1000 Endspiel-Studien
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Endspiel-Kompendium von András Mészáros
Wie jeder Endspiel-Buch-Autor weist auch der ungarische Internationale Meister András Mészáros in seinem neuesten Schach-Wälzer auf die Wichtigkeit des Endspiels gerade auch im praktischen Turnier-Schach hin. Doch darüber hinaus widmet sich Mészáros auch dem ästhetischen, künstlerischen Studien-Schach, das meist den allesentscheidenden Plot einer Wendung versteckt - auf dass dann die Grundidee umso überraschender strahle: «…just like when a sculptor is putting the final touches to his work of art.»
Der Autor hält das Studium von Endspiel-Kompositionen für ganz besonders geeignet, die grundlegenden Mechanismen dieser Partie-Phase zu verinnerlichen, wobei seine Studien-Selektion allerdings Voraussetzungen zu erfüllen hatte: «The endgame studies have to be witty, original and economical.»
Diesem Anspruch werden Mészáros’ «1000 Endgame Studies» gewiss in hohem Maße gerecht. Sein Pech ist jedoch, dass auf dem Markt bereits eine Unmenge interessanter moderner Endspiel-Studien-Sammlungen rumschwirrt, angefangen bei Van Der Heijdens riesiger «Endgame Study Database» bis hin zu Convekta’s «Studies», um nur zwei besonders verbreitete digitale Editionen zu nennen – ganz zu schweigen von den unzähligen, spezifisch schach-pädagogischen oder problemschachlichen Produk-tionen berühmter Autoren bzw. Komponisten.
Dennoch: Für ruhelos-nimmermüde Sammler, welche dieser teils hochkomplexen letzten Phase einer Schachpartie besonderes Interesse entgegenbringen, ist «1000 Endgame Studies» gewiss ein Muss. Der Band ist gediegen gearbeitet und birgt durchaus Unbekanntes. (gm)
Andras Meszaros, 1000 Endgame Studies (engl/figurin), Magyar Sakkvilág Sakkbolt, 312 Seiten, ISBN 978-963-9750-09-8
Heute vor … Jahren
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Antonín Dvořák: «Aus der Neuen Welt»
Am 16. Dezember 1893 hört die Welt erstmals eine der berühmtesten Sinfonien der Musik-Geschichte: Unter der Leitung des deutschen Dirigenten Anton Seidl wird in der New Yorker Carnegie Hall vom Orchester der Philharmonischen Gesellschaft die 9. Sinfonie in e-moll von Antonín Dvořák uraufgeführt.
Was an der während Dvoraks dreijährigem Amerika-Aufenthalt entstandenen Neunten wirklich «amerikanisch» ist, hat der Komponist selber noch vor der Uraufführung klargestellt: «Es ist der Geist von Neger- und Indianer-Melodien, den ich in meiner neuen Symphonie zu reproduzieren bestrebt war. Ich habe keine einzige jener Melodien benützt. Ich habe einfach charakteristische Themen geschrieben, indem ich ihnen Eigenarten der indianischen Musik eingeprägt habe, und indem ich diese Themen als Gegenstand verwendete, entwickelte ich sie mit Hilfe aller Errungenschaften des modernen Rhythmus, der Harmonisierung, des Kontrapunktes und der orchestralen Farben.» (Dvorak im «New York Herald» vom 12. Dezember 1893). (we/07)
Hörprobe: 4. Satz, Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan









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