windes»; Jacobi, «Tod und Teufel / Bote Nr.12»; Allemann, «Feuerlauf»; Meyer, «Durchgänge»

Briefe an die Redaktion (34)

Impressum (23)

Heft_11_1993_Seite01Heft 11 / 1993

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Herbert Jost: Kunst, Kultur, Lasagne, Notizen zum deutschen Kulturbetrieb (4); Peter Bußjäger: Aus Lust werde Schmerz, Dualistische Abschweifungen (28); Rainer Wedler: Der Keiser ist tot, es lebe der Kaiser, Anmerkungen zur Rechtschreibreform (32)

Prosa
Hadayatullah Hübsch: Revolution der Glatzköpfe (14); Stefan Melnecuk: Trauma in Grau (26); Paula Küng: Der Leser (31);

Satiren
Georg Schwikart: Dichtersorgen (34); Cla Riatsch: Fernseh-Trio, literarisch (36)

Lyrik
Freddy Allemann: 3 Gedichte (13); Anna Wünsch: 2 Gedichte (15); Tanja Dückers: 3 Gedichte (24); Liane Biberger: 2 Gedichte (29); Adi Sollberger: 2 Gedichte (33); Weitere Lyrik von Udo Wilke (28), Christiane Pabst (31)

Literaturszene Schweiz
Johannes Popp: Monte Verita, Ascona und seine Kulturgeschichte (16); Johannes Popp: Blick über die Alpen, Das andere Tessin: Alberto Nessis «Abendzug» (16)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: «Schreiben ist eine einseitige Tätigkeit», Interview mit der Lyrikerin Barbara Köhler (18)

Literaturszene Österreich
Manfred Wieninger: Der Literaturmanager, Peter Schaden und sein Wiener Art Center (20)

Ausschreibungen/Veranstaltungen (10)

Manuskriptbörse&Marktplatz (7)

Rezensionen (22,23)
Konrad Weber: Hardtmann, «Spuren der Verfolgung», Bleicher Verlag; Stefan Eggerdinger: Jacobi, «Deutschdeutsch», Maistraßen-Presse; Andreas Sommer: Gianola, «Nadelrisse», Pro Lyrica Verlag; Walter Eigenmann: Wondratschek, «Die Gedichte», Diogenes Verlag; Herbert Jost: «Der Rabe» Nr.34, Haffmans Verlag; Walter Eigenmann: Werf, «Poesie der Bretagne», Atelier Verlag

Neuerscheinungen (9)
Reus, «So was und wie»; Kägi, «Die schwarze Kuh»; Werf, «Poesie der Bretagne»; Gianola, «Nadelrisse»; Kreibaum, «Fortschritt, Fortschritt über alles?»; Jacobi, «Deutsch-Deutsch»; Stadler, «Gedichte und Sprüche»; Wünsch, «Raber-Stimmungen»; Holstein, «Alptag»; Wiedl, «Fallgruben»; Fischer-Anthologie, «Durch tausend Türen»; Pflanz, «Andreas Roman und Chris Patrick»; Anthologie «Streitbarer Materialismus»; Laube, «Le dernier crie»; Garnier, «Picard – Eine Chronik»; Literaturzeitschrift «Der entfesselte Prometheus»

Briefe an die Redaktion (38)

Impressum (27)

Heft_12_1993_Seite01Heft 12 / 1993

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Mario Andreotti: Ist Dichten lernbar? Über Sinn und Unsinn von Schreibseminarien (4); Erwin Jäger: Kosmetik und Schamgefühl, Zum 120. Geburtsjahr von Sidonie-Gabrielle Colette (26); Rosanna Müller-Brusco: Lesen aus Lust, Technik kontra Sprache (37)

Prosa
Lothar Becker: Hitler in der U-Bahn (20); Doris Schöni: Der Aschenbecher-Mann (28); Franz Züsli: Taksi! (32); Christine Wiesmüller: Die Dunkelkammer (34)

Satiren
Helmut Haberkamm: Burning love (19); Manfred Hausin: Die geflickte Hose (19)

Lyrik
Rainer Wedler: 3 Gedichte (7); Rosa Gruber: 3 Gedichte (23); Conradin Allemann: 3 Gedichte (31); Weitere Lyrik von Robert Stauffer (21), Klaus Schmidt-Macon (29), Bettina Balaka (33)

Literaturszene Schweiz
Johannes Popp: «Kleinverlage haben mehr Chancen denn je!», Interview mit dem Zürcher Buchhändler und Verleger Rico Bilger (8); Johannes Popp: Stories – und mehr, Zu E.M. Cuchulains Prosaband «Unruhig» (8)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: Texte, Dichter, Videos, Interviews mit den ostdeutschen Autoren Johannes Jansen und Norbert Bleisch (10)

Literaturszene Österreich
Manfred Wieninger: Ad multos annos, Kämpfe und Krämpfe um die neueste Urheberrechtsnovelle (12)

Rezensionen (14,15)
Johannes Popp: Holstein, «Alptag», Edition Leu; Andreas Sommer: Gisi, «Sturzwellen des Untergangs», Edition Lucrezia Borgia; Derek Meister: Laube, «Le dernie cri», Edition Sisyphos; Al’ Leu: Odemann, «Das hat gerade noch gefehlt», Bleicher Verlag; Bernd Giehl: Pixner, «Spitzbergen rückt näher», Edition L; Volker Koesling: Steinmann, «Nachtfahrt», Benziger Verlag; Walter Eigenmann: Ziegler, «Heinrich Heine», Artemis&Winkler Verlag; Rosanna Müller-Brusco: Fuchs, «Das Blaue vom Himmel», Glendyn Verlag

Neuerscheinungen (17)
Reus, «So was und wie»; Guitton, «Gott und die Wissenschaft»; Prêtre, «Mein Wahnsinn ist meine Insel»; Pixner, «Spitzbergen rückt näher»; Redmann, «Der Alltag im Kaffeesatz»; Hintze, «30 Rufe»; Pape, «Lichtzeichen»; Ramsauer, «Schweigen»; Steinmann, «Nachtfahrt»; Jürges, «Gedichte aus der Anderwelt»; Stadler, «Gedanken über das tägliche Leben»; Lyrik-Anthologie «Frühlingssonne&Herbststurm»; Gisi, «Helle Dunkelheit»; Hildebrand, «… kehr ich zurück»; Taugwalder, «Auf-Bruch»; Ziegler, «Heinrich Heine»; Röttger, «Preußischer Herbst»; Rother, «Reisen zu Dietrich Bonheffer»

Ausschreibungen (25)

Impressum (39)

Heft_13_1993_Seite01Heft 13 / 1993

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Hadayatullah Hübsch: Liebe, Drogen, Spontaneität, Die Literatur der Beat-Generation (4); Rosanna Müller-Brusco: Der Januskopf, Essay über Essays (8); Freddy Allemann: «Sind Sie das Feuer?», Protokoll einer Schul-Autorenlesung (35)

Prosa
René Oberholzer: 3 Prosastücke (11); Klaus Schmidt-Macon: Im Kreis der 6 (14); Winfriede Kohlmeigner: Anopheles (24); Konrad Vogel: Introkubus (33); Brigitte Bee (Pseudonym): 2 Prosastücke (37)

Satire
Bournic (Pseudonym): Reich-Ranicki for President! Warum M. R.-R. Bundespräsident werden muss (12)

Lyrik
Wolfgang Weigel: 2 Gedichte (7); Martin Ohrt: 2 Gedichte (11); Erich Pfefferlen: 2 Gedichte (13); Jacqueline Crevoisier: 3 Gedichte (31); Brigitte Langer: 2 Gedichte (39); Arne Rautenberg: 2 Gedichte (39); Weitere Lyrik von Sabine Neumann (9), Robert Steiner(Pseudonym) (25)

Literaturszene Schweiz
Johannes Popp: Sprache und Sprachverwirrung, Über die Romandie, ihre Literatur und das Französische in der Schweiz (18); Wen-huei Chu: Eine chinesisch-europäische Verständigung, Das 1. Sino-Euro-Literatur-Symposium in Bern (19)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: «Dienstleister für Autoren», Die Druckkostenzuschuss-Verlage in Deutschland (20); Andreas Goetz: «Auch Goethe zahlte», Fragen an den Druckkostenzuschuß-Verleger Wilhelm Frieling (21)

Literaturszene Österreich
Manfred Wieninger: Chreme d’la Chreme – Eine Provokation, Zwei junge «Subliteraten» beschreiten neue Wege (22)

Ausschreibungen (16)

Lesermarkt (17)

Neuerscheinungen (27)
Uttendorf, «Und leise singt der Mond»; Weichselbaumer, «Vertrauen gibt Licht»; Kobel, «Narben und Gestalt»; Gruppe Wand, «Der Wandler Nr.12»; Garnier, «Die andere Zeit»; Röttger, «Preussischer Herbst»; Spotti, «X-Punkte»; Böhne/Motzkau, «Die Künste und die Wissenschaften im Exil 1933-1945»; Kronabitter, «Wer spricht denn noch von Liebe»; Svatek, «Bettlerzinken»; Roßmann/Catwiesel, «Sorgenpausen»; Kuprecht, «Leise Schritte»

Rezensionen (28,29)
Herbert Jost: Pretre, «Mein Wahnsinn ist meine Insel», Benziger Verlag; Heide Ullrich: Redmann, «Der Alltag im Kaffeesatz», Gauke Verlag; Konrad Weber: Verein wissenschaftl. Weltanschauung, «Streitbarer Materialismus Nr.16»; Carla Kraus: Donnell, «Leidenschaftspassage», Pygmalion Press; Pixner: Koller-Fanconi, «Die Sandbank», Verlag Koller-Fanconi; Walter Eigenmann: Günzel, «Die Brentanos», Artemis&Winkler Verlag

Impressum (17)

Heft_14_1993_Seite01Heft 14 / 1993

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Klaas Willems: Physik und kritische Denkweise, Zum Selbstverständnis des Naturwissenschaftlers (4); Charles Stünzi: «It’s not words that shake me thus. Pish!», Das Sprachhandwerk in Shakespeares Dramen (14)

Prosa
Heribert Bauer: Auf geht’s, Schätzchen (6); Frank Festa: Im Schlachthaus (6); Dietmar Füssel: Unfall (6); Hubert Schirneck: Zu Gast (7); Aglaja Veteranyi: 3 Prosastücke (17)

Satire
Herbert Friedmann: Das Literaturhaus (6)

Lyrik
Irena Habalik: 2 Gedichte (8); Gabriele Haas-Rupp: 2 Gedichte (12); Ulrike Albert-Kucera: 2 Gedichte (12); Marlis Hillebrand: 2 Gedichte (12); Irene Baumgartner: 2 Gedichte (13); Radka Donnell: 2 Gedichte (17)

Literaturszene Schweiz
Johannes Popp: Regionen für Europa, Die Schweiz auf der Frankfurter Buchmesse (22)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: Weimar als Utopie, Gedanken bei der Besichtigung eines Denkmals (24)

Literaturszene Österreich
Manfred Wieninger: Quo vadis, Bachmann-Preis? Der Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis im Spiegel prominenter österreichischer Autor(inn)en (26)

Rezensionen (18)
Volker Koesling: Schnaubelt, «Licht zwischen Schatten», Literaturedition Niederösterreich; Derek Meister: Hassler, «Auf dem Dach von Haus Nummer 107», Karma Verlag; Andreas Sommer: Lyrikzeitschrift «Das Gedicht Nr.1», Anton G. Leitner Verlag; Konrad Weber: Guitton/Grichka, «Gott und die Wissenschaft», Artemis&Winkler Verlag

Ausschreibungen/Termine (32)

Neuerscheinungen (33)
Luckenbach-Tenner, «Wind dann Sturm»; Simmen, «Landschaft mit Schäfer und anderen Reizen»; Reese, «Die Substanz der Seele»; Moser, «Wo Zwerge sich erheben»; Chessex, «Dreigestirn»; Hartmann, «Die Wölfe sind satt»; Himmelberger, «Der Strassenmörder»; Hösch, «Ein Gast im Haus»; Frieling, «Wie biete ich ein Manuskript an?»; Searle, «Die Wiederentdeckung des Geistes»; Feinberg, «Rose unter Dornen»; Innerschweizer Schriftsteller-Verein, «Schreiben in der Innerschweiz»; Orte, «Poesie-Angenda 1994»; Bösch, «Wortspielereien»; Marti/Weiss, «Gib allem ein bißchen Zeit», Gauke, «Lyrik-Kalender ’94»

Briefe an die Redaktion (34)

Illustrationen
Kolibri (Pseudonym), Zeichnungen (31,36)

Impressum (28)

Heft_15_1994_Seite01Heft 15 / 1994

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Bodo Wenzlaff: Ich habe nichts zu sagen, Über das Reden und das Meinen (4); Marcus Tschudin: Tanz am Abgrund, Über die amerikanische Schriftstellerin Dorothy Parker (8); Franz Schart: Philosophie als Subversion: Zum 150. Geburtsjahr von Friedrich Nietzsche (14)

Prosa
Siegfried Holzbauer: 2 Prosastücke (7); Lutz Rathenow: Töten lernen (17); Martin Bettinger: Richtfest (31); Stephan Peters: Der Ohrring, Scriptum-Kurzkrimi 1994 / 1.Teil (32)

Lyrik
Renata Spotti: 3 Gedichte (9); Dieter P. Meier-Lenz: 2 Gedichte (13); Weitere Lyrik von Thomas Gerlach (6), Mikie Hübner (6), Marianne Leppin (6), Charlotte Olszewski (6), Liza Boumerang (Pseudonym) (7)

Graphik
Jörg Petersen: 2 Cartoons; Harald Goldhahn: 2 Karikaturen (16)

Literaturszene Schweiz
Christine Jossen: «Das Wort Gottes» ist nicht immer ein Wort Gottes, Gespräch mit dem Lyriker und Katholizismus-Kritiker Hannes Taugwalder (22)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust…, Gespräch mit der Jungautorin Tanja Kinkel (24)

Literaturszene Österreich
Manfred Wieninger: «Qualität ist ein subjektiver Begriff», Vier österreichische Literaturzeitschriften im Selbstportrait (Log, Quasar, Lichtungen, Freie Zeit Art)  (26)

Literaturszene International
Johannes Popp: Jung und unbekannt, Die Literatur Finnlands (28)

Rezensionen (18)
Bernd Giehl: Svatek, «Bettlerzinken», Österreichisches Literaturforum; Klaas Willems: Searle, «Die Wiederentdeckung des Geistes», Artemis&Winkler; Konrad Weber: Initiative junger Autoren, «Gegen Hass und Stumpfsinn»; Thomas Bechtold: Luckenbach-Tenner, «Wind dann Sturm», Edition L

Neuerscheinungen (19)
Goebel, «Mallarmé, Gedichte»; Brägger-Bisang, «Venussextil»; Drost, «Wie leicht wäre es…»; Literaturmagazin «Tasten Nr.6»; Literaturmagazin «Wandler Nr.13»; Literaturmagazin «Hirschstraße Nr.3»

Ausschreibungen/Termine (34)

Impressum (30)

Heft_16_1994_Seite01Heft 16 / 1994

(«Neue Blätter für Literatur»)

Editorial (3)

Essays
Peter Ahrendt: «Ich bin eine schlechte Hasserin», Über die jüdische Schriftstellerin Grete Weil (4); Ernst Umbach: Autorenverbände – ja oder nein? (16); Klaus Schmidt-Macon: Über das Absurde (21)

Prosa
Robert Dannacker: Trittst im Morgenrot daher (9); Alberigo Tuccillo: Chanel No5 (13); Sabine Prochazka: Falsche Strategie (13); Stephan Peters: Der Ohrring, Scriptum-Kurzkrimi 1994 / 2.Teil (32)

Lyrik
Bruno Sommer: Drama für eine Stimme (7); Johannes Marks: 4 Gedichte (8); Klaus-Dieter Dieterich: 2 Gedichte; Martina Wieland: Gedicht (15)

Grafik
Wendel Schäfer: Tuschezeichnung (1)

Literaturszene Schweiz
Christine A. Jossen: Dürrenmatts letzte Inszenierung, «Querfahrt» – Eine Literaturausstellung über Dürrenmatt im Schweizerischen Literaturarchiv Bern (22)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: «Freudenhäuser» des Geistes? Die Literaturhäuser in Berlin, Hamburg und Frankfurt (24)

Literaturszene International
Johannes Popp: Tristesse und Leidenschaft, Über den italienischen Schriftsteller und Filmemacher Pier Paolo Pasolini (26)

Zum Tode von Charles Bukowski: Fast ein Nachruf (29)

Rezensionen (18)
Brigitte Pixner: Brägger-Bisang, «Venussextil», Editon Leu; Andreas Sommer: «Wandler» Nr.13, Gruppe Wand Konstanz; Konrad Weber: «Zeichen&Wunder» Nr.16, Casmir/Hrsg; Volker  Koesling: Frieling, «Fremd unter Fremden», Frieling Verlag

Neue Bücher (19)
Fitz, «Heil!»; Frieling, «Fremd unter Fremden»; Le Gouic, «Aphorismen»; Stalder, «Die Schweine»; Juling, «Kulturmosaik»; Altmann, «Mittendrin die Perle»; Schmid/Sternmut, «Lichtpausen»; Hockl, «Liebtreu in Sarajewo»; Kamber, «Die Pendlerin»; Graf, «Irrungen oder der Beginn eines langen Anfangs»; Frieling, «Goldene Worte für jeden, der schreibt»; Wernli-Weilbächer, «Am anderen Ufer der Zeit»; Schweizer Schriftstellerverband, «Forum»-Jahrbuch Nr.7; Leppin, «Auf den Mann gekommen»; duPrel, «Verrücktes Paradies»; Bettinger, «Dachschaden»; Pixner, «Die Zeit hängt am Haken»

Ausschreibungen/Termine (30)

Marktplatz (31)

Briefe an die Redaktion (34)

Impressum (25)

Heft_17_1994_Seite01Heft 17 / 1994

(«Neue Blätter für Literatur»)

Essays
Marcus Tschudin: Der Held als Poet – Zum 200. Todesjahr des französischen Lyrikers André Chénier (4); Erwin Jäger: Schlachtfest am Hochofen, Zum 100. Geburtsjahr von Hans H. Jahnn (20)

Prosa
Horst Schillinger: Was Männer mögen (7); Georg Schwikart: Orangenes Schweigen (9); Heinz Wegmann: 2 Prosastücke (9); Sebastian Hirzenreuther (Pseudonym) schreibt an… eine Redaktion (10); Margarete Böhm: Erkältungen (13); Aglaja Veteranyi: 2 Prosastücke (13); Klaus Hübner: In Dixieland (16); Alf Tondern: Ein Wahlmärchen (25); Stephan Peters: Der Ohrring, Scriptum-Kurzkrimi 1994 / Schluss (31)

Polit-Glosse
Thomas Brändle: Ansichten eines Globetrottels (10)

Lyrik
Rainer Franz Teuschl: 2 Gedichte (6); Manfred Hausin: 3 Gedichte (15); Lili Keller: 3 Gedichte; Weitere Lyrik von Gerald Fiebig (6), Silke Rosenbüchler (12), Margit Huber (12), Ingeborg Raus (12), Ingrid Fichtner (12)

Grafik&Karikatur
Roland Altmann: Titel-Grafik (1); Harald Goldhahn: Goldhahns Kommentar/Karikatur (14,27)

Literaturszene Schweiz
Christine A. Jossen: Der Sparhysterie geopfert, Gespräch mit dem Ex-Stadtbeobachter Martin R. Dean über das Kulturdebakel in Zug (22)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: Let’s talk about… Literatur, Anmerkungen zu einer Münchner Poetik-Vorlesung (24)

Literaturszene Österreich
Susanna Haunold: Musenkuss und Schulabschluss, Die Wiener Schule für Dichtung auf Erfolgskurs (26)

Literaturszene International
Johannes Popp: Auf dem Weg zu sich selbst – Die Literatur in Brasilien / Eine Skizze (28)

Rezensionen (18)
Volker Koesling: Graf, «Irrungen oder der Beginn eines langen Anfangs», Basta Verlag; Bernd Giehl: Kamber, «Die Pendlerin», R.G. Fischer Verlag; Carsten Pfefferkorn: Aust/Wedler, Literaturzeitschrift «Hirschstraße»; Walter Eigenmann: Wyssling/Schmidlin, «Thomas Mann», Artemis&Winkler Verlag; Bernd Giehl: Hockl, «Liebtreu in Sarajevo», Edition L; Thomas Röthlisberger: Fitz, «Heil», Bleicher Verlag

Bücherschau (19,21)
Conrady, «Das große deutsche Gedichtbuch»; Buchinger, «Knackpunkte»; Senft, «Echoräume»; Kanz, «Die forsythiengelbe Stube»; Conrady, «Gedichte der Deutschen Romantik»; Dorner, «Zeitgeist»; FDA-Verband, «Morgenlicht»; Bacqué, «Mut zur Trauer»; Acklin, «Das Tangopaar»; R.-G.-Fischer-Anthologie, «Autoren-Werkstatt 40»; Fues, «Verletzte Systeme»; Literaturzeitschrift «Krachkultur Nr.3»; Marchi, «Soviel ihr wollt»; Burgas, «Noch mehr Pintschereien»; Margreiter, «Morgendämmerung»; Stadler, «Ein kleines stilles Leuchten»; Zumbühl, «Ziri Gidichd»; Schwikart, «Zweifle dich durch! Lust auf Religion»; Artemis, «Kleist: Sämtliche Werke»; Guéhenno, «Das Ende der Demokratie»; Kägi, «Die Pfirsiche der schönen Melba»; Klair, «Selbst Elsa Winter hört mich nicht»; Beutler, «Die Stunde, da wir fliegen lernen»

Ausschreibungen/Termine (32)

Marktplatz (33)

Briefe an die Redaktion (34)

Impressum (33)

Heft_18_1994_Seite01Heft 18 / 1994

(«Neue Blätter für Literatur»)

Statt eines Vorworts (3)

Essays
Ernst Umbach: Der Flug über alle Himmel, Zum 50. Todesjahr von Antoine de Saint-Exupéry (4); Richard Albrecht: Ohne Worte, Die Welt des Miroslav Barták (14); Michael Marx: Leben- Schreiben-Leben, Das große Abenteuer des Blaise Cendrars (20)

Prosa
Wolfgang Hermann: Namen (9); Berthold Zimmerer: Die Pinwand (11); Sebastian Hirzenreuther (Pseudonym) schreibt an… (11); Barbara Büchner: Die kleine Miss Molloy (29); Markus Rohrer: 4 Tropenbilder (30)

Polit-Glosse
Stephen Sokoloff: Die polnische Ananaskrankheit, Ein Weihnachtsmärchen (10)

Lyrik
Charles Stünzi: 2 Gedichte (12); Werner Garstenauer: 3 Gedichte (28); Weitere Lyrik von Martina Fringeli (12), Carlo Gianola (12), Eduard Rosenzopf (12)

Report
Michael Hellwig: Ach wie gut, dass jemand weiß, Das Jugendprojekt «Rumpelstilzchen» in Enger/BRD (6)

Grafik
Armin Margreiter: Titel-Zeichnung (1); Christian Born: 2 Cartoons (12); Harald Goldhahn: Godlhahns Kommentar (16); Theresa Rüegg: 2 Illustrationen (30); Lili Keller: Collage (36)

Literaturszene Schweiz
Christine A. Jossen: Und sie schreiben doch…, Zur Ausstellung «Schweizer Autorinnen 1700-1945» in Bern (22); Eintreten für ein menschenwürdigeres Leben, Zum Tode von Otto F. Walter (23)

Literaturszene Deutschland
Andreas Goetz: Maklerin im Elfenbeinturm, Gespräch mit der Literaturagentin Monika Hofko (24)

Literaturszene International
Johannes Popp: Von der Gier nach dem Leben, Zu Hannah Tillichs Memoiren «Ich allein bin» (26)

Rezensionen (18,19)
Agnes Mirtse: Samur-Kajin, «Ausgewählte Gedichte 1973-1989», Interculture Budapest; Klaus Hübner: Acklin, «Das Tangopaar», Nagel&Kimche Verlag; Herbert Jost: Schmidt, «Johanna», Lebenshilfe-Verlag Marburg; Andreas Sommer: Souto Maior, «Die parallele Katze», K. Fischer Verlag; Thomas Röthlisberger: Klair, «Selbst Elsa Winter hört mich nicht», Janus Verlag; Heide Ullrich: Marchi, «Soviel ihr wollt», Nagel&Kimche Verlag; Bernd Giehl: Schlatter, «Alltagsrevolte», Edition Sisyphos; Klaas Willems: Crick, «Was die Seele wirklich ist», Artemis&Winkler Verlag

Bücherschau (17)
Schlatter, «Alltagsrevolte»; Maior, «Die parallele Katze»; Crick, «Was die Seele wirklich ist»; Landau, «Seelenbilder»; Schnetz, «Deutsche Zustände»; Kuhn/Pitzen, «Stadt der Frauen»; Schmidt, «Wildnis mit Notausgang»; Kubli/Stump, «Viel Köpfe, viel Sinn»; Ullmann, «Eiswort Liebe»; Samur-Kajin, «Ausgewählte Gedichte»; Kulik, «Erinnerungen an morgen»; Koller-Fanconi, «Ombre», Klusen, «Lichterloh»; Segessenmann, «Der Armeleutebub»; Reichlin, «Kriegsverbrecher Wipf, Eugen»; Scharf, «Kometen und Katzen»; Balzer, Literaturzeitschrift «Tasten 7»; Schäfer, «Vögel haben keine Fenster»; Schwarzlmüller, «Der Todes des Fisches»; Vogt, «Sehn-Sucht»; Ronchetti, «Lichtfall»; Barth, «Im Netz der grünen Fledermaus»; Burmbund Innsbruck, «Texttürme Nr.2»

Ausschreibungen/Termine (32)

Briefe an die Redaktion (34)

Impressum (33)

Heft_19_1995_Seite01Heft 19 / 1995

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Die Literatur in den USA»)

Editorial (3)

Titel-Report
Klaus Dieterich: Fiction or nonfiction, Die Literaturszene in Amerika (4); Amerika und seine Literaturpreise (5)

Essay
Erwin Jäger: Scheitern durch die Liebe, Zum 100. Todesjahr von Leopold Sacher-Masoch (8)

Interview
Christine Jossen: Ohne Frauendenken kein Wohlstandsstaat Schweiz, Gespräch mit der Dramatikerin Maja Beutler (16)

Prosa
Helmut Schrey: 7 satirische Skizzen (11); Hans F. Mayinger: Das Buch des Nachbarn (13); Sebastian Hirzenreuther (Pseudonym) schreibt… (13); Gabriele Markus: Das verlorene Gesicht (20); Simona Ryser: 2 Prosastücke (20);

Scriptum-Kurzkrimi des Jahres
Renate Müller-Piper: Das Photo-Fest (1. Teil) (32)

Lyrik (22,23)
Gedichte von Christoph Bauer, Andreas Hilfiker, Dieter P. Meier-Lenz, Hartmut Starnitzky, Sibylle Stoiser, Anita Tauss

Konkrete Poesie
Siegfried Holzbauer: 2 systemische Gedichte (15)

Karikaturen
Ralph Görtler: 2 Cartoons (28); Harald Goldhahn: Goldhahns Kommentar (12)

Rezensionen (24,25,26)
Charles Stünzi: Landau, Seelenbilder, Dohr Verlag; Bernd Giehl: Schwikart, Zweifle dich durch / Lust auf Religion, Kösel Verlag; Friedrich List: Schäfer, Vögel haben keine Fenster, Gollenstein Verlag; Rudolf Kraus: Turmbund Innsbruck, Texttürme Nr.2, Prosa-Anthologie; Andreas Urs Sommer: Barth, Im Netz der grünen Fledermaus, Janus Verlag; Thomas Röthlisberger: Literaturzeitschrift Perspektive Nr.28, Graz; Walter Eigenmann: Popp, Die Veränderung, Westkreuz-Verlag; Rudolf Kraus: Schwarzlmüller, Der Hofnarrenmonolog, Selbstverlag

Bücherschau (26)
Donnell, Das Frühlingsbuch; Literaturzeitschrift Unke Nr.16; Achten, Das Privileg von Pfeffer&Salz; Literaturzeitschrift Edit Nr.5; Sering, Qualmende Schlote; Zimmermann, Rotäugig; Gauke, Lyrik-Kalender 1995; Schwöbel, Zeit Ernten; Breuer, Der blaue Schmetterling; Schwarzlmüller, Der Hofnarrenmonolog; Literaturzeitschrift Neue Sirene Nr.2; Raillard, Hirnströme eines Stubenhockers; Svatek, Rendez-vous mit der Hoffnung; Schumann, Unsterblich bleiben Augenblicke; Frieling-Anthologie, Buchwelt ’94; Donnell, Am Walensee; Allemann, Hollywood liegt bei Ascona; Literaturzeitschrift Enblick, Special Nr.1; Monioudis, Das Passagierschiff; Baco, Die Nirwana Connection; Schamp, Den Berg hineinfressen; Steppuhn, Kein Vogel singt am Oetenbach; Bauereiß, Träume, Zufälle, Visionen

Literaturservice (28-31)
Szene International: Nachrichten, Personen, Ausschreibungen

Briefe an die Redaktion (34)

Impressum (9)

Heft_20_1995_Seite01Heft 20 / 1995

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Das literarische Korea»)

Titel-Report
Mathias Adelhoefer: Nichts Neues im Osten? – Die Literatur in Korea: Zwischen Tradition und Emanzipation (4)

Essay
Bodo Wenzlaff: Ein Deutscher in der Schweiz, Annäherung an einen Nachbarn (8)

Portrait
Christine Jossen: Von den Texten überrannt worden, Gerhard Meier (14)

Interiew
Andreas Goetz: Erinnern im Schreiben, Gespräch mit den Ex-DDR-Autoren Margret Steckel und Johannes Popp (30)

Ratgeber
Michael Marx: Ein Gedicht entsteht, Workshop (29)

Prosa
Heini Müller: Waschen Sie sich die Hände… (11); Beatrix Maria Kramlovsky: Der Fisch (13); Adrian Sarasin: ? (16); Peter Zimmermann: Speise (16); Sebastian Hirzenreuther schreibt… (17)

Scriptum-Kurzkrimi des Jahres
Renate Müller-Piper: Das Photo-Fest (2. Teil) (32)

Lyrik (17-19)
Gedichte von Valeria Koch, Eleonora Babacek-Hübel, Gerhard Altmann, Semier Insayif, Wolfgang Weigel, Christiane Haas

Karikaturen
Harald Goldhahn: Goldhahns Kommentar (12)

Rezensionen (20,21)
Brigitte Pixner: Bettinger, Dachschaden, Gollenstein Verlag; Bernd Giehl: Ronchetti, Lichtfall, R.G. Fischer Verlag; Brigitte Pixner: Donnell, Das Frühlingsbuch, Pygmalion Press Plovdiv; Derek Meister: Zeitschrift Einblick, Social Beat, Special Nr.1; Rosemarie Schulak: Hönig-Sorg, Im Fluss der Zeit, Berger Verlag; Charles Stünzi: Klusen, lichterloh im siebten himmel, Sassafras Verlag; Carsten Pfefferkorn: Literaturzeitschrift Edit Nr.5, Leipzig

Bücherschau (23)
Glucksmann, Der Stachel der Liebe; Literaturzeitschrift Zäpfchen Nr.19; Spitzner, Zauberwort; Misalle, Der Wolkenexpreß; Hönig, Im Fluss der Zeit; White, Sterbe ist kein Tabu; Job, Die vernachlässigte Muse; Zuckmayer-Gesellschaft, Blätter Nr.1/2-1995; Helnwein, Faces; Dahlke/Shantiprem, Elemente-Rituale; Witzkewitz, Hoffnungslos optimystisch; C.G. Jung, Der Mensch und eine Symbole; Wedler, Die kaschubische Wunde; Wosniak, Sie saß in der Küche und rauchte

Literaturservice (24-28)
Szene International: Nachrichten, Personen, Ausschreibungen

Zitate
Gesagt ist gesagt (29)

Briefe an die Redaktion (34)

Marktplatz (34)

Impressum (26)

Heft_21_1995_Seite01Heft 21 / 1995

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Die deutschsprachige Rechtschreibereform»)

Essays
Rosanna Müller-Brusco: Scriptare fuit, Vom Ursprung entfernt, suchst selber die Quelle, Zur neuen deutschen Rechtschreibung – Ein kritischer Versuch (4); Mario Andreotti: Was ist heute ein gutes Gedicht? Über einige Kriterien zeitgenössischer Lyrik (14)

Feuilleton
Horst J. Kleinmann: Trampelpfad zum Glück, Die Renaissance von Prof. Brinkmann&Co. (8);

50 Jahre Kriegsende
Beppo Beyerl: Gräber (10)

Report
Rudolf Kraus: Austrias Literaten katalogisiert, systematisiert, digitalisiert – Die Österreichische Literaturdatenbank des 20. Jahrhunderts (32)

Interview
Christine Jossen: Wir Menschen sind doch voller Geschichten, Gespräch mit Al Imfeld über die Schweiz und Afrika (16)

Prosa
Peter R. Wieninger: Joggen (12); Joachim G. Hammer: Wildes Autocamp (18); Claudia Zimmermann: Tag danach (18); Sebastian Hirzenreuther schreibt… (19); Walter Laufenberg: After eight (30)

Scriptum-Kurzkrimi
Jörn Thiel: Zahngold (1. Teil) (36)

Lyrik
Gedichte von Charlotte Ueckert (19); Anton Kürzi, Günter Ullmann, Michael Benke, Thomas Röthlisberger (34); Hadayatullah Hübsch, Judith Rohr, Renate Riethmüller (35)

Rezensionen (20,21)
Volker Koesling: Wedler, Die kaschubische Wende, Gollenstein Verlag; Bernd Giehl: Taugwalder, Gespräch mit dem Schweigen, Glendyn Verlag; Clemens Umbricht: Rathenow, Sisyphos, Berlin Verlag; Rudolf Kraus: Scharf, Kometen und Katzen, Berdel Verlag; Thomas Röthlisberger: Monioudis, Das Passagierschiff, Nagel&Kimche Verlag; Volker Koesling: Literaturzeitschrift Torso Nr.3; Bernd Giehl: Spitzner, Zauberwort, Oertel&Spärer Verlag; Volker Koesling: Allemann, Hollywood liegt bei Ascona, Edition Leu; Rosmarie Schulak: Günter, Erst als die letzte Trommel schwieg, Verlag freier Autoren

Bücherschau (23)
Schiwy, Das Teilhard-du-Chardin-Lesebuch; Lau/Schütterle, Speisen wie ein König; Sommer, Die Antwort des Löwen; Diwersy, Kultur an der Grenze; Gräber, Smaragdgrünes Land; Rückleben, Winterherz; Keel, Joseph Roth; Hirschfeld, Besiegt und befreit; Weeber, Alltag im Alten Rom; Günter, Erst als die letzte Trommel schwieg; Mattich, Hoffnung – meine Stärke; Literaturzeitschrift Torso Nr.3; Aebli, Müllers Aufbruch; Literaturzeitschrift Muschelhaufen Nr.33/34; Tomatis, Das Ohr und das Leben; Schmithausen, Abfallverwertung; Scheuer, Wege die mich begleiten; Schwarz, Eine Handvoll Menschen und mehr

Literaturservice (24-29)
Szene International: Nachrichten, Leute, Ausschreibungen, Termine

Zitate
Gesagt ist gesagt (29)

Karikatur
Harald Goldhahn: Goldhahns Kommentar (31)

Marktplatz (38)

Briefe an die Redaktion (38)

Impressum (29)

Heft_22_1995_Seite01Heft 22 / 1995

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Moskau – Russlands Literaturmetropole zwischen Tradition und Moderne»)

Statt eines Vorworts

Report
Klaus F. Schmidt-Macon: Tage in Moskau, Impressionen über Russlands literarische Metropole (4)

Portraits
Horst J. Kleinmann: Olyas Geschichte, Verfolgt, inhaftiert, verurteilt, geflüchtet – Über die iranische Autorin Olya Roohizadegan  (9); Christine A. Jossen: Namenlos-Wehrlos, Über Mariella Mehr und ihren Roman «Daskind» (17)

Interview
Rudolf Kraus: Zwischen Politik und Fiktion, Gespräch mit dem österreichischen Autor Manfred Maurer (32)

Jubiläum
Dieter P. Meier-Lenz: 40 Jahre «Die Horen», Ein Redakteur blickt zurück (7)

Projekt
Kai Engelke: Literatur im offenen Raum, Über die Hamburger Autorengruppe PENG (10)

Frankfurter Buchmesse
Horst J. Kleinmann: Nicht nur Sauna des Geistes, Streiflichter von der 47. Frankfurter Buchmesse (15)

Prosa
Hermann Josef Schüren: Heimkehr nach Bosnien (11); Elisabeth Wandeler-Deck: Die Figur der Sara (12); Günther Kaip: Liebesgeschichten (18); Paula Küng: Warten (18); Alan Niederer: Die Geschichte vom Es (19); Jürgen Kross: Wenn schon (31)

Scriptum-Kurzkrimi
Jörn Thiel: Zahngold (2. Teil) (36)

Lyrik
Gedichte von Christoph Bauer (35); Karl Feldkamp, Robert Ihnen, Ernst Schmid, Sylvia Schopf (34); Katja V. Tavern (35); Dieter Wieland (31)

Rezensionen (20-22)
Fritz List: Wagner, Der Tote in der Tonne, Snayder Verlag; Andreas Sommer: Müller, Mehr am 15. September…, Nagel&Kimche Verlag; Clemens Umbricht: Stünzi, Mensch oh Mensch!, Verlag freier Autoren; Klaas Willems: Schick/Ostrogorksi, Kommen die Russen wieder?, Mittler Verlag; Volker Koesling: Loetscher, Saison, Diogenes Verlag; Derek Meister: Kilic/Widhalm, Dicke Luft-Irre Trickohs, Krash Verlag; Bernd Giehl: Marti, Im Sternzeichen des Esels, Nagel&Kimche Verlag; Rosemarie Schulak: Ferstl, einfach-kompliziert-einfach, Va bene Edition; Al’ Leu: Buchinger, Mathieu Puissetoutgrain, Gauke Verlag; Volker Koesling: Bucher/Gegner, Poesie-Agend 96, Orte Verlag; Charles Stünzi: Derendinger, Freiland, Habegger Verlag; Andreas Sommer: Mitterhuber, Jeinseits der Passhöhe, Buch-& Kunstverlag Oberpfalz

Bücherschau (23)
Geiser, Kahn Knaben schnelle Fahrt; Baumgartner, 6x Österreich; Wagner, Chiffre; Blunck, Über die Scham; Kakar, Intime Beziehungen; Tiffert, Anwachsender Wind; Kuroyanagi, Totto-chan; Peregrin, Unterwegs in Europa; Wiesand, Handbuch der Kulturpreise 1986-1994; FrauenUmweltNetz, Computervernetzung für Frauen; Rueb, Hexenbrände; Almanach-Edition, Buchverlage in Deutschland; Gitlin, Mord an Albert Einstein; Die Allyren, Farben; Lösto, Beneidenswert; Spiess, Faszination der Miniaturen; Detela, Hinter dem Feuerwald

Literaturservice (24-29)
Szene International: Nachrichten, Leute, Ausschreibungen, Termine

Karikatur
Harald Goldhahn, Zeichnung (33)

Zitate (29)

Briefe an die Redaktion (38)

Marktplatz (38)

Impressum (29)

Heft_23_1996_Seite01Heft 23 / 1996

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Gottfrieds Frauen», Zum 40. Todesjahr von Gottfried Benn)

Gastkommentar
Fritz Deppert: Retour aufs Land (3)

Essays
Michael Benke: Gottfrieds Frauen, Zum 40. Todesjahr von Gottfried Benn (4); Kunibert Reinhard: Wozu Literatur? Die Sphinx vor dem Tempel der Dichtkunst (8)

Interviews
Kai Engelke: Wer es wählt, muss es tragen – Gespräch mit dem Schriftsteller Klaus Modick (12); Rudolf Kraus: Niemals aufgeben – Gespräch mit dem experimentellen Poeten Hansjörg Zauner (16)

Portraits
Evelin Scherer: Wer knackt die Punkte? Das Schweizer Kabarett-Duo Kernbeissers (15); Christine A. Jossen: Mit Sprache der Freiheit entgegen, Zum 75. Geburtstag von Kurt Marti (19)

Sprache
Horst J. Kleinmann: Wörter und Unwörter, «Multimedia»-«Eurogeld»-«Altenplage» (21)

Prosa
Jürg Moser: Der Pfeiffer (26); Edith Ruhöfer: Sie (29); Christine Wiesmüller: Ausreise (30)

Scriptum-Kurzkrimi
Jörn Thiel: Zahngold (3. Teil) (32)

Lyrik
Gedichte von Günter Bösch (5), Maria Cervenka (30), Ingeborg Reisner (7,17), Wolfgang Reus (29), Kurt Tutschek (27), Rainer Wedler (8,9), Anna Wünsch (28), Hans Jürg Zinsli (13)

Rezensionen (22-24)
Michael Kapellen: Schnetz, Operation Pamphlet – Meine Stasi-Akte, Selbstverlag; Nathalie Amstutz: Colombat/Stieg, Frühling der Seele, Haymon Verlag; Clemens Umbricht: Schirhuber, Die Pfeife geputzt, Rampenlicht Verlag; Bernd Giehl: Frauenfelder, Die Missiama, Edition Koller-Fanconi; Friederike Pommer-Jittler: Sternmut, Verfrühtes Auslösen des Zeitraffers, Edition Thaleia; Andreas Sommer: Messner, Schwarzweiße Geschichten, Drava Verlag; Rudolf A. Schmeiser: Olivennes, Adam und Adam / Zusammen verbrannt, Verlag im Wald

Bücherschau (25)
Dankl/Schrott, Dadautriche 1907-1970; Vogt, Vergessen und erinnern; Fackler-Belli, Mit neunzehn vor 66 Jahren allein nach Ägypten; Rengel, Hoffen heißt Handeln; Abramowski, die Umarmung; Storz, Burgers Kindheiten; Barwasser, Literaturzeitschrift Pcetera Nr.7; Mallet, …und rissen der schönen Jungfrau die Kleider vom Leib; Wieninger, Die Spur der Katzen; Stricker-Hofer, mit den i-punkten Deiner küsse; Leuenberger, Tarot – kurz&praktisch; Cranston, Leben und Werk der Helena Blavatsky

News (34)

Graphik
Harald Goldhahn: Karikatur (20)

Ausschreibungen (36)

Leserbriefe (38)

Kleinanzeigen (38)

Biographien der Lyriker/innen (38)

Impressum (37)

Heft_24_1996_Seite01Heft 24 / 1996

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Geschäft mit der Eitelkeit», Die deutschen Druckzuschuss-Verlage)

Der Kommentar
Rosanna Müller-Brusco: Ferien als Flucht (3)

Report
Kai Engelke: Geschäft mit der Eitelkeit, Die deutschen Druckzuschuss-Verlage (4)

Literaturszene Österreich
Rudolf Kraus: Austrias Gegenwartsliteratur in Beispielen (8)

Interview
Christine A. Jossen: Zwischen Dur und Moll, Gespräch mit Lukas Hartmann (Schweizer Jugendbuch-Preisträger 1995) (10)

Essays
Mario Andreotti: Das unmögliche Tragische, Anmerkungen zum zeitgenössischen Drama (13); Erwin Jäger: Attentat Endzeit, Zum 100. Todesjahr von Paul Verlaine (18)

Prosa
Bernard Wallner: Peep (27); Sabrina Ortmann: Brief aus der Hölle (29); Peter Bähr: Über Franz (30)

Scriptum-Kurzkrimi
H.P. Karr & W. Wehner: Der absolute Höhepunkt (1. Teil) (24)

Lyrik
Gedichte von Irene Alice Baumgartner (9), Katja Eggenberger (5), Kathrin Fischer (24), Carlo Gianola (6), Volker Seliger (30,31)

Bücherschau (21)
Bajiyoperak, Inka Sunrise; Irmscher, Antike Fabeln; Bremer, Unter Kannibalen; Schütt, Die Erotik des Verrats; Van Doren, Geschichte des Wissens; Laschitza, Im Lebensrausch trotz alledem; Moor, Hans Jakob lügt; Ferstl, Gräser tanzen; Golla/Zeidler, In-ter-net; Edinger, Seelen-Blues; Wosniak, Pietà; Plinke, Deutsches Jahrbuch für Autoren 1996/97; Baumgartner, Der Clown; Grill/Moser, Stilles Land an der Grenze; Mell, Borderline-Lyrik; Vetere, Die ungestillten Säuger; Maples, Knochengeflüster; Tettamanti/Bernasconi, Manifest für eine liberale Gesellschaft;

Rezensionen (22)
Georges Raillard: Rost, R(h)einfälle, Edition Cologne; Bernd Giehl: Schwikart, Alle Abwege führen durch Rom, Avlos Verlag; Charles Stünzi: Turmbund-Gesellschaft Innsbruck, Fliehende Ziele, Lyrik-Anthologie; Brigitte Pixner: Uhlmann, Der Kuss der Sphinx, Edition Spektrum; Al’ Leu: De Roulet, Die blaue Linie, Limmat Verlag; Clemens Umbricht: Stricker-Hofer, mit den i-punkten Deiner küsse, Voralberger Verlagsanstalt; Brigitte Pixner: Rückleben, Winterherz, Lit Verlag; Liane Biberger: Nöske, Mein Leben mit Kittekat, Bunte Raben Verlag

Grafik
Werner Blattmann: Karikatur, Zeichnung (4); Harald Goldhahn: Karikatur, Zeichnung (14)

Literaturservice (32,33)
Nachrichten, Wettbewerbe, Adressen

Leserbriefe/Kleinanzeigen (34)

Impressum (28)

Heft_25_1996_Seite01Heft 25 / 1996

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Terra incognita» – Jenseits von Koalas und Känguruhs, Australiens Literaturlandschaft)

Der Gastkommentar
Ines Schneider-Thorn: Von der Freiheit (3)

Titel-Thema
Mathias Adelhoefer: Terra incognita – Die Literaturlandschaft Australiens (4)

Report
Rüdiger Heins: Korruption in Lackschuhen, Der «freie» kritische Schriftsteller in Deutschland – ein Trauerspiel (18)

Sprache
Horst J. Kleinmann: Die «Ku im Flusssand», Rechtschreibreform – Ein jahrelanges Tauziehen ist zu Ende (10)

Portrait
Kai Engelke: «Uns ist nicht mehr viel Zeit gegeben», Gespräch mit dem deutschen Lyriker Günter Kunert (14)

In memoriam
Christine A. Jossen: «Ich bin immer eine Fremde», Zum Tode der Basler Schriftstellerin Adelheid Duvanel (20)

Prosa
Monika Böss: Sommerfreuden (31); Claudia Glanzmann: Wintertag (35)

Satire
Udo Dickenberger: Über die Bibliotheken (28)

Scriptum-Kurzkrimi
H.P. Karr & W. Wehner: Der absolute Höhepunkt (2. Teil) (32)

Lyrik
Gedichte von Thomas T. Beck (27), Dietrich Dosdall (27), Frederike Haberkamp (11), Bernd Jaeger (16), Alfons Jestl (5,6,7), Wilhelm Riedel (27), Wolfgang Weigel (34), Peter Würl (27)

Biographien der Lyriker/innen (9)

Rezensionen (22)
Carla Kraus: Lutz, Die Mauern sind unterwegs, Ammann Verlag; Bernd Giehl; Senft, Diskurs über den Fluss, Egloff Verlag; Liane Biberger: Edition Leu, Lyrik-Anthologie 90/94; Rosemarie Schulak: Margreiter, Die Meister des Schweigens, Freya Verlag; Georges Raillard; Karau, Buschzulage, Dietz Verlag; Volker Koesling: Zahno, Doktor Turban, Bruckner&Thünker Verlag; Rainer Wedler: Sayer, Kohlrabenweißes, Klöpfer&Meyer Verlag; Charles Stünzi: Sternmut, Gedichte, Rhön Verlag

Neuerscheinungen (25)
Thibaux, Das eisige Gold; Lösto, Bewegende Augenblicke; Holliger, Aargau; Beetz, Kurzschluss im Hirnkasten; Jehle, Ulrike; Hartmann, Stumme Zeugen; Klinghardt, Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie; Brodinger, Wie ein dunkelgrauer Regenbogen; Perko/Pechriggl, Phänomene der Angst; Köhler, Von Mensch zu Mensch; Behrenbeck, Der Kult um die toten Helden; Matthes, Apfeluhr; Pommer, Aschengrube; Vogel, Über das Hören; Blunck, Krieg und Bereinigung; Williams, Hard Core; Decaux, Eduard VIII. und Wallis Simpson

Karikatur
Harald Goldhahn: Cartoon (26)

Literaturservice (36)
Nachrichten, Wettbewerbe, Adressen

Leserbriefe/Kleinanzeigen (38)

Impressum (24)

Heft_26_1996_Seite01Heft 26 / 1996

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Warum noch Gedichte?» – Die Provokation der modernen Poesie)

Der Gastkommentar
Jakob Fuchs: Wozu Literatur? (3)

Titel-Thema
Johann Voss: Warum noch Gedichte? Die Provokation der modernen Poesie – Eine Meditation (4)

Szene-Report
Kai Engelke: Alles ist o.k. und wird immer okayer, Poetry Slams – was ist das? (10)

Interview
Christine A. Jossen: Schreiben als Gegenentwurf, Gespräch mit dem Schweizer Dichter und Romancier Pierre Imhasly (13)

Austria-Millenium
Beate Hiltner-Hennenberg: 1000 Jahre wie ein Tag, Von der Klosterliteratur zur Staatssubvention – Ein Millenium österreichischen Schreibens (14)

Friedenspreis
Horst J. Kleinmann: Das Leben verwandeln – Mario Vargas Llosa erhält Deutschen Friedenspreis (15)

Prosa
Alexandra Lavizzari: Nordensommer (20); Walter Landin: Flugphase (23)

Satiren
Konrad Vogel: Brieföffnen (26); Wolfgang Reus: Bascho! (31)

Scriptum-Kurzkrimi
Manfred Maurer: Orgon Welles (1. Teil) (28)

Lyrik
Gedichte Alice I. Baumgartner (30), Gabriele Markus (11,27), Frauke Ohloff (30), Lilli Ronchetti (30), Peter Schantz (5,6), Ueli Schenker (30)

Biographien der Lyriker/innen (9)

Grafik
Horst Knauf: Tuschezeichnung (25); Harald Goldhahn: Karikatur (26); Iven Fritsche: Bildgedicht (36)

Neuerscheinungen (17)
Stanischeff, Tilli-Willi und die andern; Cankar, Das Haus der Barmherzigkeit; Brunner, die liebe ist nicht was ihr denkt; Neumann, Nichts; Pfaff, Je suis comme je suis; Altmann, Sinndeutende Annäherungen; Promies, Reisen in Zellen; Hübel, Gedichte;  Pei, Annas Umweg; Baco, Literatalk; Loidl, Farnblüte; Sayer, Kohlrabenweißes; Kramlovsky, Eine unauffällige Frau; Mägerle, Augen im Kopf; Stüwe, Gartenfrieden

Rezensionen (18)
Volker Koesling: Vallaster, Die Tuchhändlerin, Benziger Verlag; Bernd Giehl: Weber, Lilla Petras Spuren führen ins Engadin, Ikos Verlag; Heinz Hafner: Andreotti, Traditionelles und modernes Drama, Haupt Verlag; Beate Hiltnier: Richter, Literaturkorrespondenz Nr.1, Magazin; Rudolf Kraus: Barwasser, Mutterkorn, A1 Verlag; Markus Schurr: Zach, Monrepos, Klöpfer&Meyer Verlag; Silvia Mathieu: Gänger, Ein Fest für Merle, Adonia Verlag; Klaus Hübner: Klair, Ich hüpfe nicht auf deinem Racket, Janus Verlag

Literaturservice (32)
Nachrichten, Ausschreibungen, Adressen

Briefe an die Redaktion (34)

Impressum (16)

Heft_27_1997_Seite01Heft 27 / 1997

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Sprache den Sprachlosen» – Zur sozialen Aufgabe der Literatur)

Der Gastkommentar
Angela Jursitzka: Das musst Du lesen (3)

Titel-Thema
Theodor Weissenborn: Sprache den Sprachlosen, Zur sozialen Aufgabe der Literatur (4)

Portrait
Christine A. Jossen: Mit Witz und robuster Phantasie, Die Schweizer Erzählerin Helen Meier (8)

Report
Kai Engelke: Literatur ins Leben tragen, Die Literaturbüros in Deutschland (10)

Medien
Horst J. Kleinmann: Die Intrige geht zum Regenbogen, TV-Serien – nun als Magazine vermarktet (12)

Austria
Beate Hiltner-Hennenberg: Wechseljahre – Steht Wiens Kulturpolitik vor einer Wende? (15)

Prosa
Daniel Zahno: Napf (20); David Notter: Selbstmord (24)

Scriptum-Kurzkrimi
Manfred Maurer: Orgon Welles (2. Teil) (28)

Lyrik
Gedichte von Anna Arning (11), Dietrich Dosdall (6), Esther Hermann (27), Renate Irle (9), Wilhelm Riedel (5), Hendrik Rost (23), Wolfgang Weigel (21), Tullio Zanovello (31)

Biographien der Lyriker/innen (7)

Graphik
Harald Goldhahn: Karikatur (14)

Neuerscheinungen (17)
Weiß, Shalom; Pepin, Erotische Begegnungen; Brownlow, Pioniere des Films; Schröter, Sturm und Stille; Segler, Vater mein Vater…; Ruh, Dichter und Schriftsteller Deutschlands 1996; Lorenz, Literaturzeitschrift Rhabarber-A Nr.1; Vio, Dreisprachig-Trilingual-Trilingue; Suter, Der Zeitsprung; Lang, Nebel Leben; Stünzi, 50 Jahre Lyrik von Rene Marti; Sternmut, Das Zeitmesser

Rezensionen (18)
Bernd Giehl: Taugwalder, Melodie der Schöpfung, Glendyn Verlag; Liane Biberger: Pixner, Der Geist aus der Flasche trinkt Coca Cola, Heyn Verlag; Rosemarie Schulak: Baum, Agnes Stöcklin, Verlag freier Autoren; Karlheinz Schreiber: Jégou, Abtrift/Dérive, Atelier Verlag; Rudolf Kraus: Meier-Lenz, Die Schönheit einer Fledermaus, Edition Literarischer Salon; Klaas Willems: Deutsch, Die Physik der Welterkenntnis, Birkhäuser Verlag; Rainer Goldhahn: Leifert, Damit der Stein wächst, Horlemann Verlag; Carla Kraus: Konrad, Die Ration, Edition L Hockenheim;

Literaturservice (32-34)
Nachrichten, Ausschreibungen

Leserbriefe (34)

Impressum (16)

Heft_28_1997_Seite01Heft 28 / 1997

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Crescendo im Text» – Über die Sprache als Musik und die Musik als Sprache)

Titel-Thema
Simona Ryser: Crescendo im Text, Über die Sprache als Musik und die Musik als Sprache (4)

Musik&Sprache
Christian Baier: Der Satzbau zu Babel, Zur sprachlichen Selbst-Vereinheitlichung der Musik im 20. Jahrhundert (8)

Report
Horst J. Kleinmann: Vom «Schaubusen» zum «Mord bizarr» – Erotische Literatur kontra TV-Sexfilme (12)

Szene
Kai Engelke: Puncher und Poeten, Über die Boxbegeisterung der Literaten (14)

Der neue Roman
Christine A. Jossen: Vom Glück im Unglück – Klaus Merz, «Jakob schläft» (16)

Prosa
Peter Wolter: Der Fluglotse (23); Konrad Pauli: Bajazzo (27)

Scriptum-Kurzkrimi
Gaby Zryd: 22, vlà les flics! (30)

Lyrik
Gedichte von Ulrich Bauer-Staeb (5), Peter Gerdes (6), Bruno Hain (13), Alfons Huckebrink (15), Karl Heinz Köster, Ursula Kramm Konowalow

Biographien der Lyriker/innen (7)

Graphik
Harald Goldhahn: Karikatur (25)

Neuerscheinungen (19)
Damshäuser, Am Rande des Reisfeldes; Kaufmann, Im Schloss zu Mecklenburg und anderswo; Harris, Wenn Einstein recht hat…; Schütt, Stein des Anstoßes – Gespräche mit Hrdlicka; Jovalekic, Ein Mandelbaum im Weltall; Balmer/Dolder, Susanne D. – Ein Leben als Prostituierte; Zytglogge-Werkbuch, Stadtentdeckungen

Rezensionen (20)
Rosemarie Schulak: Schröter, Sturm und Stille, Arnim Otto Verlag; Karl-Heinz Schreiber: Schmidt-Macon, Lob der Piranhas, Elfenbein Verlag; David Wachter: Beeler, Blues für Nichtschwimmer, Haymon Verlag; Carla Kraus: Mieck, Gegenlicht, Berdel Edition; Brigitte Pixner: Engelke, Surwold Blues, Rhön/Hohmann Verlag; Rainer Wedler: Gasseleder, Der Weg zurück, Selbstverlag; Irene A. Baumgartner: Schulak, Als ein Himmelsstreif, Brjag Print Varna

Literaturservice (32)
Nachrichten, Ausschreibungen

Impressum (18)

HHeft_29_1997_Seite01eft 29 / 1997

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Das Spiel der Leser» – Literatur im Zeitalter der Virtual Reality)

Kommentar zur Zeit
Rosanna Müller-Brusco: Ein natürlicher Notausgang (3)

Titel-Essay
Günther Kirchberger: Das Spiel der Leser (4)

Report
Kai Engelke: «Die Welt ist eine Schreibe» – Ist die Schriftstellerei erlernbar? (1.Teil) (10)

Prosa
Peter Bußjäger: Versuch einer Anpassung an moderne Zeiten (16); Uwe Zabel: Der Besuch (20); Daniela Hättich: T-O-T (24); Barbara Macek: Stossgebet (27); Sebastian Hirzenreuther schreibt… (29)

Satiren
Wolfgang Bittner: Privatisierung (21); Udo Dickenberger: Dichterlesung (22)

Lyrik
Gedichte von August G. Holstein (5), Ernst Nef (19), Peter Albrecht (26), Patrick Probst (26), Matthias Burki (26), Wilfried Krien (26), Katja V. Taver (30), Cornelia Schmid (31), Christoph Bauer (30,31), Ingrid Quarshie (31)

Graphik
Angela von Moos: Textgraphik 1994 (7)

Zitate (6)

Rezensionen (12)
Peter Klusen: Aussen und innen, Basta Verlag; Bernd Giehl: Rosenzopf, Blutgeld, Edition Leu; Alfons Huckebrink: Jovalekic, Ein Mandelbaum im Weltall, Rhön Verlag; Bernd Giehl: Damm, Lichtspur im Nebel, Edition L/Czernik; Wolfgang Sinhuber: Korff, Schmäht ihr mich – ich muss es dulden, Gollenstein Verlag; Klaus Hübner: Löffler, Vom Einfluss des Fernsehens auf die Zeitungskultur, Picus Verlag; Peter G. Bräunlein: Grashof, Der Mantel des Fuhrmanns, Nagel&Kimche Verlag; Georges Raillard: Danieli, Die Ruhe der Welt am Gäbris, Otto Müller Verlag

Neuheiten (15)
Literaturzeitschrift Perspektive Nr.33; Literaturzeitschrift Hundspost Nr.7; Literaturzeitschrift Muschelhaufen Nr.36; Literaturzeitschrift Wortwahl Nr.1; CD Indonesische Lyrik; Hartge, Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften; Gemperle, Gegengift; Bussmann, Die Rückseite des Lichts; Herburger, Die Liebe; Walker, Zeichen am Himmel; Dickinson, Guten Morgen Mitternacht; Mayer-König, Verkannte Tiefe; Schaffner, Eine Reise; Schwend/Bohren, Faszination Schweiz; Dorner, Lust und Frust beim Schreiben; Schwarz, Melancholie – Figuren und Orte einer Stimmung; Kneipp, Kneipps Hausapotheke; Ammann, Ingeborg Bachmann und die Öffentlichkeit

Nachrichten (32)

Autorinnen- und Autoren-Vitae (33)

Varia (34)
Ausschreibungen, Kleinanzeigen, Termine, Wettbewerbe

Impressum (2)

Heft_30_1997_Seite01Heft 30 / 1997

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Ibsens und Hamsuns Erben» – Norwegens Literatur im 20. Jahrhundert)

Kommentar zur Zeit
Wilhelm Busch: Der harte Winter (3)

Titel-Thema
Dirk Levsen: Ibsens und Hamsuns Erben (4)

Report
Kai Engelke: «Schreiben bereichert Ihr Leben» – Ist die Schriftstellerei erlernbar? (2.Teil) (10)

Medien
Horst J. Kleinmann: Blöde Anmache, coole Preise – Wie Werbung die Sprache verhunzt (12)

Interview
Thomas Duschlbauer: «Der gute Mensch von Österreich», Interview mit Konrad P. Liessmann (14)

Prosa
Michael Marrak: Der Geist eines wilden Gesichts (20); Tullio Zanovello: Treibhaus für Aussenseiter (23); Leo Scheyda: Bodo und das Speckmesser (26); Sebastian Hirzenreuther schreibt an… (29)

Satire
Dietmar Füssel: Der Mann mit dem Gewehr (22); Thomas Glavinic: Zeitgeist (24)

Lyrik
Gedichte von Elsbeth Maag (30), Gudrun Seidenauer (31)

Rezensionen (16)
Irene A. Baumgartner: Pridgar, irr orgel klang, Kukuruz Verlag; Klaus Hübner: Herburger, Die Liebe, A1 Verlag; Markus Schurr: Ammann, Denn ich habe zu schreiben…, Drava Verlag; Rainer Goldhahn: Supino, Die Schöne der Welt, Nagel&Kimche Verlag; Irene A. Baumgartner: Dickinson, Guten Morgen Mitternacht, Diogenes Verlag; Rosemarie Schulak: Stephan-Kühn, Ich – König von Siam, KoFa Verlag; Peter Bräunlein: von Arndt, Der 40. Tag vor Sophienlund, Segler Verlag; Al’ Leu: Himmelberger, Kaspar – Café des Pyrénées, AutorInnenverlag

Neuheiten (18,19)
Pixner, Das Kuckucksei; Brenneisen/Ruge, Böse Nachbarn; Bichsel, Schöne Schifferin; Ammann, Schöne Aussicht; Leifert, wenn wach genug wir sind; Petri-Sutermeister, Nordische Streifzüge; Verband Geistig Schaffender Österreich, Mit einem Augenzwinkern; Cankar, Aus fremdem Leben; Allner, Melanie?; Gerber, Mit Nagelschuhen durch Eiscreme; Schulze/Ssymank, Das deutsche Studententum; Hoefer, Wie das Volk spricht; Hoche, In diesem unserem Lande; Krones/Wagner, Anton Webern und die Musik des 20. Jahrhunderts; Glaser, Deutsche Literatur zwischen 1945 und 1995; Literaturkalender 1998, Aufbau Verlag; Ruiss, Literarisches Leben in Österreich ’97; Prokop, Auf den Spuren Wolfgang Harichs; Nikolic, …und dann zogen wir weiter; Pardey, Jean Tinguely und Basel; Chesi, Magie und Heilkunst Afrikas; Divery/Kuenne, Myanmar – Land der goldenen Pagoden; Eska, Schall und Klang – Wie und was wir hören; Fischer-Homberger, Hunger-Herz-Schmerz-Geschlecht; Waller, Alles ist nur Übergang; Heckel, Frei sprechen lernen; Mann/Ruge, Die ideale Frau

Nachrichten (32)

Ausschreibungen, Kleinanzeigen (34)

Autorinnen- und Autoren-Vitae (33)

Impressum (2)

Heft_31_1998_Seite01Heft 31 / 1998

(Das Schweizer Literaturmagazin – Titel-Thema: «Fantasy» – Monster und Magien in der modernen Literatur)

Kommentar zur Zeit
Giovanni G. Casanova: Vom vollkommenen Genuss (3)

Titel-Thema
Philipp Schaffner: Das Leben ist die Illusion, Monster und Magien in der modernen Literatur (4)

Interview
Philipp Schaffner: Phantasie als Sinnesorgan – Der Schweizer Fantasy-Autor Christoph Zimmer (8)

Portrait
Kai Engelke: «Schriftsteller sind keine moralischen Instanzen!», Gespräch mit Hannelies Taschau (10)

Report
Horst J. Kleinmann: Mord(s)gedanken in der Provinz, Krimi-Autoren setzen auf vertraute Landschaften (12)

Literaturszene Österreich
Thomas Duschlbauer: Artbite – Kunst mit Biss, Wiens Salonkultur ist wieder auferstanden (14)

Essays
Erwin Jäger: «Lasst mich in Ruhe!», Zum 100. Geburtsjahr von Bertold Brecht (20); Andreas U. Sommer: Zur Ideologie der Sinnlosigkeit (22)

Prosa
Guido Brozek: Der Auftrag (24); Rosemarie Zens: Mensch&Tier, Meditation (25); Gerhard Ochs: 3 Texte (26); Sebastian Hirzenreuther schreibt an… (29)

Lyrik
Gedichte von Guntram Balzer (30,31), Frank Lingnau (30), Wanda Schmid (31)

Rezensionen (16,17)
Liane Biberger: Kittelmann, Dahinter kommen, AV Verlag; Kai Engelke: von Arx, Marie Barmettler oder Der Sinn, Weltwoche-ABC Verlag; Klaus Hübner: Hövel/Hagens, Mach’s gut, Liebling, Tomus Verlag; Bernd Giehl: Zimmermann, Indonesische Albumblätter, Zytglogge Verlag; Volker Koesling: Schütt, Die Irren sind auch nicht mehr die einzig Normalen, Athena Verlag; Rosemarie Schulak: Koller-Fanconi, Wellen, KoFa Verlag; Peter Klusen: de Roulet, Mit virtuellen Grüssen, Limmat Verlag; Alfons Huckebrink: Dedovic, Von edlen Mördern und gedungenen Humanisten, Drava Verlag

Neuheiten (18,19)
Mazumdar, Foucault; Anwander, Büffelmilch und Fladenbrot; Höner, Am Abend als es kühler ward; Hoche, Das Evangelium nach Hoche; Gretzfeld, Märchen aus 1001 Nacht; Renold, Letzte Liebe; Rappers, Menschenspiele; Boesch, Der Kreis; Dettwiler-Rustici, Berner Lauffeuer; Wolfgang Weigel, Gedichte; Geist, Morgen Blaues Tier; Wisser, Weil man lieber nicht am Ende sterbert; Donnell, Die Goldberg-Variationen

Nachrichten (32)

Autorinnen- und Autoren-Vitae (33)

Ausschreibungen, Kleinanzeigen (34)

Impressum (2)

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Kurzprosa von Daniel Mylow

Veröffentlicht in Daniel Mylow, Literatur, Neue Prosa, Prosa von Walter Eigenmann am 30. Juli 2009

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Fliegen

Daniel Mylow

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Wieder zu spät. In schrägen Schnitten fällt Licht auf den Weg. Die Tür öffnet sich. Es ist nicht viel zu besprechen. Dann reden wir doch noch. Die Zeit vergeht. Ich sitze mit dem Rücken zum Wohnzimmer. Es ist so still. Er deutet mit dem Kopf in eine dunkle Ecke des Zimmers. Ob ich Nathalie mit in die Stadt nehmen könne. Der letzte Zug nach Frankfurt. Warum nicht.
Die Häuser des Dorfes bleiben zurück. Wir schweigen. Über den Feldern steigt der Mond. Wunderschön. Am Horizont gefriert Licht. Nathalie ist begeistert. Ein schmaler Feldweg windet sich über die Hügel. Gräser wachsen ins Licht. Auf der Hügelkuppe stelle ich den Wagen ab. Und der Zug, frage ich. Sie lacht. Wir steigen aus. Es ist eine warme Sommernacht. Wiesen im Mondlicht. Ist das kitschig, sagt sie. Plötzlich läuft sie fort. Am Feldrand bleibt sie stehen und zieht sich aus. Sie nimmt mich an den Händen. Unsere Schatten werden lang und länger. Über einen Heuballen fallen wir ins Gras. Es schimmert. Seine fahlen Spitzen brechen ohne Laut. Ich spüre das Gewicht ihres nackten Körpers, wie er auf mir atmet. Danach ist es ganz still. Der Mond steht schon über den Hügeln. Ein rötlicher Dunst schwebt über der Erde. Verdammt. Nur keine Fragen. Oder doch: Wer bist du. Was hast du bei ihm gemacht. Sie schweigt. Einmal noch werde ich sie fragen.
Er hat mir Geld gegeben. Viel Geld. Ich tue es nur manchmal.
Aufstehen und gehen. Mondlicht und den ganzen Romantikscheiss einpacken und gehen. Meine Finger tasten über das Gras. Da ist die Erinnerung an ihre Haut.
Idiot, sagt sie. Trotzig: wirklich nur manchmal. Mir geht es gut. Papa sorgt schon für uns.
Ich schaue sie an. Wie schön sie ist. Also, sage ich. Sie zieht die Knie an ihren Körper. Die Haare fallen ihr ins Gesicht. Ihre Stimme wird hart, als sie erzählt.
Neunzehn Jahre Crivitz, ein kleiner Ort in Mecklenburg. Dann Frankfurt. Der Arbeit wegen. Ihre Schwester ist mit achtzehn fort, niemand weiß wohin. Der Bruder trinkt. Sie holt das Abitur nach. Es wäre besser, zu arbeiten, meint Mama. Die geht selber putzen. Dabei ist Papa doch Ingenieur. Sie erzählt mit leuchtenden Augen. Wie er noch zur See gefahren ist. Geschichten abends am Bett. Seine tiefe Stimme. Seine Geduld. Später ist er zum Militär. Und jetzt? Sie schweigt Dann lächelt sie. Wäre Papa nicht… Sie erzählt und erzählt.
Warum tust du das dann, sage ich. Denke: mein Chef ist ein Schwein. Sie antwortet nicht. Die Scheinwerfer der Autos tasten über die Felder.
Schau mal, sagt sie, und deutet mit dem Finger nach oben. Über den zurückgelegten Köpfen schimmert es dunkel und kalt. Nachtlichter. Ein Flugzeug gleitet langsam durch das Gehäuf blasser Sterne. Noch etwas zu trinken, bitte? Die Kopfhörer befinden sich vor Ihnen in der Ablage. Die Toiletten finden Sie jeweils am Ende der Gänge. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Flug. Südamerika? Australien?
Die Erde schrumpft. Fliegen, nur fliegen. Sie schaut dem Flugzeug nach. Es verschwindet über der Stadt auf dem Berg. Jetzt sehen wir auf die Lichter der Stadt. Der Mond steht hoch über den Feldern. Mit den Fingern vor den Augen umfasse ich seinen Rand. Soviel Zeit ist vergangen. Sie schaut noch immer dem Flugzeug nach. Der Zug ist fort. Der nächste geht am frühen Morgen. Noch fünf Stunden Mondanstarren. Oh weh. Und dann. Bleibe ich im Wagen sitzen oder komme ich mit? Warten auf den Zug. Ein Kuss vielleicht zum Abschied. Mehr bestimmt nicht. Warum auch.
Die Stadt, sagt sie. Eine solche Stadt war es. Auch auf einem Berg. Und es ist Sommer. Ihre Familie hat da oft Urlaub gemacht. Sie haben ein schönes Haus auf der anderen Seite des Berges. Manchmal gehen sie alle abends in der Stadt essen. Das war schön, sagt sie. Ab und zu darf sie auch schon allein nach Hause laufen.
Das ist ein Weg! Der führt rund um den Berg, und von überall sieht man ganz weit auf die Ebenen. Vielleicht ist es eine Nacht wie diese. Sie bleibt oft stehen und sieht hinab auf die Wiesen und Felder, die vertrauten Lichter, den schwachen Abglanz des Mondes über dem nachtblauen Himmel.
Da merkt sie irgendwann einmal, dass ihr jemand folgt. Leise, aber beharrlich. Sie läuft schneller. Sie dreht sich um, aber sie sieht niemanden. Sie weiß, es ist noch weit. Vor ihr liegt nur der Wald, auf der anderen Seite der Abhang. Dann bleibt sie einfach stehen. Vor Erschöpfung ist ihr ganz schwindlig.
Ein schmaler, dunkelhaariger Junge tritt auf sie zu. Er grinst. Hast ganz schön Puste, keucht er. Er hat sie in der Stadt gesehen. Will einfach nur mit ihr reden. Sagt er. Jetzt, im Sommer, fliegt er Drachen auf den Hügeln unterhalb ihres Hauses. Ja, sie hat die Drachenflieger oft beobachtet. Auch ihr Vater ist einer von ihnen. Ob sie nicht mitkommen wolle.
Jetzt, in der Nacht? Ja, jetzt gleich. Nachts ist es, obwohl verboten, am schönsten. Gemeinsam laufen sie den Weg zum Ferienhaus. Nun hat sie keine Angst mehr. Der Hügel ist ein runder, glänzender Kegel. Das Drachensegel knattert im Wind. Die Silhouetten der Drachen leuchten unwirklich gegen die Nacht. Startvorbereitungen. Gut verschnürt und verzurrt laufen sie auf den Abhang zu… Und dann?
Sie schüttelt den Kopf. Es ist nicht wahr, sagt sie. Es ist alles ganz anders. Sie ist ruhig, als sie weitererzählt.
Der Weg wird schmaler und schmaler. Der Junge schielt nach allen Seiten. Dabei glotzt er ihr auf die Beine, dass sie wieder Angst bekommt. Sie geht langsamer. Sagt, dass sie müde sei. Der Junge nickt. Er erzählt von den Drachen. Sie dreht sich um. Der Weg ist dunkel und leer. Sie bindet sich die Schuhe zu. Sie bleibt stehen, fragt nach Flughöhe, Fallwinden, Unwettern. Der Junge wird ungeduldig. Komm, sagt er. Sie laufen weiter. Plötzlich fällt er sie an, zieht sie ein Stück weit in den Wald. Sie kratzt ihn blutig, er ist stärker. Er reißt ihr das Kleid entzwei. Mit einem Messer ritzt er ihr die Haut quer über dem Bauch. Sie sieht das Blut. Jetzt liegt sie ganz still. Der Junge wirft sich auf sie.
Da stürzt ein Schatten zwischen den Bäumen hervor. Noch ehe der Junge reagiert, liegt er wimmernd im Gras. Ruhig und gezielt prasseln die Schläge und Tritte auf seinen Körper. Es dauert nicht lange. Ihr Vater nimmt sie auf die Arme und trägt sie nach Hause. Wie im Film, lacht sie. Und keinen Moment später. Hier. Sie zeigt auf einen dünnen Strich vernarbter Haut über dem Nabel. Ich lege meine Hand darauf. Das ist schlimm, sage ich.
Vielleicht.
Meine Finger tasten über ihre Haut. Ich rede Unsinn dabei. Aber das ist ihr egal. Sie legt sich zurück ins Gras und schließt die Augen.
Ein fremdes, unerwartetes Erwachen. Es ist kühl. Wir wissen nicht, was wir miteinander sollen. Ich halte die Hand wieder vor Augen. Zwischen meinen Fingern klebt der Mond. Eine Stunde ist vergangen. Sie steht auf und zieht sich an. Ich sehe sie auf das Auto zugehen. Also. Ich werde noch warten, bis sie im Bahnhof verschwunden ist. Vielleicht reden wir noch. Ganz sicher werden wir uns küssen. Das wäre schön. Nicht nur wegen der Erinnerung. Ich ziehe mich an und laufe zu ihr. Dann stelle ich mich neben sie und nehme ihre Hand. Die halte ich vor den Mond. Wir steigen jetzt in unser Mondauto, fahren zur Station und fliegen mit einem Drachen zur Erde. Sag doch was. Nathalie dreht sich um. Sie weint.
Papa ist tot, sagt sie leise. ■

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Daniel MylowDaniel Mylow

Geb. 1964 in Stuttgart, Studium der Neueren Deutschen Literatur, Psychologie und Philosophie, Lehrerausbildung in Kassel, nach Tätigkeiten als freier Verlagslektor von 2004 bis 2009 Oberstufenlehrer an der Freien Waldorfschule Hof, Poesie-Pädagoge für Kreatives Schreiben, verschiedene Kurzprosa-Publikationen in Büchern und Zeitschriften, lebt in Hof/D

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Daniel Badraun: «Rheinfall»

Veröffentlicht in Bernd Giehl, Buch-Rezension, Daniel Badraun, Literatur, Rezensionen von Walter Eigenmann am 29. Juli 2009

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Krimi mit eindimensionalen Figuren

Bernd Giehl

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Baldraun_Rheinfall_Limmat Verlag_TatortschweizMarguerite Duval ist Schriftstellerin. Oder müsste man nicht vielmehr sagen: Sie ist Enthüllungsjournalistin? Normalerweise würden die Themen, über die sie schreibt, wohl eher in Form von Artikeln in größeren Zeitungen erscheinen. Aber Daniel Badraun braucht den großen Auftritt für Marguerite Duval, und deshalb schreibt sie nicht nur Bücher, hat einen Agenten, der zugleich ihr Liebhaber ist, und verdient eine Menge Geld, sondern ihr Verlag veranstaltet auch Lesungen für seine wichtigste Autorin. Leider hat die Schriftstellerin ein Problem: sie kann nur noch schreiben, wenn sie Tabletten nimmt und Alkohol trinkt. Und weil das immer noch nicht genügt, gibt es auch noch eine Morddrohung für den Fall, dass sie ihre Ankündigung wahr macht und tatsächlich aus ihrem neuen Buch, das die Machenschaften der Telefon- und Fernsehgesellschaft Multitel aus Schaffhausen aufs Korn nimmt, liest. Also sucht ihr Agent Jean Pierre Murat eine Doppelgängerin für Marguerite Duval, die an ihrer Stelle im Stadttheater in Schaffhausen liest, und er findet sie in der arbeitslosen Schauspielerin Margrittli Durrer, die Madame Duval tatsächlich sehr ähnlich sieht. «Rheinfall» verfolgt nun die Wege von Marguerite und Margrittli, die die Rollen getauscht haben, durch Schaffhausen und die umliegenden Ortschaften, beschreibt die Verfolgungsjagden und Hindernisse, die sich den Hauptpersonen, ihren Begleitern und Verfolgern in den Weg stellen. Immer neue Intrigen werden zwischen Jean Pierre Murat, Marguerites Verlegerin Helena Brauer, Pietro Soldini, der Journalistin Linda, die über Marguerite schreiben soll, Freddy, dem Leibwächter Marguerites und vielen anderen gesponnen, und fast bis zum Schluss ist nicht klar, wer hier auf welcher Seite steht: Die Verlegerin versorgt ihre Autorin mit Medikamenten, die sie abhängig machen; Murat, der Agent, der zugleich Marguerites Geliebter ist, will sie von der Sucht wegbringen, schläft aber mit der Verlegerin; Freddy, der Leibwächter, lässt sich auf ein lukratives Angebot der anderen Seite ein, will aber zugleich Marguerite schützen; und Soldini, der kurze Zeit als der (von wem auch immer) angeheuerte Killer erscheint, ist in Wahrheit Chef der Kriminalpolizei, während Linda, die Journalistin… – kurz und gut, der Leser wird ständig auf falsche Fährten gesetzt.

Daniel Baldraun

Daniel Badraun

Eine Zeitlang mag man das ja ganz lustig finden, aber irgendwann geht es auf den Geist. Vor allem deshalb, weil die Figuren ziemlich flach bleiben. Und warum es ein Skandal sein soll, wenn eine Telefongesellschaft Funkmasten aufstellt, um Mobiltelefone vertreiben zu können, und eine Sachbuchautorin diesen Skandal öffentlich machen kann, wird wohl auch das Geheimnis von Daniel Badraun bleiben. Für Mobiltelefone braucht man eben Funkmasten, und dass ihre Strahlung schädigt, ist – momentan jedenfalls – kein Thema, selbst wenn der Autor es gerne hätte. Ein Skandal, der keiner ist; ein Mordanschlag, dessen Motivation im Grunde nicht plausibel ist; Figuren, die so eindimensional sind, dass sie wie aus der Schießbude gestohlen scheinen – daraus entsteht kein Krimi. Und um das Happy-End glaubwürdig zu finden, muss man schon ziemlich hartgesotten sein. Kurzum, ich habe schon bessere Krimis gelesen – ein Buch, welches das Geld nicht wert ist, das man dafür hinblättern muss. (Bernd Giehl)

Daniel Badraun, Rheinfall, Krimi (Reihe Tatortschweiz), Limmat Verlag Zürich, 195 Seiten, ISBN 978-3-85791-575-8

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Cartoons von Christian Born

Veröffentlicht in Cartoons, Christian Born, Computer, Grafik, Humor von Walter Eigenmann am 29. Juli 2009

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Christian Born_Cartoon_Computer1

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Christian Born_Cartoon_Computer2

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Christian BornChristian Born
Geb. 1957 in Freiburg/D, Ausbildung in verschiedenen Kunstklassen der Malerei, Zeichnung und Graphik, div. Ausstellungen in Deutschland, Illustrationen in verschiedenen Periodika, lebt als freischaffender Illustrator in Freiburg

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Lyrik von Ueli Schenker

Veröffentlicht in Literatur, Lyrik, Neue Lyrik, Schweizer Literatur, Ueli Schenker von Walter Eigenmann am 28. Juli 2009

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Besuchszeit

Sie schweigen so freundlich
spielen Karten vergessen was
sie hätten werden können
ruf dich her wie einen Hund
auf knappe Zeichen reagierst du
prompt ich spende eine Runde
da du mit strammen Schritten
schon das Weite suchst erst auf
der Brücke wartest Blätter fallen
lässt in den Kanal wir kehren
am anderen Ufer zurück weil
der Nebel durch die Köpfe zieht

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Cafè Santé

Eine weitere Behandlung erübrigt sich
sagt der Spezialist vor lauter Freude
gönne ich mir ein Stück Torte Zeit genug

mich von Osteuropäerinnen entspannt
bedienen zu lassen nachzudenken
über Treppensteigen Probealarm

eine Operation wäre das grössere Übel
morgen hole ich Stöcke fange von vorn an
man hat nie ausgelernt überhaupt haben

Sirenen die längeren Beine als Lügen

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Falschmünzer

Bitte einen Franken für zwei
wärest du mir schon früher
begegnet hätte ich dich
nicht beim Beutel genommen
danke für die Aufmerksamkeit
bin in Eile mein Zug fährt
gleich denk ruhig weiter sag
keinem was ich werde er-
wischt bevor dir ein Licht auf-
geht lies morgen die Zeitung

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Galerie

Leihgaben fallen aus
dem Rahmen Lust auf
gemeinsame Sache mit
weiblicher Aufsicht Flucht-
gedanken kein Durchgang
zur Toilette wegen Umbaus
wir danken für Ihr Verständnis
kommen Sie gut nach Hause

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Ueli SchenkerUeli Schenker

Geb. 1937 in Zürich, war Gymnasiallehrer für Englisch und Deutsch, zahlreiche Lyrik- und Theater-Publikationen, verschiedene Literaturauszeichnungen, lebt in Meggen/CH

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Der Salzburger «Jedermann» 2000 auf DVD

Veröffentlicht in Christian Schütte, DVD, Hugo von Hofmannsthal, Rezensionen, Theater von Walter Eigenmann am 28. Juli 2009

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Unaufdringlich-zurückhaltende Inszenierung

Christian Schütte

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Jedermann_2000_Arthaus_DVDHugo von Hofmannsthals «Jedermann» gehört zu den Salzburger Festspielen wie kein zweites Stück. Seit der Gründung der Festspiele 1920 hat sich eine bedeutende Reihe an Regisseuren daran gemacht, den imposanten Eingangsbereich des Salzburger Doms zur Theaterbühne werden zu lassen, unzählige berühmte Schauspieler sind dort aufgetreten. Dieser Tage werden die Festspiele wie jedes Jahr mit der ersten Vorstellung des «Jedermann» eröffnet, erneut ist die Produktion von Christian Stückl zu sehen und Peter Simonischek ist in der Titelrolle in den letzten Jahren schon zu einer Salzburger Institution geworden.
Das Label Arthaus Musik hat vor kurzem nun einen Live-Mitschnitt der Aufführung aus dem Jahr 2000 veröffentlicht. Die Inszenierung stammte da von Gernot Friedel, Ulrich Tukur spielte den Jedermann. Die übrigen Rollen waren u.a. mit Otto Sander als Tod und Dörte Lyssewski als Buhlschaft besetzt.

Hugo von Hofmannsthal

Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)

Die Geschichte vom Jedermann, das «Spiel vom Sterben des reichen Mannes», wie es im Untertitel heißt, lebt in dieser Produktion vor allem durch die außergewöhnliche Präsenz von Ulrich Tukur, der die Rolle ganz verinnerlicht hat. Otto Sander ist in den kurzen Auftritten des Todes mit seiner markanten, rauchigen Stimme mehr als furchteinflößend. Nicht weniger eindrucksvoll ist Thomas Thieme als güldener Mammon. Dörte Lyssewski ist eine leichtlebige Buhlschaft, die ihren Jedermann wahrlich zu becircen weiß. Johannes Krisch als Jedermanns guter Gesell mahnt im Lauf des Spiels immer eindringlicher an Jedermanns Gewissen – bis er sich von ihm verabschiedet. Christine Ostermayer als Jedermanns Mutter ist sorgenvoll-mahnend um ihren Sohn bedacht. Das übrige Ensemble trägt nicht minder zur insgesamt überzeugenden schauspielerischen Seite dieser Produktion bei.

Salzburger Dom-Platz

Imposante «Jedermann»-Kulisse: Der Salzburger Dom-Platz

Ob die musikalischen Einlagen von Werner Preisegott Pirchner in dieser Form eine wirkliche Ergänzung zu den mittelalterlich-historischen, im besten Sinne traditionellen Kostümen – vor allem für die allegorischen Figuren – von Imre Vincze darstellen, ist sicher Geschmackssache. Abgesehen davon ist die Regie von Gernot Friedel aber angenehm unaufdringlich und zurückgenommen, ganz auf die Personen konzentriert. Die Personenregie wäre sicherlich durch sorgfältigere Kameraführung auch auf einer DVD markanter hervorzuheben. Fraglich ist, ob die gelegentlichen Einblendungen von Szenen hinter der Bühne, etwa während des musikalischen Vorspanns und nach dem Auftritt des Mammon, wirklich sein müssen, lenken sie doch unnötig vom Bühnengeschehen ab.
Die Menüführung auf dieser DVD ist klar und übersichtlich, als Bonus gibt es drei Trailer aus anderen Salzburger Produktionen: «Jedermann» von 1970, die Uraufführung von Thomas Bernhards «Der Ignorant und der Wahnsinnige» von 1972 und Franz Grillparzers «Die Jüdin von Toledo» aus dem Jahr 1990.

Salzburger Festspiele 2000 (Tukur / Lyssewski /Ostermeyer / Fritz Muliar / Sander u.v.a.): Hoffmannsthal, Jedermann, Arthaus-Musik, ASIN 3941311182

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Das Zitat der Woche

Veröffentlicht in Erasmus von Rotterdam, Kunst&Kultur, Philosophie, Zitat der Woche von Walter Eigenmann am 27. Juli 2009

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Von den Künstlern

Erasmus von Rotterdam

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Von den Künstlern? Was sie ja alle auszeichnet, ist just die Selbstgefälligkeit, und eher ließe sich einer sein väterliches Gut absprechen als sein Talent, besonders was Schauspieler, Sänger, Redner und Dichter sind: Je weniger einer kann, desto frecher belobigt er sich, desto stolzer geht er einher, macht er sich breit. Und nun weiß man: jedes Kraut hat seinen Fresser, oder anders: je ärger der Schund, desto stärker der Beifall, zieht doch stets das Geringste am meisten, denn, wie ich sagte, die Mehrzahl der Menschen ist eingeschworen auf die Torheit. Wenn also dem größten Stümper der größte Erfolg bei sich selbst und beim Publikum in den Schoß fällt, wozu sollte sich einer noch gründlich schulen? Schulung kostet erstens Geld, dann macht sie unnatürlich und befangen, und findet schließlich nicht halb soviel Anklang.

Erasmus von Rotterdam

Erasmus von Rotterdam (1465-1536)

Nun sehe ich aber, dass die Natur nicht bloß dem einzelnen seinen Dünkel, sondern auch jeder Nation, um nicht zu sagen jeder Stadt, einen Gesamtdünkel eingepflanzt hat. Drum wollen die Engländer wissen, neben anderen finde man Schönheit, Musik und einen guten Tisch nur bei ihnen. Die Schotten sind stolz auf ihren Adel und auf die Verwandtschaft mit dem Königshaus, aber auch auf ihre dialektischen Kniffe. Die Franzosen haben die Höflichkeit gepachtet. Die Pariser maßen sich in der Theologie eine besondere Meisterschaft an und lassen fast niemand neben sich gelten. Die Italiener haben Literatur und Beredsamkeit an sich gerissen und schmeicheln sich alle, auf der ganzen Welt die einzigen Nichtbarbaren zu sein, zumal aber die Römer, die noch immer von jenem alten Rom träumen. Die Venezianer beglückt der Glaube an ihre Vornehmheit. Die Griechen spielen sich als die Erfinder der Wissenschaften auf und machen viel Wesens aus ihren alten berühmten Helden. Der Türke und die ganze echte Barbarenbande wähnt gar, die beste Religion zu haben und verlacht die Christen als abergläubisch. Die Juden – noch köstlicher – warten auch jetzt noch unentwegt auf ihren Messias und halten an ihrem Moses bis heute krampfhaft fest. Die Spanier gönnen keinem den Heldenlorbeer. Die Deutschen trutzen auf ihre Hünengestalt und die Kenntnis der Magie.
Ich spare mir Details: ihr seht wohl schon, wieviel Freude dem einzelnen und der gesamten Menschheit die Selbstgefälligkeit schenkt.
Von ähnlicher Art ist ihre Schwester Schmeichelei – jene nämlich ist am Werk, wenn einer sich selber streichelt; tut er dasselbe einem andern, steht diese hinter ihm. – Freilich genießt sie heutzutage keinen guten Ruf, aber doch nur bei denen, die sich an den Namen statt an die Sache halten. Sie meinen, mit der Schmeichelei stehe die Treue auf schlechtem Fuße, und doch könnten sie schon von den Tieren lernen, dass dem nicht so ist: keines schmeichelt so wie der Hund, aber auch keines ist so treu; keines kokettiert so wie das Eichhörnchen, aber keines ist dem Menschen so zugetan. Oder meint ihr, mit reißenden Löwen oder wilden Tigern oder fauchenden Pantern wäre ihm besser gedient? Es gibt zwar eine bösartige Schmeichelei, mit welcher hinterlistige, hämische Gesellen ihre armen Mitmenschen ins Verderben locken; aber von dieser Art ist meine nicht. Sie stammt aus der Herzensgüte und Unschuld und steht der Tugend viel näher als ihr Gegenstück, die Schroffheit und die, wie Horaz sagt, widerhaarige und unfreundliche Pedanterie. Sie richtet den Niedergeschlagenen auf, streichelt den Traurigen, stupft den Saumseligen, weckt den Stumpfsinnigen; Krankheit erleichtert sie, Trotz bricht sie, Liebesbande knüpft sie und schon geknüpfte festigt sie; sie weiß die Jungen zum Lernen zu verlocken, die Alten zu erheitern, die Fürsten ohne Kränkung, im Gewande des Lobes, zu ermahnen und zu belehren, kurzum: sie bringt es zuwege, dass jeder sich selbst angenehmer und wertvoller wird – und das ist beim Glück ja die Hauptsache. Und wie selbstlos sieht es doch aus, wenn ein Esel den andern krault! Vergessen wir zudem nicht, dass die Schmeichelei eine große Rolle in der löblichen Redekunst spielt, eine größere noch in der Heilkunst, die größte in der Poesie und dass sie überhaupt den Verkehr der Menschen versüßt und würzt.

Aus Erasmus von Rotterdam, Das Lob der Torheit, Paris 1511

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Parabel von Georges Raillard

Veröffentlicht in Georges Raillard, Literatur, Neue Prosa, Prosa von Walter Eigenmann am 27. Juli 2009

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Der richtige König

Georges Raillard

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Wieder werden die breitesten Straßen der Hauptstadt gesperrt, werden Abschrankungen aufgestellt, wird der Verkehr weiträumig umgeleitet. Wieder postieren sich an allen strategischen Punkten Sicherheitskräfte in Uniform und Zivil. Wieder strömt das Volk herzu, staut sich hinter den Schranken, säumt dunkel die helle Asphaltstrecke wie Ungeziefer einen befallenen Pflanzenstiel. Stundenlang harrt es, ob in Hitze, Regen oder Kälte, geduldig und unbeirrbar und immer wieder voller Erwartung, des Vorbeizugs.
«Wozu brauchen Sie denn einen König?» fragt der Reporter eine ältere Frau, die sich mit verschränkten Armen auf die Abzäunung stützt.
Die Frau starrt ihn verständnislos an, zuckt schließlich mit den Schultern und wendet sich rasch ab, als müsste sie sich schämen.
Thronanwärter ziehen mehrmals in der Woche vorbei, auf geschmückten Elefanten reitend, auf bunten Streitwagen stehend, von einer Herde schäumender Pferde gefolgt, im Cockpit eines ultramodernen Düsenjets sitzend, einen Trupp im Tarnanzug kommandierend oder von einem Dutzend leichtbekleideter Mädchen umschwärmt. Mit solch exorbitantem Aufwand buhlen sie um das Volk, denn das Volk ist ihr Richter: Es allein bestimmt, wer der richtige König sei.
Das Volk ist nicht leicht zu gewinnen. Eine einzige ungeschickte Handbewegung, ein Kopfnicken zur falschen Zeit, eine unpassende Gewandung, und das Volk buht und wendet sich enttäuscht weg. Seit Monaten, ja Jahren konnte kein König das Volk überzeugen.
Die Spannung ist groß. Manche halten ein Transistorradio ans Ohr geklemmt. Vor der Stadt fänden blutige Gefechte statt, hört man. Von einem Duell wird berichtet, bei dem der Sieger dem Besiegten den Kopf abschneide, um sich damit für den Vorbeizug zu schmücken. Der heutige Anwärter komme als Piratenhäuptling auf einem großen Segelschiff, heißt es, das in einem riesigen, von Sattelschleppern gezogenen Wasserbecken schwimme. Gerüchte laufen aus wie Flüssigkeit aus lecken Tanks, fließen zusammen, schwellen an, rauschen durch die Menschenmenge und heben sie empor. Stimmen überschlagen sich, überschreien einander, zetern. Aber noch immer ist die ganze Strecke lang nichts zu sehen.
«Wozu brauchen denn Sie einen König?» fragt der Reporter nun einen jüngeren Mann, auf dessen Schultern ein kleines Mädchen sitzt und ein Fähnchen schwenkt.
Der Mann denkt nach, sagt dann: «Sobald ich ihn sehe, weiß ich’s vielleicht.»
«Aber wie wissen Sie denn, welches der richtige König ist?» hakt der Reporter rasch nach.
Der Mann antwortet nicht. Niemand spricht plötzlich mehr. Das Stimmengewirr, wie durchgeschnitten. Alle Blicke in eine Richtung, nach links die Straße entlang. Recken tausender Hälse, Scharren tausender Füße, Drängen und Drücken. Der Reporter spürt fremden, warmen Atem in den Haaren, im Nacken, an den Schultern, an den Armen. Jetzt wird ein Schritt hörbar, deutlich und gemessen, der Schritt eines Einzelnen, der Schritt eines Einzigen, näher und näher. Wer ist es? Wie ist er? Noch ist nichts entschieden!
Der Mann mittlerer Größe, mittleren Alters schreitet ohne Eile seines Wegs. Sein Blick ist in die Ferne gerichtet: Seines Zieles und seiner Ankunft ist er sich gewiss. Gekleidet ist er schlicht, beige Hosen, hellblaues Hemd. Er geht ganz allein und scheint nichts zu brauchen.
«Ein Schwächling, hat niemanden», ruft jemand.
«Im Gegenteil», widerspricht jemand anders, «noch nie war einer so stark, allein und mittellos zu kommen.»
Andere Stimmen erheben sich, erhitzen sich im Dafür und Dawider. Worte gellen hin und her. Ratlos steht der Reporter mitten im Streit und sieht dem Anwärter nach, der ruhig weiterschreitet und sich entfernt. Da wendet sich der jüngere Mann mit vor Erregung gerötetem Gesicht um und schreit dem Reporter durch den Lärm hindurch zu:
«Sehen Sie’s? Dies ist der richtige König! Er stiftet die Zwietracht, in der wir uns selbst finden. Jetzt können wir aufbegehren. Ohne König sind wir nichts als ein einziger harter Körper und nicht imstande, uns gegen uns selbst zu wenden.» ■

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Georges RaillardGeorges Raillard

Geb. 1957 in Basel/CH, Schriftsteller und Komponist (Gitarrenmusik), lebte 18 Jahre als Übersetzer und Sprachlehrer in Madrid, seit 2001 wieder in Basel

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Cees Nooteboom: «Nachts kommen die Füchse»

Veröffentlicht in Bernd Giehl, Buch-Rezension, Cees Nooteboom, Literatur, Rezensionen von Walter Eigenmann am 26. Juli 2009

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Liebe – ohne große Worte

Bernd Giehl

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«Es sind die Toten, die uns lieben.
Nicht die Lebenden. Die vergessen uns.
Aber die Toten erinnern sich an uns.
Würden sie sonst Nacht für Nacht kommen
und uns heimsuchen?»
(Quelle und Autor unbekannt)

Noteboom_Nachts wenn die Fuechse kommenMan kennt das ja aus eigener Anschauung. Irgendwann kehrt man an einen Ort zurück, an dem man schon einmal war. Es muss nicht unbedingt ein Ort gewesen sein, an dem man sich gern aufhielt. Aber gleichwohl kommen die Erinnerungen: Hier hat man vor Jahren den kleinen Hund begraben, der einem so sehr ans Herz gewachsen war; Und hier ist man vor langer Zeit jener Frau begegnet, die so eine unheilvolle Rolle im eigenen Leben gespielt hat.
Es sind unwillkürliche Erinnerungen, die Nooteboom in seinem «Nachts kommen die Füchse» beschwört. Und oft kommen sie eher beiläufig. Ein Foto taucht plötzlich auf, und ob man will oder nicht: man erinnert sich. Ob die Erinnerung angenehm ist oder nicht, was spielt das für eine Rolle? Wichtig ist nur die Erinnerung selbst.
Einem Mann fällt ein Foto in die Hände. Er beschreibt die Menschen, die darauf zu sehen sind. Vor allem eine Frau hat es ihm angetan. «Paula» heißt sie. Sie ist vor Jahren bei einem Hotelbrand ums Leben gekommen.

Cees Nooteboom

Cees Nooteboom

Paula war nicht nur eine schöne Frau, sondern sie war auch eigenwillig. Der Kreis, in dem sie auftaucht, ist ein lockerer Verband von Glücksspielern, die alle dasselbe wollen: möglichst viel Geld zu gewinnen. Paula schläft mit allen. Auch mit dem Erzähler. Aber dann brennt sie mit einem anderen Mann durch. Jahre später erfährt der Mann, dass Paula bei einem Hotelbrand ums Leben gekommen ist. Jetzt sitzt er auf dem einzigen Stuhl, der ihm noch geblieben ist, in einem leeren Zimmer und erinnert sich an Paula. An ihre Schönheit und an ihre Risikobereitschaft. Er hat Paula geliebt, noch lange nachdem sie endgültig aus seinem Leben gegangen ist.
Alle Erzählungen in dem Band «Nachts kommen die Füchse» handeln von den Toten und den Erinnerungen, die die Zurückbleibenden an sie haben. Und alle handeln von der Liebe. Es sind Geschichten, die nicht mit großen Worten daherkommen, und die deshalb um so mehr unter die Haut gehen. Es sind die Erinnerungen, die uns bleiben und die das Leben lebenswert machen. Ich glaube, Nooteboom hat recht. (Bernd Giehl)

Cees Nooteboom, Nachts kommen die Füchse, Erzählungen, Suhrkamp Verlag Frankfurt, 152 Seiten, ISBN 978-3518420669

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Zum 10. Todesjahr von Grete Weil

Veröffentlicht in Auschwitz, Essays & Aufsätze, Geschichte, Grete Weil, Literatur, Peter Ahrendt von Walter Eigenmann am 25. Juli 2009

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«Eine schlechte Hasserin»

Über die jüdische Schriftstellerin Grete Weil

Peter Ahrendt

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«Je weiter Auschwitz entfernt ist, desto näher kommt es, die Jahre dazwischen sind weggewischt. Auschwitz ist Realität, alles andere Traum. Nicht Mauthausen, wo Waiki ermordet wurde und ich mit ihm. Das Entsetzen hat sich vom eigenen Schicksal verlagert auf das der vielen. Auschwitz ist Chiffre, kein Ort auf der Landkarte.
Meine Nerven reagieren auf jede Gewalt, Menschen, ihre Mörder, eine sadistische Meute beamteter, uniformierter Peiniger. Eltern, die ihre Kinder quälen, Eheleute, die sich langsam erwürgen, Gemetzel mit Bajonetten, Peitschen, Elektroden, Wörtern, in Folterkammern und guten Stuben. Es verfolgt mich.»

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«Es verfolgt mich»

Grete Weil

Grete Weil (1906-1999)

So steht es in einem Buch, das ich vor einigen Jahren, und mit dringlicher Leseempfehlung, geschenkt bekam: in Grete Weils Roman «Generationen».1
Dieses Buch beeindruckte und bewegte mich derart, dass ich daraufhin alle weiteren Bücher der Weil las und begann, mich mit Leben und Werk der Autorin zu beschäftigen, einer Autorin, die nur ein Lebensthema hat: Die Judenverfolgung (ihr eigenes Schicksal), den Faschismus und die Nichtaufarbeitung der Vergangenheit durch die Deutschen. Ein Thema, das sie immer erneut gestaltete, in einfacher, klarer, oft stakkatohafter Sprache, unbeschönigt, aber nicht unschön.
Grete Weil wurde 1906 in Rottach-Egern am Tegernsee als Margarete Elisabeth Dispeker geboren, Tochter einer großbürgerlichen jüdischen Familie, und verlebte nach ihren eigenen Worten eine unendlich glückliche Kindheit, verwöhnt und verhätschelt. Sie studierte Germanistik in Berlin, München und Frankfurt/M, begann zu schreiben, denn Schriftstellerin zu werden war ihr eigentliches Lebensziel schon früh, und heiratete 1932 den Dramaturgen der Münchner Kammerspiele Edgar Weil, dem sie 1936 nach Holland ins Exil folgte.
Dort arbeitete sie zunächst als Portrait-Photographin. Als die Niederlande kapitulierten (1940), versuchten sie und ihr Mann nach England zu fliehen, aber der Versuch misslang. 1941 wurde Edgar Weil auf der Straße verhaftet und im KZ Mauthausen ermordet. Grete Weil meldete sich zur Arbeit beim jüdischen Rat in der «Schouwburg» in Amsterdam, dem Sammellager für die zur Deportation bestimmten Juden, als Selbstrettung und um nach Kräften die Deportationen zu behindern und zu verzögern. Im Herbst 1943 tauchte sie jedoch bei Freunden unter und überlebte.

Das Vernichtungslager Auschwitz (BBC & NDR 2005 / Ausschnitt)

(Weitere Auschwitz-Filmdokumente bei Youtube)

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Aussöhnung ohne Vergessen

Nachdem die Deutschen den Juden 1941 die Staatsbürgerschaft aberkannt hatten, war auch Grete Weil staatenlos geworden, und da die Alliierten nach dem Krieg keine Staatenlosen nach Deutschland ließen, ging sie 1947 heimlich über die grüne Grenze in die Heimat zurück, in das trotz allem geliebte Land. Immer hatte sie sich als Deutsche gefühlt, denn ihre Sprache und ihre Kultur waren deutsch. Sie söhnte sich aus mit diesem Land und diesem Volk, aber ohne zu vergessen oder zu verdrängen. Ihr Schicksal, das Schicksal ihrer Leidensgenossen blieb ihr gegenwärtig und wurde das Thema ihrer nun im fortgeschrittenen Alter wieder aufgenommenen literarischen Produktion: «Zwölf Jahre nicht geschrieben, in der Zeit, die entscheidet, in der man die besten Einfälle hat und die meiste Kraft. Nach dem Krieg schreibe ich ein paar Bücher. Sie handeln von Krieg und Deportation. Ich kann von nichts anderem erzählen. Der Angelpunkt meines  Lebens.»2

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Ans Ende der Welt

«Ans Ende der Welt»3 hieß ihr erstes Buch, das 1949 in Berlin erschien. Diese Erzählung ist eine Darstellung ihrer Erfahrungen in der Schouwburg. Hier sind hunderte von Menschen jeden Alters zusammengepfercht in Erwartung ihres Schicksals, so auch ein Universitätsprofessor mit Frau und Tochter, einer der nur sehr langsam begreift, dass den Nazis seine soziale Stellung, seine Verdienste nichts bedeuten, dass auch er nur eine Nummer in den Listen ist, einer von vielen, die sterben müssen. Beklemmend ist diese Schilderung der Atmosphäre von Angst, Verzweiflung, Hoffnung auch, an die sich die Verlorenen klammern, und anrührend die Begegnung der Tochter Annabeth mit dem Jungen Ben und ihre erste scheue Liebe im Angesicht des nahen Todes.
Dieses Buch wurde zwar von einem Albert Ehrenstein als «knappes Meisterwerk» bezeichnet, «eine einfache, herzergreifende Geschichte von Liebe und Tod, die viele kennen sollen, kennen müssen …»4, aber ein Erfolg war es nicht, kaum jemand wollte nach dem Krieg etwas wissen von diesen Dingen, man war beschäftigt damit Neues aufzubauen und das Alte zu verdrängen.

Weil-Libretto zu Henz-Oper-Boulevarde Solitude

Weil-Libretto zu Henz-Oper: «Boulevarde Solitude» (Aufnahme von 1953)

Aber die Weil schrieb weiter. Nachdem sie ihren Jugendfreund, den Opernregisseur Walter Jockisch wiedergefunden hatte, (den sie 1960 heiratete), entstand zunächst, zusammen mit ihm, das Libretto zu Hans Werner Henzes Oper «Boulevard Solitude», die 1952 in Hannover uraufgeführt wurde, sowie der Text zu Fortners Pantomime «Die Witwe von Ephesus» (Uraufführung in Berlin 1952). Sie übersetzte Bücher aus dem Englischen (Durrell, Aiken, Buchanan, Hawkes) und Holländischen (J. Brouwers), textete Kurzfilme, besprach Bücher im Funk, und bevor ihr nächstes Buch erschien, verging Zeit. Aber sie hatte sich keineswegs abgefunden mit der praktizierten «Vergangenheitsbewältigung» der Deutschen. Sie bestand weiter darauf, über die deutsche Schande nachzudenken, zu reden, zu schreiben.

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Schonungslose Offenheit

Und sie tat es mit schonungsloser Offenheit in dem 1963 erschienen Roman «Tramhalte Beethovenstraat»5, in dem sie abermals ihre Holland-Erlebnisse zu verarbeiten sucht. Indem sie hier einen jungen deutschen Journalisten zum Protagonisten macht, der 1942 als Berichterstatter in Amsterdam Zeuge der Judendeportationen wurde, bemüht sie sich um etwas objektivierende Distanz.
Aber auch er will nach dem Krieg nicht vergessen, sich nicht arrangieren, sondern versucht auf einer Reise in die Vergangenheit mit sich und seinen Erinnerungen ins Reine zu kommen. Ein aufwühlendes Buch, das ergreift und angreift, keine gemütliche Lektüre, «in einer Prosa von großer Schlichtheit und Wärme, Direktheit und Kraft, wie man sie selten findet»,6 wie Martin Gregor-Dellin schrieb.

1968: «Happy, sagte der Onkel»7 – drei Impressionen aus Amerika, auch dort wieder das ständige Thema. Die Titelerzählung schildert einen Besuch bei Verwandten, die der Vernichtung im Dritten Reich entronnen, die Vergangenheit völlig verdrängt haben und als 150prozentige Amerikaner jede Erinnerung daran weit von sich weisen. Sie haben sich rührend in ein Ghetto aus Nichtwissenwollen, Nichtanrühren zurückgezogen, eine Haltung, die Grete Weil bitterem Spott anheimgibt. In der zweiten Skizze («Gloria Halleluja») besucht sie Harlem, ein Ghetto von heute, in dem sie mit Hass und Ablehnung konfrontiert wird. Es gibt keine Solidarität der Unterdrückten und Verfolgten, wenn sie verschiedener Hautfarbe sind. Schließlich eine Touristenreise nach Mexiko, ins aztekische Chichen-Itza, auch das eine Schädelstätte, für die Weil eine Parallele zu Auschwitz, und dort begegnet sie einem SS-Schergen wieder (oder glaubt ihm zu begegnen), der jetzt als Fremdenführer tätig ist. Anlass zu einer Selbstbefragung, einem nochmaligen Durchleben der schlimmen Vergangenheit («B sagen»). Später notiert sie: «Ich verstehe jeden, habe eine Geschichte geschrieben, in der ich mich mit einem SS-Mann identifiziere, wir haben beide überlebt, sind beide schuldig»8.

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Schuld des Überlebens

Weil_Spaetfolgen_Fischer TB

Schuld des Überlebens: «Spätfolgen»

In ihrem letzten Buch, mit dem bezeichnenden Titel «Spätfolgen» setzt sie sich in kleinen Erzählungen nochmals mit dem Weiterwirken des Entsetzlichen und mit der Scham des Überlebenden auseinander. Da ist jenes jüdische Mädchen, das dem Nazi-Morden entkommt, auf einer Reise durch das heutige Deutschland einen Autounfall erleidet und stirbt, weil sie sich von keinem deutschen Arzt anfassen lassen kann («Don’t touch me»). Oder jener Mann, der nach Italien zurückkehrt, an die Orte einstigen Glücks mit der in Sobibor vergasten Bella und sich dort erschießt, weil er sich als Überlebender schuldig fühlt. («Das Schönste der Welt»). Der Band enthält auch eine Neufassung von «Happy, sagte der Onkel» («Das Haus in der Wüste»), die im wesentlichen eine Straffung darstellt, eine strengere, knappere Form; diese Bearbeitung zeigt, dass Grete Weil auch gerade an dieser Geschichte über Verdrängung und Arrangierung viel gelegen war.
1970 starb auch Walter Jockisch, und Grete Weil, jetzt 64 Jahre alt, allein, nicht mehr gesund, noch heimgesucht von den Gespenstern der Vergangenheit, schrieb jenen Roman, der 1980 ihren künstlerischen Durchbrach brachte: «Meine Schwester Antigone».
In Aufzeichnungen einer alten Frau, die minuziös ihren Tagesablauf notiert, ihr Leben allein, ihr Leiden an der Einsamkeit, die sie doch auch braucht, ihr Leiden am Alter, das sie doch mit verbissenem Stolz trägt, und ihr Ringen mit dem unfertigen und nie vollendeten Antigone-Stoff.
Die sophokleische Heldin, die sie beschäftigt und verfolgt, sieht sie als Ebenbild, aber auch als Gegenpart, dessen Handlungen sie in unzähligen Gedankenspielen analysiert und interpretiert, immer in Bezug auf sich selbst. Antigone aber auch als rebellische Verkörperung einer Jugend, «die uns nicht die kleinste Ausflucht erlaubt, diese Welt noch in Ordnung zu finden»9, einer Jugend, für die die Autorin Verständnis und Zuneigung empfindet.
Immer wieder sind da auch die Erinnerungen an ihre toten Ehemänner, auch an ihren verschwundenen Hund, den einzigen verbliebenen Gefährten, vor allem aber an die furchtbare Vergangenheit, die Verfolgung, die Zeit im jüdischen Rat in Amsterdam, die unvermittelt in die Gegenwartsschilderungen eingefügt und damit selbst zur ständigen Gegenwart werden. Noch nie wurden zudem die Probleme des Alterns, die Einsamkeit wie der Kampf um eine würdiges sinnvolles Dasein so eindringlich beschworen.

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Verschachtelte Zeitebenen

Ghetto_Piotrkow

«Auflösung» des polnischen Ghettos Piotrkow (Petrikau): «Die Bestie Mensch»

Am Ende werden die Zeitebenen immer stärker verschachtelt, durchdringen sich Erinnerungen der Autorin, die Identifizierung mit Antigone, die Gegenwart, die Kindheit, die hypothetischen Erlebnisse so stark, dass sie fast untrennbar werden. Letztlich wird die Erzählerin nicht damit fertig, dass sie hingenommen hat, nicht wie Antigone aufgestanden ist und um den Preis des Untergangs ein Zeichen der Revolte gegeben hat.
Eingefügt in dieses Buch ist ein furchtbares Dokument: 20 Seiten eines Augenzeugenberichts über die «Auflösung» des Juden-Ghettos Petrikau (Piotrkow) 1943, den Friedrich Hellmund geschrieben hatte, ein lettischer Autor, 1945 in Polen vermisst. Hier wird nüchtern-sachlich, aber mit brutaler Deutlichkeit vorgeführt, was sich hinter so leicht zu handhabenden Vokalen wie «Ghetto-Auflösung» und «Endlösung» verbirgt: die Bestie Mensch in geradezu unvorstellbarer Form. Dieses Dokument macht mit einem Schlag auch dem letzten Zweifler klar, warum die Weil nicht vergessen kann, nicht vergessen will, und warum sie das Erschießungskommando hinter sich spürt, wenn sie Erde im Garten aushebt, um Blumen zu pflanzen, warum sie Sympathie hat mit der verfolgten «Sympathisantin».
Das Buch war, wie gesagt, ein Erfolg. «Der späte Erfolg tut gut. Der späte Erfolg tut weh», schrieb sie, «der Preis war zu hoch. Ich bin Zeuge, und als Zeuge muss ich aussagen. Und dieser Zwang hat mir Kraft gegeben durchzuhalten. Viele Jahre wollte es niemand hören, aber das ist anders geworden.»10
Die Offenheit einer nachgewachsenen Generation für die längst überfällige Beschäftigung mit der jüngeren deutschen Geschichte trug sicher zum Erfolg auch des nächsten Buches bei, jene «Generationen» von 1983. Hier wird der Versuch einer Wohngemeinschaft dreier unterschiedlicher Frauen geschildert: Einer älteren, die Autorin mit der schweren Hypothek der Verfolgten und Gedemütigten, einer Jungen und einer Frau mittleren Alters, beide ohne diese Erfahrungen,aber mit eigenen Problemen und auch mit einem gewissen rücksichtslosen Egoismus. Der Versuch dieses Zusammenlebens verschiedener Generationen scheitert, an Missverständnissen, Empfindsamkeiten, Rivalitäten. Die Junge sucht ihren eigenen Weg, eine Arbeit, in der sie sich verwirklichen kann, die mittlere ist eine einzelgängerische Künstlerin, und alle führen in wechselnden Konstellationen einen Kampf um Wärme, Verstehen, Freundschaft, wozu letztlich keiner fähig ist, weil jeder mit seinem Geschick auf einer Insel lebt.
Auch dies wieder ein Tagebuch (in dem übrigens die Entstehung der «Antigone» verfolgt werden kann), und eigentlich ein sehr ähnliches Buch, doch neu aufgerollt, neu gespiegelt, der Einsamkeit dort ein Versuch von Gemeinschaft hier gegenübergestellt, stets im Schatten der Vergangenheit.

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Keine Wehleidigkeit

Grete Weil_Muenchen 1998

Ohne Wehleidigkeit schreiben gegen das Vergessen: Grete Weil 1998 an der 10-Jahr-Feier der Stiftung «Weiße Rose»

Aber hier, wie immer bei der Weil, fehlt jede Wehleidigkeit, jede Larmoyanz, immer bleibt sie nüchtern, von großer, harter Aufrichtigkeit, schonungslos auch sich selbst gegenüber. Und nochmals, nach einem Herzinfarkt und einem schweren Schlaganfall schafft sie es, einen Roman, den «Brautpreis» zu schreiben. Hierin liest man: «Herrlich, dass du wenigstens schreiben kannst. Nein, es ist nicht herrlich, kein bisschen. Es ist eine gewaltige Anstrengung. Die dauernde Furcht, es nicht mehr zu können. »11
In diesem Buch entdeckt die Weil ein neues Thema für sich, steigt sie tief hinab in die jüdische Geschichte; sie, die niemals eine jüdische, nur eine deutsche Identität in sich entdecken konnte, wird hier zu Michal, Tochter des Königs Saul und erste Frau König Davids, auch sie nun eine alte Frau, die ihr langes kummervolles Leben berichtet. Dann aber spricht auch wieder die Autorin selbst: Ein Dialog über die Zeiten hinweg, zwischen einer Jüdin am Anfang und einer am Ende der Geschichte. «3000 Jahre liegen dazwischen. Eine lange Zeit zur Einsicht, doch geändert hat sich nicht viel.»12

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Zum ersten Mal in Israel

Um ihr Buch schreiben zu können, ist sie, die immer gern und viel reiste (bis nach Ladakh und Nepal!), endlich auch nach Israel gefahren, zum ersten Mal in ihrem Leben, denn sie hatte bislang wohl immer Angst vor ihren Emotionen, eine Angst, die sich dann als unbegründet erwies. Das Land erschien ihr fremd, vermittelte ihr nicht das Gefühl nach Hause zu kommen; wohl aber empfand sie eine Zärtlichkeit für Land und Bewohner und hoffte, wenn auch zweifelnd, dass es gut gehen möge mit ihnen.
Eine Skepsis, geboren aus leidvoller Erfahrung und aus einer leidvollen Geschichte voll Blut und Gewalt, wie sie auch in dieser Erzählung berichtet wird. Aber Michal, diese Stimme aus ferner Vergangenheit setzte die Hoffnung auf eine künftig bessere, menschlichere Welt und ahnte doch nicht, welches Schicksal ihrem Volk noch bevorstand. Grete, die andere Stimme, hat dieses Schicksal durchlebt und überlebt und muss mit dieser Wunde leben; dennoch ist sie bereit zu vergeben. Ein Buch von großer Trauer und großer Menschlichkeit.
In den «Spätfolgen» wird dann ein resignierter Ton hörbar: «Über vierzig Jahre lang habe ich mir eingebildet ein Zeuge zu sein, und das hat mich befähigt so zu leben wie ich es getan habe. Ich bin kein Zeuge mehr. Ich habe nichts gewusst. Wenn ich Primo Levi lese, weiß ich, dass ich mir ein KZ nicht wirklich vorstellen konnte. Meine Phantasie war nicht krank genug.»13
Primo Levi hat sich wie andere, die das KZ überlebten: Jean Améry, Bruno Bettelheim, Paul Celan später das Leben genommen, und was schon zuvor gelegentlich bei Grete Weil anklang, wird hier nochmals sehr deutlich: das Schuldgefühl der Davongekommenen gegenüber den Opfern des Nazi-Terrors.
Für den «Brautpreis» und für ihr Lebenswerk erhielt Grete Weil 1988 den mit 20’000 DM dotierten Geschwister-Scholl-Preis. In ihrer Dankrede erklärte sie, dieser Preis sei der einzige, den sie sich immer gewünscht habe, denn er gelte nicht nur der Literatur, sondern auch der Gesinnung, und da glaube sie ihn im Sinne von Hans und Sophie Scholl mit Recht annehmen zu dürfen.
«Ich, die Spätgeborene», schreibt sie in dem Roman, «muss mit dem Wissen um Auschwitz mein Leben zu Ende bringen, es wird mich quälen bis zum letzten Atemzug.»14
Aber, auch das sagte sie einmal in einem Interview, hassen könne sie nicht: «Ich bin wohl eine schlechte Hasserin.» ■

1 Grete Weil, Generationen, Roman, Berlin: Volk und Welt, 1985
Grete Weil, Meine Schwester Antigone, Roman, Zürich/Köln: Benziger, 1980
3 Grete Weil, Ans Ende der Welt, Erzählung, Berlin: Volk und Welt, 1949
4 zitiert nach G. Weil, Ans Ende der Welt
Grete Weil, Tramhalte Beethovenstraat, Roman, Wiesbaden: Limes, 1963
6 zitiert nach G. Weil, Tramhalte Beethovenstraat
7 Grete Weil, Happy sagte der Onkel, Wiesbaden: Limes, 1968
8 G. Weil, Antigone
9 G. Weil, Antigone
10 G. Weil, Generationen
11 Grete Weil, Der Brautpreis, Roman, Zürich/Frauenfeld: Nagel&Kimche, 1988
12 G. Weil, Der Brautpreis
13 Grete Weil, Spätfolgen, Erzählungen, Zürich/Frauenfeld: Nagel&Kimche, 1992
14 G. Weil, Der Brautpreis

(Dieser Beitrag von Peter Ahrendt stammt aus dem Jahre 1994)

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Peter AhrendtPeter Ahrendt
Geb 1940 in Penzlin/D, bis 2005 Konzern-Betriebsprüfer, Prosa-, Lyrik- und essayistische Publikationen in Büchern und Zeitschriften, Mitglied der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser GASL und der Fritz-Reuter-Gesellschaft, lebt in Norderstedt/D

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Themenverwandte Links

Weiße Rose - Boulevard SolitudeJugendliche erinnern an Auschwitz-Opfer - Was hatte Gott in Auschwitz verloren - Auschwitz: Nie wieder - Weshalb Oswiecim nicht Auschwitz ist - Auschwitz war auch meine StadtSima Vaisman: In Auschwitz - Erziehung nach Auschwitz

Unbekannte Mozart-Werke in Salzburg entdeckt

Veröffentlicht in Mozart, Musik, Musik-Forschung, News & Events von Walter Eigenmann am 24. Juli 2009

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Uraufführung neuentdeckter Mozart-Stücke geplant

Leisinger_Mozart-Messe in Nantes

Mozarteum-Wissenschaftler Dr. Leisinger stellt im französischen Nantes neu entdeckte Mozart-Werke vor (Herbst 2008 / Video)

Die in Salzburg beheimatete Internationale Stiftung Mozarteum will am 2. August 2009 zwei bislang völlig unbekannte Klavier-Werke des Klassik-Genies Wolfgang Amadeus Mozart präsentieren. Die Forschungsabteilung des Mozarteums hatte festgestellt, dass zwei schon lange in ihrem Besitz befindliche Kompositionen der Öffentlichkeit bisher «vorenthalten» worden waren. Erstmals zu Gehör gebracht werden sollen die beiden Stücke, die Mozart offenbar in jungen Jahren komponiert hat, von dem gebürtigen Salzburger Clavichordisten Florian Birsak, und zwar auf Mozarts erhaltenem eigenem Hammerklavier, das im früheren Wohnhaus der Familie Mozart in Salzburg ausgestellt ist.
Der 1756 in Salzburg geborene Mozart hatte bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Komponieren begonnen. Als er 1791 erst 35-jährig in Wien starb, hinterließ er ein umfangreiches Werk mit Opern, Symphonien, Konzerten u.a.; das Köchel-Verzeichnis enthält über 600 Mozart-Kompositionen.

Mozart_Autograph_Klavier

Die Handschrift Mozarts: Autograph der Klavier-Variationen KV 265

Unbekannte Stücke des genialen Meisters sind in in den letzten Jahren immer wieder aufgetaucht. Erst noch im September letzten Jahres wurde in einer Bibliothek im westfranzösischen Nantes Teile einer Mozart-Messe gefunden, deren Noten mehr als ein Jahrhundert lang unbemerkt im Archiv gelegen hatten, und im Mai 2008 wurden im polnischen Kloster Jasna Gora drei Musikstücke gefunden, die möglicherweise ebenfalls aus Mozarts Feder stammen. (gm)

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Vier «Berg-Storys» von René Oberholzer

Veröffentlicht in Humoreske, Literatur, Neue Prosa, Prosa, Rene Oberholzer von Walter Eigenmann am 24. Juli 2009

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Der Berg

Kenia ist in Afrika. Der Kenianer ist in der Schweiz. Die Schweiz ist in der Schweiz. Der Kenianer kennt einen Appenzeller. Der Appenzeller schaut jeden Tag den Säntis an. Der Kenianer schaut jeden Tag den Appenzeller Gürtel an. Appenzell ist nicht das Heimatland des Kenianers. Appenzell ist das Heimatland des Säntis. Der Kenianer trägt ein Glöcklein an seinem Gürtel. Manchmal fährt er auf den Säntis und sagt den Touristen: «Der Säntis ist ein heiliger Berg.» Das sagt er auch dem Appenzeller. «Der Säntis ist ein hoher Berg», sagt der Appenzeller. Der Kenianer wird nie Appenzeller werden. Der Appenzeller wird nie Kenianer werden. Aber der Säntis könnte ein heiliger Berg werden.

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Der Kompromiss

Ich bin ein taktiler Mensch. Wenn ich in die Berge gehe, fasse ich alle Blumen und Steine an. Die Berge machen mich euphorisch, dann fasse ich auch meine Frau die ganze Zeit an. Ich könnte sie beim Anblick des Säntis, des Kronbergs oder des Stockbergs ständig berühren. Meiner Frau ist das dann oft zu viel. Sie möchte dann einfach wandern und die Aussicht geniessen. Sie ist ein visueller Mensch. Irgendwie treffen wir uns beim Wandern wie auch im sonstigen Leben nie so richtig. Wir haben deshalb beschlossen, als Kompromiss die Wanderung wie auch das Leben auditiv in Angriff zu nehmen.

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Die Überstunden

Neulich war ich dem Bergpolizisten begegnet. Mitten in der Wand stieg er mir hinterher und fragte mich im Seil, ob ich die Ruhezeiten in der Bergkarte eingetragen hätte. Ich verneinte, worauf er mir zu verstehen gab, dass ich jetzt zwei Stunden Schlaf nachholen müsse, bevor ich weiterklettern dürfe. Der Bergpolizist drängte mich an einen Felsvorsprung ab, und ich versuchte zwei Stunden im Stehen zu schlafen. Der Bergpolizist stand neben mir und rührte sich nicht von der Stelle. Zwei Stunden später hatte das Wetter umgeschlagen, ich durfte weiterklettern, der Polizist stieg ab und suchte einen weiteren Ruhezeitensünder am Berg. Völlig ausgeruht kam ich in der SAC-Hütte an. Der Polizist stürzte etwas später am Berg aus Unvorsichtigkeit ab. Weil an diesem Tag viele Kletterer am Berg unterwegs gewesen waren, hatte der Bergpolizist Überstunden schieben müssen.

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Das Interview

Ich möchte die Geschichte eines Wanderes erzählen, der immer auf denselben Berg hinaufstieg. «Ich liebe diesen Berg», sagte der Mann einem Journalisten, «keiner ist so schön wie dieser.» Als er weiters gefragt wurde, warum er nicht auch noch auf andere Berge steige, sagte der Mann: «Ich bin schon seit 40 Jahren mit derselben Frau verheiratet. Verstehen Sie?» Der Journalist schaute den Mann lange an, sagte dann: «Ja, ich verstehe Sie.» Dann rief der Journalist seine Lebensgefährtin an und sagte: «Ich möchte mit Dir wieder einmal aufs Hörnli wandern.»

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Rene OberholzerRené Oberholzer

Geb. 1963 in St. Gallen/Schweiz, schreibt seit 1986 Lyrik, seit 1991 auch Prosa, lebt und arbeitet als Sekundarlehrer, Autor und Performer in Wil/Schweiz

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Autoren-Club sucht frische Texte

Veröffentlicht in Literatur, Literatur-Ausschreibungen von Walter Eigenmann am 23. Juli 2009

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Neues Online-Literaturmagazin geplant

Autoren-ClubDie deutsche Internet-Plattform Autoren-Club plant ein neues Online-Magazin mit Prosa, Lyrik, Essays, Liedtexte u.a. Vorgesehen ist ein zwei- bis viermaliges Erscheinen pro Jahr. Gesucht sind nun entspr. Manuskriptzusendungen (ausschließlich per E-Mail). Zusendungen sind möglich ab dem 1. August 2009; die weiteren Einzelheiten finden sich hier.

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Die Literatur-Ausschreibungen im «Glarean» abonnieren RSS-Feed

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Internationaler Kompositions-Wettbewerb Harelbeke

Veröffentlicht in Musik, Musik-Ausschreibungen von Walter Eigenmann am 22. Juli 2009

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Neue Musik für Blasorchester

BlasorchesterDie belgische Stadt Harelbeke schreibt für 2010 einen Kompositions-Wettbewerb für Blas- und Perkussionsinstrumente aus. An dem Wettbewerb können Komponisten aus allen Ländern teilnehmen, und es gibt keine Altersgrenze. Die Dauer der (bisher unveröffentlichten) Kompositionen soll mind. 15 Minuten und max. 25 Minuten betragen. Um die Zielsetzung des Wettbewerbs, – «Neue Musik für Harmonieorchester» – zu fördern, sind Bearbeitungen und Harmonisierungen von bestehenden Melodien ausgeschlossen, denn die Absicht ist, «die Errungenschaften aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die aktuellen Kompositionstechniken ebenfalls in die Musik für Harmonie- oder Konzertorchester zu integrieren.» Einsende-Schluss ist am 20 April 2010, die weiteren Details finden sich hier.

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Die Kompositions-Ausschreibungen im «Glarean» abonnieren RSS-Feed

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Drei «Schweizer Texte» von Hans Gysi

Veröffentlicht in Hans Gysi, Literatur, Neue Lyrik, Schweizer Literatur von Walter Eigenmann am 22. Juli 2009

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Direkte Demokratie

die ehrenrettung
flankierender
maßnahmen wird
ins auge gefasst

die zustimmung
zur brechung von
höchstwerten wird
beschlossen und
zur ausführung
empfohlen

dem leitenden
ausschuss des
in kraft gesetzten
souveräns respektive
der vom volk
gewählten
vertreter des
selben
provisorisch
weitergegeben

bis die experten-
kommission
zuhanden des
leitenden ausschusses
verbindliche
empfehlungen
weitergibt.

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700 Jahre Schweiz

tage der konsolen und
schirmständer
tage der raumfahrt:

auch astronauten
mit ch-pass
können jetzt
in den weltraum

einfach hinten
anstehen bitte
die krawatte brauchen
sie nicht mehr
wenn sie erst einmal
in der rakete sitzen

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Aktion Fichen, CH 1990

mann auf straße
verteilt coupons
von closett-papier
sagt:

sie sind ein unbeschriebenes
blatt
&
spülen bitte
&
fichez-moi la paix

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Hans GysiHans Gysi

Geb. 1953 in Arosa/CH, Studium phil I zum Sekundarlehrer, Ausbildung zum Theaterpädagogen an der Schauspielakademie Zürich, Lyrik- und Prosa-Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften; lebt als Regisseur, Schauspieler, Schriftsteller und Theaterpädagoge in Märstetten/CH

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Lyrik von Tanja Dückers

Veröffentlicht in Literatur, Lyrik, Neue Lyrik, Tanja Dückers von Walter Eigenmann am 21. Juli 2009

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Gliwice (Gleiwitz)

Verrostete Eisenbahnwaggons
Unkraut auf dem Bahnsteig
kniehohes Gedankenversteck
Auf dem allerletzten Meter Bahnsteig
nicht-mehr-hier und noch-nicht-fort
dieser frisch geputzte Glaskasten
mit der Leuchtenden

Marienfigur

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Lacrimosa

Das weiße Zelt
der Nacht ist fast vorüber
Auf der leeren Zirkusbühne
gestreifte Hosen Nasen und Perücken
irgendwo ein Funkeln
violette Perlen im Sand
künstliches Vergissmeinnicht
vergissmichnicht
vergissruhigmich
verpissdichnicht
verpissdichruhig

Allein vor Dixielandtoiletten

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Einmal anheben

die Straße  die Lastwagen  die Mülltonnen  die Wörterbücher
die Kniekehlen  die Süchte  die Zipfelmützen  die Fotoalben
die Benzinkanister die Philister das Treibgut die Langsamkeit
die Denkzettel die verkehrsberuhigten Zonen die Hundescheiße

einmal

hoch damit

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Tanja DueckersTanja Dückers

Geb. 1968 in Berlin/West; Studium der Kunstgeschichte, Amerikanistik und Germanistik, zahlreiche belletristische und essayistische Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften, lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Berlin

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Computerschach: Die Endspiel-Tabellen in der Praxis

Veröffentlicht in Computer-Schach, Schach, Schach-Programme von Walter Eigenmann am 21. Juli 2009

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Nutzen und Schaden der Endgame-Tablebases

Walter Eigenmann

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Seit der amerikanische Informatiker Ken Thompson vor über 20 Jahren erstmals seine Datenbanken mit kompletten Lösungen von Schach-Wenigsteine-Positionen generierte, reißt die Diskussion unter den Computerschach-Experten nicht ab darüber, ob bzw. in welchem Ausmaße solche Endgame-Tablebases die Performance eines Schachprogrammes positiv beeinflussen. Inzwischen haben Thompsons russischer Berufskollege Jewgeni Nalimov und andere (z.B. Meyer-Kahlen: Shredderbases/SB; Pfister&Shawul: Bitbases/EGBB) die Indizierung der 3-6-Steiner-Endspiele soweit vorangetrieben, dass sie den Programmen bzw. Interfaces praktisch vollständig und (heutzutage) fast in Echtzeit zur Verfügung stehen. Am häufigsten in der Computerschach-Praxis eingesetzt wird dabei die Nalimov-Datenbank (EGTB), welche sämtlichen 3-5-Steiner umfasst, und die mittlerweile von den meisten führenden Schach-Engines unterstützt wird.

Ken Thompson

Unix-Entwickler und Computerschach-Pionier: Ken Thompson (*1943)

Nun werden bei der Anbindung dieser Datenbanken in die Engine-Struktur von Programmierer zu Programmierer unterschiedliche und darum auch unterschiedlich effiziente Wege beschritten. Wo manches Programm schon früh im Endspiel exzessiv auf diese Bases zugreift, rechnen andere Engines noch lange selbstständig, und während gewisse Engines sehr viel Endspiel-Knowhow einfach an die «Nalimovs» zu delegieren scheinen, erreichen andere Programme ohne jegliche EGTB-Hilfe ebenso gute oder gar bessere Endspiel-Resultate. Welche Schachprogramme profitieren also wie sehr von diesen «sagenumwobenen» Endspiel-Datenbanken? Oder wird deren Einfluss grundsätzlich überschätzt? Mehr noch: Können Engines sogar «ausgebremst» werden durch EGTB?
Um ein wenig (praktisch vielleicht nutzbares) Licht in dieses (theoretisch ziemlich umkämpfte) Performance-Dunkel zu bringen, hat der Autor eine Testreihe mit über zwei Dutzend Schachprogrammen durchgeführt. Letztere hatten einmal mit, einmal ohne Bases (alle 3-5-Steiner) die 100-teilige, in der Computerschach-Szene recht verbreitete Aufgaben-Sammlung E-E-T zu durchlaufen. Die Auswahl der Programme wurde dabei mehr oder weniger zufällig vorgenommen, wiewohl alle verwendeten Engines heute auch in den einschlägigen CS-Turnieren eingesetzt werden: Single- und Dual-Core-, alte und neue, Freeware- und kommerzielle Engines (was halt gerade sich so auf der Festplatte des Autors tummelte…) Die Programme hatten (auf einem gewöhnlichen Intel-Dual-Core6400-Rechner unter dem Fritz10-Interface mit 128MB Hash & 64MB TB-Hash auf Harddisk) für jede Aufgabe jeweils exakt 60 Sekunden Zeit.
Der E-E-T entstand 1997 und wurde bewusst als Sammlung konzipiert, die nicht Tablebases-sensitiv sein sollte: Die 100-teilige Suite enthält kaum 7- und keine 6- oder gar 5-Steine-Positionen; der E-E-T fragt also nicht in erster Linie die Güte der technischen EGTB-Anbindung ab, sondern die beiden Computerschach-relevanten Parameter «Endspielwissen» und «Rechentiefe». Über das schachtheoretische Design des E-E-T ist unter obigem Link das Nähere zu erfahren; bezüglich des reinen Tablebase-Aspektes enthält der E-E-T Beispiele aller vier wichtigen Abteilungen:

A) Endspiel-strategische Aufgaben, die für Schachprogramme, ob mit oder ohne EGTB,
schwierig zu lösen sind -
beispielsweise:

Kategorie A) VanScheltinga 1941_E-E-T Nr.65

Königswanderung (E-E-T 065): 1.Kc2! a2 2.Kb2 Ta3 3.Ka1 Ta4 4.a7 Ta6
5.f5 exf5 6.e6 f4 7.Th8 f3 8.a8D Txa8 9.Txa8 f2 10.Ta7+ +-

B) Endspiel-taktische Aufgaben, die für Schachprogramme, ob mit oder ohne EGTB,
(fast) immer lösbar sind -
beispielsweise:

Kategorie B) Chispa-Gothmog 2003_E-E-T Nr.20

Zu vermeidender taktischer Reinfall (E-E-T 020): 57…g3? 58.hxg3 fxg3 59.Ld6 g2
60.Lh2 Kf6 61.a5 Kf5 62.Kxb7 +-

C) Aufgaben, die von Schachprogrammen mit EGTB
meist schneller lösbar sind –
beispielsweise:

Kategorie C) Weichert 1968_E-E-T Nr.78

Forcierte Abwicklung in die 5-Steiner (E-E-T 078): 1.Tf6+! Ke7 2.Ta6 bxa2
3.Txa3 Sb3+ 4.Kb2 a1D+ 5.Txa1 Sxa1 6.Le4 =

D) Aufgaben, deren Berechnung die Schachprogramme meist verlangsamt,
wenn EGTB im Einsatz sind -
beispielsweise:

Kategorie D) Reti 1929_E-E-T Nr.07

Weitzügiges Tempo-Spiel (E-E-T 007): 1.Kd3! Kg3 2.Ke3 Kh4 3.Kd4 Kg4
4.Ke4 Ld8 5.Ke5 g6 6.d6 La5 7.f5 Kxg5 8.f6 +-

Zu den Test-Resultaten selbst:

1. Sie bestätigen insgesamt, dass der Einfluss der Endspiel-Datenbanken offensichtlich überschätzt wird. Denn bei den meisten Programmen sind durchaus leicht, aber statistisch vernachlässigbar positive Resultate durch den EGTB-Einsatz nachweisbar.

2. Es sind allerdings deutliche Ausnahmen zu verzeichnen.
Ein überdurchschnittlich besseres Ergebnis mit EGTB erzielen die Programme Hiarcs, Fritz, Colossus, SmarThink und ChessTiger.

3. Ein schlechteres Ergebnis mit EGTB resultierte bei den (Uralt-)Engines Gandalf, Nimzo und AnMon sowie massiv bei WildCat, (während das «Schlusslicht» Homer grundsätzlich mit der Partiephase Endspiel nicht viel am Hut hat…) – -

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Engine                               Gelöste      Differenz
                                     Aufgaben
Rybka3(2CPU)__Mit EGTB               75
Rybka3(2CPU)__Ohne EGTB              74           1
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Zappa MexicoII(2CPU)__Ohne EGTB      71
Zappa MexicoII(2CPU)__Mit EGTB       71           0
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Colossus2008b__Mit EGTB              69
Colossus2008b__Ohne EGTB             63           6
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Hiarcs11.2__Mit EGTB                 68
Hiarcs11.2__Ohne EGTB                59           9
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Movei00.8.438__Mit EGTB              66
Movei00.8.438__Ohne EGTB             62           4
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Fritz11__Mit EGTB                    64
Fritz11__Ohne EGTB                   58           6
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Naum3.1(2CPU)__Mit EGTB              66
Naum3.1(2CPU)__Ohne EGTB             62           4
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SmarThink1.00__Mit EGTB              61
SmarThink1.00__Ohne EGTB             55           6
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ChessTiger2007.1__Mit EGTB           60
ChessTiger2007.1__Ohne EGTB          52           8
.
DeepShredder11(2CPU)__Mit EGTB       58
DeepShredder11(2CPU)__Ohne EGTB      57           1
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Fruit05/11/03__Mit EGTB              57
Fruit05/11/03__Ohne EGTB             55           2
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WildCat8__Ohne EGTB                  56
WildCat8__Mit EGTB                   48           8
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Yace0.99.87__Mit EGTB                56
Yace0.99.87__Ohne EGTB               53           3
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Pharaon3.5.1(2CPU)__Mit EGTB         55
Pharaon3.5.1(2CPU)__Ohne EGTB        53           2
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The Baron1.8.1__Mit EGTB             53
The Baron1.8.1__Ohne EGTB            50           3
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Gandalf6.0__Ohne EGTB                51
Gandalf6.0__Mit EGTB                 47           4
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Crafty23.00(2CPU)__Mit EGTB          48
Crafty23.00(2CPU)__Ohne EGTB         47           1
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Junior10.1__Mit EGTB                 47
Junior10.1__Ohne EGTB                43           4
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Anaconda2.0.1__Mit EGTB              46
Anaconda2.0.1__Ohne EGTB             43           3
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Nimzo8__Ohne EGTB                    45
Nimzo8__Mit EGTB                     42           3
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Quark2.35__Mit EGTB                  39
Quark2.35__Ohne EGTB                 37           2
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SOS5__Mit EGTB                       36
SOS5__Ohne EGTB                      35           1
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AnMon5.60__Ohne EGTB                 29
AnMon5.60__Mit EGTB                  28           1
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Delphil1.9__Mit EGTB                 26
Delphil1.9__Ohne EGTB                23           3
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Homer2.0__Ohne EGTB                  24
Homer2.0__Mit EGTB                   22           2
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(Gegegebenfalls wird die Liste nächstens mit zusätzlichen Programmen erweitert.
Im übrigen ließe sich natürlich der Test auch auf andere Formate wie z.B.
die Bitbases ausdehnen, das experimentelle Feld ist hier ein großes.
Weiters wäre zu testen, welche Ergebnisunterschiede zwischen der
langsameren Festplatten- und der schnelleren USB-Stick-Verwendung beim
Einsatz der Bases bestehen.)

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Download einer Excel-Tabelle mit allen Einzel-Resultaten: Die Nalimov-EGTB im Endspiel-Test

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Das Zitat der Woche

Veröffentlicht in Agrippa Nettesheim, Philosophie, Theologie, Wissenschaft, Zitat der Woche von Walter Eigenmann am 20. Juli 2009

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Über die Ungewissheit der Wissenschaft

Agrippa von Nettesheim

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Ihr habet aus dem, was ich von Anfang bis hierher gesaget, gehöret, dass die Wissenschaften und Künste nichts anders sind, als Menschenüberlieferungen und von uns nur in törichter Leichtgläubigkeit angenommen, und dass solche insgesamt aus nichts anders als aus zweifelhaftigen Dingen und Ungewissen Meinungen genommen und durch scheinbare Demonstrationes dargetan werden; ja dass sie alle, so viel derer sind, ungewiss und betrüglich, ich könnte fast sagen schädlich und gottlos sind. Daher ist es gottlos, zu glauben, dass sie uns zu unserer Seligkeit was dienlich sein könnten. Vor diesem hatten die Heiden diesen Aberglauben, dass, wann sie einen sahen, der eine Kunst oder Wissenschaft erfunden hatte oder darinnen exzellieret, demselben taten sie göttliche Ehre an und rechneten ihn unter die Zahl der Götter; sie weiheten ihm Tempel und Altäre und beteten ihn unter gewissen Figuren [177] an, wie der Vulcanus bei den Ägyptiern, weil er der erste Philosophus war, und die Principia naturae dem Feuer zuschriebe, so war er hernach gar als ein Feuer geehret; und der Äsculapius (wie Celsus dafür hält), weil er die annoch rauhe Medizin ein wenig subtiler zu traktieren wusste, so ward er deswegen unter die Götter gezählet. Also ist diese und keine andere Gottheit der Wissenschaften bei ihnen, als welche die alte Schlange, die dergleichen Götterkünstlerin ist, unseren ersten Eltern versprochen hat, wann sie saget: Eiritis sicut Dii, scientes bonum et malum. Das ist: Ihr werdet sein wie die Götter, sobald ihr Gutes und Böses wisset. In dieser Schlange mag sich rühmen, wer sich einer Wissenschaft: rühmet; denn fürwahr niemand wird können einer Wissenschaft fähig sein und dieselbe besitzen, als aus Gunst und Favor dieser Schlange, deren Lehre nichts anderes als Zauberei und Gaukelei und deren Final endlich böse ist; also dass auch bei dem geimeinen Mann ein Sprichwort entstanden: Omnes scientes insanire. Alle die was wissen, die seien närrisch und unsinnig. Denen pflichtet auch Aristoteles bei, wann er sagt: Nullam magnam esse scientiam sine mixtura dementiae. Jedwede grosse Wissenschaft sei mit einer Torheit vermischet. Und Augustinus selbsten bezeuget, dass manche, durch Begierde viel zu wissen, ihre Vernunft verloren haben.

Agrippa von Nettesheim

Agrippa von Nettesheim (1486-1535)

Es ist kein Ding auf der Welt der christlichen Religion und dem Glauben so zuwider, als die Wissen schaft, und ist nichts, das sich weniger miteinander vertragen kann, als diese beiden; denn wir wissen aus den Kirchenhistorien, und hat es auch die Erfahrung gegeben, wie die Wissenschaften, nachdem der Glaube an Christum aufkommen, verfallen sind, also dass fast der grösste oder doch der vornehmsten Teil gänzlich zugrunde gangen ist. Denn die zauberischen Künste meistenteils, die die grössten und vornehmsten gewesen sind, die haben sich dergestalt verloren, dass keine Spuren mehr da sind; und von allen der Philosophorum [178] Sekten ist nicht mehr übrig geblieben, als nur allein die peripatetische und zwar auch ganz verstümmelt und unvollkommen. Und hat sich die Kirche niemals besser befunden und mehr in stiller Zufriedenheit gelebet, als zu der Zeit, da man von Künsten und Wissenschaften nichts gewusst hat oder doch, da dieselben in eine Enge gebracht worden sind, nämlich da keine Grammatica gewesen, als nur bei dem Alexander Gallo, keine Dialectica, als bei dem Petro Hispano, keine Rhetorica, als bei dem Laurentio Aquilegio, ein klein Fasciculus oder Bändchen war genug für die Historie, für die mathematischen Disziplinen genügte die Ausrechnung des Kirchenkalenders, allen andern Disziplinen auch stunde der einige Isidorus für. Anjetzo aber, da wieder so viel Sprachen aufgekommen, so viel rhetorische Orationes geschrieben und so viel alte Bücher aufs neue das Tageslicht gesehen haben, und die Wissenschaften wieder excolieret worden, da sehe man nur, wie die Kirche in ihrer Ruhe ist turbieret worden, und was für neue Sekten und Ketzereien nacheinander an den Tag kommen sind, ja es ist keine Art unter den Menschen weniger geschickt Gottes heilige Lehre an sich zu nehmen, als diejenige, so sich in allerhand Wissenschaften vertiefet hat, denn diese bleiben oftermals so obstinat und halsstarrig auf ihrer Meinung, dass sie dem Heiligen Geist keinen Baum lassen wollen, und trauen ihren eigenen Kräften und Köpfen so viel zu, dass sie der reinen Wahrheit keinesweges welchen wollen, lassen auch nichts zu, als was mit syllogistischen Schlüssen erwiesen werden kann, und was sie nicht durch ihre Kräfte und Fleiss nachgrübeln mögen, das verachten sie und lachen es aus. Darum hat Christus diese seine heilige Lehre für den Weisen und Klugen verborgen und hat sie den Kleinen und Geringen offenbaret, nämlich denenjenigen, die geistlich arm sind und mangelnder Wissenschaft; denenjenigen, welche reinen Herzens und nicht mit diesen vergeblichen Meinungen und Wissenschaften beflecket sind; deren Seelen wie ein Blatt weissen Papieres sind, auf dem noch nichts geschrieben stehet von menschlichen Traditionen; denenjenigen, welche friedfertig sind und nicht gerne streiten oder mit ihren zänkischen Syllogismis die Wahrheit verjagen, denenjenigen, welche wegen der Wahrheit und Gerechtigkeit Verfolgung leiden und als Esel von den argen Sophisten verlachet werden oder als Grünschnäbel, verrufen in den Schulen, entfernt von den Lehrstühlen, verjagt von den Universitäten, als Ketzer verleumdet und verfolgt, auch wohl grausam am Leben gestrafet. ■

Aus Agrippa von Nettesheim, Von der Ungewissheit und Eitelkeit der Wissenschaften, Köln 1527

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Das Glarean-Musik-Kreuzwort-Rätsel

Veröffentlicht in Kreuzworträtsel, Musik, Musik-Kreuzworträtsel von Walter Eigenmann am 19. Juli 2009

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Das Musik-Kreuzworträtsel im Juli

Musik_Raetsel_Juli09

Auflösung siehe hier —> «mehr»

(weiterlesen…)

Kurzprosa von Peter Fahr

Veröffentlicht in Literatur, Neue Prosa, Peter Fahr, Prosa von Walter Eigenmann am 19. Juli 2009

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Begegnung

Peter Fahr

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Sie lernten sich am Hochzeitsfest eines gemeinsamen Freundes kennen. Bei Tisch saßen sie sich gegenüber und kamen miteinander ins Gespräch. Sie redeten über das Ereignis des Tages. Für Paul war die kirchliche Trauung der Höhepunkt eines komischen Theaters, in dem sich zwei Menschen aus Furcht vor fließender Veränderung für ewig aneinanderzuketten versuchen. Er war gekommen, sich zu unterhalten. Und was hatte er vorgefunden? Eine reizende Frau, die ihm gegenübersaß.
Sie war ihm schon in der Kirche aufgefallen: Blass, verträumte Augen, blondes Haar, sinnlicher Mund. Er betrachtete sie beim Sprechen und hörte kaum, was sie sagte. Für Karin war die Ehe ein heiliges Sakrament. Zwei Menschen entschieden sich füreinander und gelobten sich Treue und Beistand. Das war das Ziel ihrer Sehnsucht nach Glück, die Vollendung menschlichen Daseins. Das war das Tor zu Gott, dem Endziel allen Strebens.
Karin sprach mit flammendem Blick, denn sie spürte, dass der Mann an ihren Auffassungen zweifelte. Sie wollte ihn schon überzeugen, diesen haltlosen Skeptiker, der sich mit der täglichen Wirklichkeit begnügte und alle geistigen Kräfte leugnete! Sie fühlte tief in ihrem Innern, dass es eine höhere Macht, ein höheres Wesen gab. Sie war durchdrungen von ihm.
Als die Gesellschaft gegen Abend auseinanderging, lud sie den Mann zu sich nach Hause ein. Paul ließ sich nicht zweimal bitten und sagte sofort zu. Ihre Wohnung war einfach eingerichtet. In jedem der Zimmer hing ein Kreuz. Sie ließen sich im Wohnzimmer nieder. Sie machte Kaffee, er entzündete drei weiße Kerzen.
Im flackernden Schein ihres Lichts wurde das Gespräch da fortgesetzt, wo es abgebrochen worden war, beim Glauben an Gott.
Paul war verliebt. Liebe auf den ersten Blick, darüber hatte er bisher nur gelacht. Er spürte das schmerzliche Verlangen, die junge Frau in die Arme zu nehmen. Während sie über ein fantastisches Geschöpf referierte, genoss er ganz einfach ihre Anwesenheit, genoss es, mit einer so aufregenden Frau zusammen zu sein. Gott war für ihn nur ein Begriff. Gott war die ungewisse Zuflucht vom Schicksal Gezeichneter. Mit dem Gedanken an Gott trösteten sich die Sterbenden. Gott war eine Erfindung verängstigter Seelen. Paul glaubte an den Menschen. Er liebte den Menschen mit all seinen Schwächen und Stärken. Sein Bemühen war es, sich am Leben zu freuen, die ihm gegebene Zeit fröhlich auszukosten und die Existenz in ihrer Unergründlichkeit anzunehmen.
Karin war vertieft in ihre Ausführungen: «Der Mensch war erst nur Lebewesen. Er ist es nicht mehr nur, denn der göttliche Funke Geist hat sein Ich in Brand gesetzt. Nun ist er dem bloßen Lebewesen durch diese Dimension überlegen. Und dennoch bleibt er ein Wurm, nur sein Schöpfer zählt, der in ihm lebt. Der Mensch ist die Hülle des Zusammenklanges von Gotteseigenschaften.»
Paul konnte sich nicht länger zurückhalten. Mit einer heftigen Bewegung umarmte er Karin, die entsetzt aufschrie. Er versuchte sie zu küssen, doch sie stieß ihn von sich, so dass er rücklings hinfiel. Er fühlte, wie sein Kopf hart aufschlug. Als das Genick brach, knackte es leise. ■

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Peter FahrPeter Fahr

Geb. 1958 in Bern/CH, Studium der Germanistik an der Universität Bern, zahlreiche Lyrik- und Prosa-Veröffentlichungen in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, Autor von Hörspielen, politischen Gedichten und zeitkritischen Essays, Träger verschiedener Literaturpreise, lebt in Bern

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