Wettbewerb des Waldorf-Ideen-Pool
.
Gesucht: «Zungen-Stolper-Steine»
Das Internet-Schul- und Kinder-Portal der Waldorf-Bewegung richtet seinen 2. Schreibwettbewerb aus, welcher diesmal «Zungen-Stolper-Steine» sucht: «Der Wettbewerb möchte ganz neue Zungenbrecher oder Artikulationsübungen kreieren. Die besten Einsendungen werden dauerhaft im Waldorf-Ideen-Pool zu finden sein und neue Schülergenerationen herausfordern.» Die Länge soll möglichst nur ein Satz betragen, eine Person darf max. drei Zungenbrecher einreichen. Einsende-Schluss ist am 1. März 2009, die weiteren Details finden sich hier.
Schach-Urdruck von Peter Krug
.
Weiß zieht und gewinnt
(«Der Güterbahnhof»)

6k1/rp3Rb1/3p3p/6N1/8/2p1K3/3P4/5bR1 w
Peter Krug
Urdruck Januar 2009 / Glarean Magazin
«Weiß erobert im Verlauf die siebte Reihe mit beiden Türmen und
gewinnt durch geschicktes Manövrieren der Türme eine Figur.
An dieser Studie arbeitete ich 3 Jahre lang» (Peter Krug)
________________________
1. Te7!! hg 2.Txg5 Kh8 3.Tgg7 cd 4.Tgf7 d1S+ 5.Kd2 Ta2+ 6.Kxd1 Ta1+ 7.Kc2 1-0
(Umfangreiche Analysen siehe Download-Link unten)
.
.
___________________________
Peter Krug
Geb. 1966; seit dem 14. Lebensjahr befasst mit Schach-Aufgaben; 1. Preisträger eines Studien-Wettbewerbes der «Schwalbe» 2005&2006; lebt als selbstständiger Yoga-Lehrer in Salzburg
.
.
Das Zitat der Woche
.
Von den Geschlechtern
Immanuel Kant
.
In alle Maschinen, durch die mit kleiner Kraft ebensoviel ausgerichtet werden soll als durch andere mit großer, muß Kunst gelegt sein. Daher kann man schon zum voraus annehmen: daß die Vorsorge der Natur in die Organisierung des weiblichen Teils mehr Kunst gelegt haben wird als in die des männlichen, weil sie den Mann mit größerer Kraft ausstattete als das Weib, um beide zur innigsten leiblichen Vereinigung, doch auch als vernünftige Wesen zu dem ihr am meisten angelegenen Zwecke, nämlich der Erhaltung der Art, zusammenzubringen, und überdem sie in jener Qualität (als vernünftige Tiere) mit gesellschaftlichen Neigungen versah, ihre Geschlechtsgemeinschaft in einer häuslichen Verbindung fortdauernd zu machen.
Zur Einheit und Unauflöslichkeit einer Verbindung ist das beliebige zusammentreten zweier Personen nicht hinreichend; ein Teil mußte dem andern unterworfen und wechselseitig einer dem andern irgendworin überlegen sein, um ihn beherrschen oder regieren zu können. Denn in der Gleichheit der Ansprüche zweier, die einander nicht entbehren können, bewirkt die Selbstliebe lauter Zank. Ein Teil muß im Fortgange der Kultur auf heterogene Art überlegen sein: der Mann dem Weibe durch sein körperliches Vermögen und seinen Mut, das Weib aber dem Manne durch ihre Naturgabe, sich der Neigung des Mannes zu ihr zu bemeistern: da hingegen im noch unzivilisierten Zustande die Überlegenheit bloß auf der Seite des letzteren ist. – Daher ist in der Anthropologie die weibliche Eigentümlichkeit mehr als die des männlichen Geschlechts ein Studium für den Philosophen. Im rohen Naturzustande kann man sie ebensowenig erkennen als die der Holzäpfel und Holzbirnen, deren Mannigfaltigkeit sich nur durch Pfropfen oder Inokulieren entdeckt, denn die Kultur bringt diese weiblichen Beschaffenheiten nicht hinein, sondern veranlaßt sie nur, sich zu entwickeln und unter begünstigenden Umständen kennbar zu machen.
Diese Weiblichkeiten heißen Schwächen. Man spaßt darüber; Toren treiben damit ihren Spott, Vernünftige aber sehen sehr gut, daß sie gerade die Hebezeuge sind, die Männlichkeit zu lenken und sie zu jener ihrer Absicht zu gebrauchen. Der Mann ist leicht zu erforschen, die Frau verrät ihr Geheimnis nicht, obgleich anderer ihres (wegen ihrer Redseligkeit) schlecht bei ihr verwahrt ist. Er liebt den Hausfrieden und unterwirft sich gern ihrem Regiment, um sich nur in seinen Geschäften nicht behindert zu sehen; sie scheut den Hauskrieg nicht, den sie mit der Zunge führt und zu welchem Beruf die Natur ihr Redseligkeit und affektvolle Beredtheit gab, die den Mann entwaffnet. Er fußt sich auf das Recht des Stärkeren, im Hause zu befehlen, weil er es gegen äußere Feinde schützen muß; sie auf das Recht des Schwächeren: vom männlichen Teil gegen Männer geschützt zu werden, und macht durch Tränen der Erbitterung den Mann wehrlos, indem sie ihm seine Ungroßmütigkeit vorrückt.
Im rohen Naturzustande ist das freilich anders. Das Weib ist da ein Haustier. Der Mann geht mit Waffen in der Hand voran, und das Weib folgt ihm mit dem Gepäck seines Hausrats beladen. Aber selbst da, wo eine barbarische bürgerliche Verfassung Vielweiberei gesetzlich macht, weiß das am meisten begünstigte Weib in ihrem Zwinger (Harem genannt) über den Mann die Herrschaft zu erringen, und dieser hat seine liebe Not, sich in dem Zank vieler um eine (welche ihn beherrschen soll) erträglicherweise Ruhe zu schaffen.
Aus Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, Königsberg 1798
Walter-Kempowski-Literaturpreis 2009
.
Gesucht: Prosa-Texte zum Thema «Versuchung»
Die Hamburger Autorenvereinigung schreibt einen Kurzgeschichten-Wettbewerb aus, der offen ist für Autorinnen und Autoren, die in deutscher Sprache schreiben und die sich mit einem bisher unveröffentlichten Prosa-Text daran beteiligen können. Das Thema für den Wettbewerb des Jahres 2009 lautet «Versuchung». Der Preis ist dotiert mit insgesamt 10’000 Euro. Die Einsendung zum Wettbewerb bedeutet das Einverständnis, die durch die Hauptjury ausgewählten besten drei Geschichten im Rahmen einer Veranstaltung der Hamburger Autorenvereinigung im Oktober 2009 öffentlich zu lesen. Einsende-Schluss ist am 28. Februar 2009, die weiteren Einzelheiten finden sich hier.
Das Glarean-Musik-Kreuzworträtsel
.
Musik-Kreuzworträtsel Nr. 06

Copyright 2009 by Walter Eigenmann / Glarean Magazin
Der brillante Schachzug (21)

8/3P3k/n2K3p/2p1n3/1b4N1/2p1p1P1/8/3B4 w
Die Schach-Serie «Der brillante Schachzug» im Glarean Magazin publiziert in regelmässigen Abständen schwierige Chess Puzzles, deren Lösung sogar modernste Schachprogramme bzw. -Engines vor Probleme stellen können. Eine aussergewöhnliche Sammlung – und in der Tat «ein Probierstein des Gehirns»… (Goethe)
Wintergedicht aus China
.

.
Windeswehen zur Nacht
Es schneit so rein vom Steppenhimmel,
Weidpferde traben herbei.
Hell scheint der Mond. Vom Lagerturm klagt
das Lied aus einer Schalmei:
«Es fallen die Pflaumenblüten» – doch ich
frage: wo fallen denn die?
Ein Windeswehen zur Nacht erfüllt
Lager und Bergwüstenei.
Gau Schi (8. Jh.)
(Ü: Wilhelm Gundert)
Internationaler Kompositions-Wettbewerb für Blockflöte
.
100-Jahr-Jubiläum von Hans-Ulrich Staeps
Zum 100-Jubiläum des Blockflöte-Komponisten und Literaten Hans Ulrich Staeps im Jahr 2009 wird ein Kompositionswettbewerb für das Instrument Blockflöte ausgelobt. Die eingereichten Kompositionen können aus einer oder beiden der folgenden Kategorien sein: a) ein Ensemblestück für den pädagogischen Bereich oder b) ein Konzertstück für Blockflöte und Klavier.
Teilnehmen können Komponisten aller Nationalitäten, es besteht keine Altersbegrenzung, und jeder Teilnehmer kann zwei Werke einreichen (je eines aus jeder Kategorie). Einsende-Schluss ist am 30. April 2009, die weiteren Details finden sich hier.
Schach in der Foto-Kunst (3)
.
Thomas Helbig
.

.
____________________
Thomas Helbig
Geb. 1982, aufgewachsen in Gera/D; seit 2002 Studium der Mechatronik; Hobby-Fotograf seit fast 20 Jahren ohne besondere thematische Schwerpunkte; lebt in Ilmenau/D








Einen Kommentar schreiben