Neuer Zug in der Partie Kasparow-Putin
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Ex-Schach-Weltmeister Kasparow festgenommen
Wie das deutsche Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner heutigen Online-Ausgabe meldet, ist bei einer Moskauer Demonstration gegen Präsident Vladimir Putin der Oppositionsführer und Ex-Schach-Weltmeister Garri Kasparow festgenommen worden. Auf einem Platz in der russischen Hauptstadt hatten sich mehrere tausend Menschen versammelt, um gegen den russischen Präsidenten zu protestieren.
Gemeinsam mit Kasparow (Bild: Verhaftung in Moskau, April 2007) seien weitere Demonstranten und Oppositionspolitiker abgeführt worden. Der Demonstration hatten sich auch prominente Politiker angeschlossen, die in der Vergangenheit Kasparows Oppositionsblock kritisiert hatten.
Das russische Schach-Genie (geb. 1963 in Baku/Aserbeidschan) wurde damit in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal von der Staatsmacht seiner Heimat dingfest gemacht; im April 2007 wurde er ebenfalls in Moskau während einer Demonstration verhaftet (und wenig später wieder freigelassen).
Damals sagte der Parlamentsabgeordnete Wladimir Ryschkow einem Radiosender, am Puschkin-Platz hätten Beamte mit Schlagstöcken auf friedliche Passanten, darunter auch Rentner, eingeprügelt.
In einer Woche wählt Russland sein neues Parlament, die Duma. Dann wird sich u.a. zeigen, wie sich dieser neueste Zug Putins (Bild) in seiner Polit-Partie gegen Kasparow auswirken wird…(gm/07)
Gedicht des Tages
Nänie
Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich,
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.
Friedrich Schiller (1759-1805)
Das Schach-Wort zum Sonntag
Durchbruch
Schwarz zieht und gewinnt
1…f5-f4 2.g3xf4+ [2.a4-a5 Ke5-d6 3.g3xf4
(3.Kd2-d3 f4xg3 Schwarz gewinnt) 3...g4-g3 Schwarz gewinnt
4.Kd2-e2 g3-g2 5.Ke2-f2 d4-d3 Schwarz gewinnt;
2.b5-b6 Ke5-d6 3.a4-a5 f4xg3 Schwarz gewinnt]
2…Ke5-d6 3.a4-a5 g4-g3 Schwarz gewinnt
Stoltz-Nimzowitsch, Berlin 1927









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