Literatur – Musik – Schach
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Editorial / Inhalt
Literatur…..…………………..Musik…..…………………..Schach
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…sind drei auf den ersten Blick heterogene Kultur-Phänomene. Beim zweiten Hinsehen werden Gemeinsamkeiten offenbar, denen nachzuspüren eine der Intentionen dieses Internet-Kultur-Journals ist.
Und: Literatur, Musik, Schach – das steht auch für drei der grundlegenden menschlichen Komponenten, nämlich fürs Denken, fürs Fühlen, fürs Spielen. -
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Walter Eigenmann / Mai 2012
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Glarean = Schweizer/Glarner Humanist und Universal-Gelehrter (1488-1563):
Musiker, Dichter, Mathematiker, Philologe, Historiker und Geograph
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Inhalte
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Das klassische Glarean-Tangram (37)
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Legen Sie mit den Tangram-Elementen die folgende Figur
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Lösung: —>(weiterlesen…)
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Das Tangram-Puzzle
Das Tangram (auch Siebenschlau oder Weisheitsbrett genannt) ist ein altehrwürdiges chinesisches Geometrie-Spiel: Aus nur sieben Steinen eines Quadrates, nämlich fünf Dreiecken, einem Quadrat und einem Parallelogramm lassen sich die vielfältigsten Figuren (Pflanzen, Tiere, Menschen u.v.a.) legen, wobei immer alle sieben Steine verwendet werden müssen. Sie sollen sich berühren, dürfen sich aber nicht überlappen.
Schon in der uralten Kultur Chinas bedeutete das Quadrat die reinste Form einer Fläche, in sich vollkommen, und beim Tangram wird dieses in sich ruhende Quadrat nun aufgelöst in eine endlose Bewegung, wird es durch unablässige Veränderung zum Ausgangspunkt ungeahnter Gebilde, durch das Zusammenspiel seiner festen Elemente zum Quell des Neuen.
Die ersten Tangram-Bücher wurden zur Zeit des Ch’ing-Kaisers Chia Ch’ing (1796-1820) gedruckt, die früheste uns überlieferte Tangram-Publikation dort stammt aus dem Jahre 1813, doch das Grundprinzip des Spiels dürfte im asiatischen Raum schon lange vor Christi Geburt weit verbreitet gewesen sein. Eine frühe erste Veröffentlichung in Europa datiert aus dem Jahre 1805.
Inzwischen hat das Tangram einen wahren Siegeszug durch alle Kontinente angetreten, ist Gegenstand zahlreicher Bücher und Sammlungen geworden – und lädt unvermindert anregend und spannend ein zum Nachdenken, zum Knobeln, zum Sinnieren, ja vielleicht gar zum Philosophieren über die ewige Veränderung des ewig Gleichen…
Im «Glarean Magazin» finden sich regelmäßig interessante und berühmte Tangram-Aufgaben. Dabei wird das Lege-Puzzle erleichtert, wenn man sich aus Karton die sieben Grundelemente zurechtschneidet.
Sollten unter unseren Leserinnen und Lesern vielleicht sogar Tangram-«Erfinder» sein, so sind sie freundlich eingeladen, uns ihre neuen Figuren als Grafik-Datei zu senden! (we)
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Ein Beispiel
Legen Sie mit den Tangram-Elementen die folgende Figur
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Ulrich Kittstein (Hg.): «An Aphrodite» – Gedichte von Frauen
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Weibliche Lyrik von der Antike bis ins 20. Jahrhundert
Sigrid Grün
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1960 erschien im Verlag Lambert Schneider die Anthologie «Irdene Schale – Frauenlyrik seit der Antike», die damals von Mechthild Barthel-Kranzbühler herausgegeben wurde. «An Aphrodite» ist nun die Nachfolge-Anthologie. Die Auswahl der Gedichte wurde stark überarbeitet. Einerseits musste das Textkorpus reduziert werden, andererseits kamen Gedichte aus dem 20. Jahrhundert hinzu. Gegenwartslyrik wurde allerdings ausgespart, da hier noch kein abwägender Blick aus der Distanz möglich ist. Die nicaraguanische Erzählerin und Lyrikerin Gioconda Belli (* 1948) setzt mit ihren Gedichten also den Schlusspunkt.
Den Schwerpunkt bildet weibliche Lyrik aus dem europäischen und amerikanischen Kulturraum. Aber auch Gedichte von türkischen und arabischen Autorinnen finden sich in der facettenreichen Auswahl, die einen Bogen von der Antike bis ins 20. Jahrhundert schlägt. Dabei lässt sich auch sehr gut der Wandel der weiblichen Lebenswelt nachvollziehen. Hier ist eine erhebliche Ausweitung des Aktionsradius’ festzustellen: Etwa von der ausschließlich innerlichen Lyrik des Mittelalters hin zur oft auch stark politisch motivierten Dichtung im 20. Jahrhundert.
Den Auftakt macht die griechische Dichterin Sappho, die als erste bekannte Lyrikerin Europas gilt. In ihren Texten findet man häufig Anrufungen von weiblichen Vorgängerinnen oder Vorbildern, etwa der Göttin Aphrodite: «Auf buntem Thron, Unsterbliche, Aphrodite,/ Zeus’ Tochter, Listenspinnerin, ich flehe zu dir:/ Lähm’ mir mit Trübsinn nicht und Überdrüssen,/ Herrin den Mut».
In der Anrufung war es auch Frauen möglich, sich in eine (weibliche) Traditionslinie zu stellen und ihr Schreiben zu rechtfertigen. Bis ins 20. Jahrhundert setzt sich der Topos fort: Ingeborg Bachmann widmet ihr Gedicht «Wahrlich» zum Beispiel der russischen Dichterin Anna Achmatova. Hier wird ein intertextueller Bezug über eine Sprach- und Kulturgrenze hinweg geschaffen.
Jede Lyrikerin ist mit einer Handvoll Gedichten vertreten. Man findet zum Beispiel Texte von Sappho (um 600 v. Chr.), Sulpicia (um Christi Geburt), Al-Chansa (7. Jh.), Hildegard von Bingen (1098-1179), Theresia von Avila (1515 – 1582), Gaspara Stampa (1523 – 1554), Karoline von Günderode (1780 – 1806), Marianne Willemer (1784 – 1860), Marceline Desbordes-Valmore (1786 – 1859), Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848), Emily Bronte (1818 – 1848), Emily Dickinson (1830 – 1886), Ricarda Huch (1864 – 1947), Else Lasker-Schüler (1869 – 1945), Anna Andrejewna Achmatowa (1889 – 1966), Gabriela Mistral (1889 – 1957), Nelly Sachs (1891 – 1970), Marina Zwetajewa (1892 – 1941), Maria Pawlikowska-Jasnorzewska (1894 – 1945), Marie Luise Kaschnitz (1901 – 1974), Hilde Domin (1909 – 2006), Margherita Guidacci (1921 – 1992), Blaga Dimitrowa (1922 – 2003), Nazik al-Mala’ika (1923 – 2007), Ingeborg Bachmann (1926 – 1973), Sylvia Plath (1932 – 1963), Gülten Akin (*1933), Sarah Kirsch (*1935), Gioconda Belli (*1948) u.v.m.
Die Gedichte sind mal poetisch und innerlich, mal gesellschaftskritisch und oft verzweifelt. Zu manchen Texten findet man nur schwer einen Zugang. Die Gründe dafür sind vielfältig und können beispielsweise durch die zeitliche Distanz bedingt sein, die zwischen der Entstehung der Texte und der Gegenwart liegt. Die neueren Gedichte, die der hermetischen Lyrik zuzuordnen sind, entziehen sich dem unmittelbaren Verständnis, weil Autorinnen wie etwa Ingeborg Bachmann versuchten ein neues Sprachverständnis zu entwickeln. Die Bilder sind auf der semantischen Ebene zunächst schwer greifbar, nach dem erfolgreichen Prozess der Dechiffrierung aber dafür sehr eingängig.

«An Aphrodite» ist eine umfangreiche und vielseitige Lyrik-Anthologie, die literarisch eindrucksvoll vor Augen führt, wie viel sich in puncto «Befreiung der Frau» im Laufe des vergangenen Jahrhunderts getan hat.
Besonders reizvoll an diesem Band ist die Möglichkeit, als Leser die Variationen der Rolle der Frau innerhalb der patriarchalischen Gesellschaft sehr gut nachzuvollziehen. Die Auswahl ist also als ausgesprochen gelungen zu betrachten, spiegelt sie doch sehr gut wider, wie die weibliche Lebenswelt und ihr Wandel in den verschiedenen Epochen und Kulturräumen erlebt wurde. Natürlich mag man anführen, dass wichtige Autorinnen wie etwa Rose Ausländer fehlen – aber eine vollständige Zusammenfassung weiblichen Schreibens ist nicht einmal für den deutschen Sprachraum wirklich zu bewältigen.
Sehr gelungen ist auch die Einführung durch den Herausgeber Ulrich Kittstein. Auf wenigen Seiten werden hier die Besonderheiten des weiblichen Schreibens und seine Entwicklung zusammengefasst. Eine umfangreiche und vielseitige Anthologie also, die eindrucksvoll vor Augen führt, wie viel sich in puncto «Befreiung der Frau» im Laufe des vergangenen Jahrhunderts getan hat. Es ist faszinierend, diesem Weg auf einer literarischen Spur zu folgen. ■
Ulrich Kittstein (Hg.): An Aphrodite – Gedichte von Frauen von Sappho bis Sarah Kirsch, 231 Seiten, Verlag Lambert Schneider, ISBN 978-3650250742
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Humor in der Musik (23)
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Victor Borge & Marilyn Mulvey
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Piano and Koloratur-Sopran
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Weitere Musik-Humor-Beiträge im Glarean Magazin
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Das «Glarean»-Sudoku im Mai 2012
Walter Ehrismann: Bild-Meditation über «Grande Arlequinade»
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Ein Maskenreigen
Betrachtung über das Gemälde «Grande Arlequinade»
Walter Ehrismann
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Vor uns ein wirrer Maskenreigen von Gesichtern – kleine Zirkuskunststücke werden uns dargeboten: Seiltänzer, Gaukler, Trapezkünstler beherrschen die Szene. Herrisch dirigiert ein farbig geschminkter Clown die Gruppe. Akrobaten, der grüngesichtige Zauberer, Feuerschlucker, Scharlatane und Harlekine unter ihrer schwarzen Augenmaske. Ein hoher Federdreispitz bedeckt den Kopf – schwarzblau, grün, rot und gold sind die vorherrschenden Farben, aus tiefstem, schwärzesten Grund ans Licht gebracht. Rhombenartig gewürfelt ihr Fleckenkleid. Sie unterhalten die staunende Menge. Der Weiße führt sie an. Sein glitzerndes Seidenkostüm mit den zugespitzten Achselpolstern, die samtene Pumphose, der hohe Hut verleihen ihm diabolische Würde. Auf dem Saxophon bläst er schauerliche Töne. Sie wirken wie die Schreie archaischer Klageweiber.
Gemessenen Schritts umrundet er die Menge. Endlich steht er vor mir, beugt sich zu mir herab. Sein aufgerissener Mund und die Ohren sind grellrot geschminkt, das Gesicht ist erstarrt unter seiner bleichen Maske. Aus leeren Augenhöhlen fixiert er mich. Über allem liegt ein Hauch heiterer Schwermut. Alles, was ich in dem Bild erkenne, das sich vor mir ausbreitet, erzählt etwas über mich. Auch wenn ich nichts sehe: Ich bin es. ■
Walter Ehrismann: Grande Arlequinade, Oeltempera und Sand auf Leinwand, Galerie am Platz (Foto: A. Brandt)
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Weitere Bild-Meditationen im Glarean Magazin
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Das neue Glarean-Schach-Kreuzworträtsel
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Der Schach-Rätselspaß im Mai 2012
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Lösung: —> (weiterlesen…)
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Das neue Streichholzrätsel im «Glarean»
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Legen Sie eines der Streichhölzer so um, dass die Rechnung stimmt
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Lösung: —>(weiterlesen…)
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Weitere Streichholz-Rätsel im Glarean Magazin
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Internationaler Silberberg-Lyrikpreis 2013
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Gedichte gesucht zur «Heimat»-Thematik
Einen internationalen Lyrik-Wettbewerb schreiben der altmärkische Schriftsteller Eckhard Erxleben in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren (IgdA) aus. Eingesandt werden können Gedichte, wobei das Thema «Heimat» lautet: «Es geht darum, den altehrwürdigen Begriff Heimat wieder mit neuer junger poetischer Energie aufzuladen. In den eingesandten Gedichten soll literarisch Heimat gesucht werden in der von uns bewohnten Landschaft, in der Liebe zu Menschen, im Respekt vor der Natur und letztendlich in der eigenen Seele.» Einsende-Schluss ist am 31. Dezember 2012, die weiteren Einzelheiten finden sich hier. ■
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111 Chess Tacticals (22)
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Weiß am Zuge gewinnt
Die Serie «111 Chess Tacticals» wendet sich an die Rätselfreunde unter den Schachspielern. Die faszinierende Welt der Schach-Taktik, wie sie sich in diesen 111 Miniaturen spiegelt, beinhaltet herrliche, meist frappante Kombinationen aus der Praxis des jüngsten Amateur- und Profischachs. Der Schwierigkeitsgrad variiert von Aufgabe zu Aufgabe, doch im allgemeinen kann ein Puzzle innerhalb von fünf Minuten von durchschnittlichen Vereinsamateuren gelöst werden. – Die Lösung erhalten Sie jeweils nach einem Mausklick auf das Diagramm, und die Varianten können dann online nachgespielt werden. Ausserdem lässt sich das ganze Puzzle als PGN-Datei downloaden. -
Viel Vergnügen beim Knobeln unserer «111 Chess Tacticals»! ■
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Der brillante Schachzug (100)
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Matt in 18 Zügen
1n6/Pp1p1p1p/1P1P1P1P/4K3/2p5/p7/rpp1P3/qkb1R3 w
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Lösung: —> (weiterlesen…)
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.Mit dieser Matt-Aufgabe endet vorläufig die Serie der «Brillanten».
Die Publikation der exakt hundert Stellungen im Glarean Magazin
erstreckte sich über einen Zeitraum von fast vier Jahren.
Doch noch immer dürften ca. zwei Drittel dieser Chess-Puzzles -
sie stammen übrigens alle «aus Menschenhand», sei’s nun aus dem
Nah-, Fern- oder Studien-Schach – auch für die Schachprogrammierung
eine extreme Herausforderung darstellen, zumal wenn die Vorgabe lautet,
dass jede Aufgabe innert nützlicher Frist (= ca. 30 Sek. pro Zug) zu lösen sei.
Die folgende kleine Rangliste verdeutlicht dies – obwohl die benutzte Hardware
zugegebenermaßen bereits etwas angegraut ist…
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ENGINE Pts 01. Houdini 2.0c x64 2CPU 35/100 02. Critter 1.4 x64 2CPU 31/100 03. Stockfish 2.2.2 x64 2CPU 20/100 04. Deep Rybka 4.1 x64 2CPU 17/100 05. Naum 4.2 x32 2CPU 14/100 06. Spike 1.4 2CPU 14/100 07. Komodo 3.0 x64 13/100 08. Deep Shredder 12 x64 2CPU 08/100 09. Bright 0.5c 2CPU 07/100 10. Zappa Mexico II x32 2CPU 06/100 11. Hermann 2.6 x64 1CPU 03/100 (30sec/move - Intel 2.1 GHz - 2CPU - 64bit - Win7 - Arena-GUI - 256 Hash - Nalimov-/Shredder-/Gaviota-Bases)
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Alle 100 Puzzles interaktiv nachspielen (Java)
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Downloads:
Alle 100 «Brillanten» im PGN-Format
Alle 100 «Brillanten» im EPD-Format
Alle 100 «Brillanten» im CBH-Format
(für Fritz/Chessbase – gezippt)
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Alle 100 «Brillanten» im Glarean Magazin
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Schach im Glarean – gratis abonnieren:
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Internationaler Kompositionswettbewerb für Christmas Carols
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Weihnachtslieder a capella gesucht
Die Londoner Music Makers schreiben für 2012 einen internationalen «Hazel Renshaw Carol Composition Prize» aus, zu dem weihnächtliche A-capella-Chorstücke eingereicht werden können. Die Kompositionen sollen unveröffentlicht sein und eine Dauer von fünf Minuten nicht überschreiten. Einsende-Schluss ist am 1. September 2012, die weiteren Details finden sich hier (engl). ■
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Das 50-Euro-«Glarean»-Preisrätsel
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Schach: «Wer bin ich?»
(Women Power IX)
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Das neue 50-Euro-«Glarean»-Preisrätsel richtet sich mal wieder an die Schach-Freunde
unter unseren Lesern. Und wiederum lautet die Preis-Frage: «Wer bin ich?»
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Trotz meines sehr jugendlichen Alters und trotz meines Geschlechts darf ich darauf hinweisen, dass ich bereits unter den 2’500 besten Aktiv-Schachspielern der Welt figuriere – womit ich also nicht nur bei den Frauen, sondern auch bei den Männern sehr erfolgreich Turnierschach spiele. Natürlich erlernte ich das Spiel früh; schon in meinem fünften Lebensjahr wurde es mir von meinem Vater beigebracht. In der Schule hatte ich dann einmal wöchentlich Schach-Unterricht; mein Lehrer bemerkte mein Talent und schlug vor, Schach ernsthaft zu studieren. Seither eile ich von Erfolg zu Erfolg, und zu meinem Palmarès zählen inzwischen gar Europameister-Titel. Mein Lieblingssportler? Natürlich Magnus Carlsen! Der ist nicht nur die Nummer eins der Welt, sondern auch ein Top-Model
Die nachstehende Stellung dokumentiert meine hohe taktische Begabung mit einem nicht einfach zu sehenden Gewinnzug. – Also: Wer bin ich? (we)
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Weiss am Zuge
1. g6! [Das Bauernopfer ist viel stärker als der Bauerngewinn: 1. fxe6 Se5 2. exf7+ Sxf7 und Schwarz spielt noch mit] 1… Da1+ [Auch das bessere 1... hxg6 hilft nicht: 2. fxg6 Lxc3 (2... Sf6 3. e5+-) 2. Lxc3 und Weiss steht auf Gewinn] 2. Sb1 Sc5 [2... Lxd2+ 3. Txd2 fxg6 3. fxg6 Sf8 4. gxh7+ +-] 3. Dxh7+ Kf8 3. Lc4 Sa4 4. Dh8+ Ke7 5. Lg5+ Kd7 6. fxe6+ fxe6 7. Dxg7+ Kc6 8. Lxe6 1-0
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Wer zuerst die Lösung des Rätsels präsentiert, erhält wie immer 50 Euro.
Einsende-Schluss ist am 22. April 2012 (12 Uhr). Für die Einsendung
ist die untenstehende «Kommentar»-Funktion zu benützen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. -
Viel Spaß und Erfolg!
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Schach im Glarean – gratis abonnieren:
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Mehr Wer-bin-ich?-Rätsel im Glarean Magazin
Mehr Woman-Power im Glarean Magazin
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Jaume Cabré: «Das Schweigen des Sammlers» (Roman)
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Von Dämonen besessen
Günter Nawe
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Die Vial, eine wertvolle Geige aus der Werkstatt des Cremoneser Geigenbauers Storioni aus dem 18. Jahrhundert, übt eine seltsame Faszination auf den jungen Adrià Ardèvol aus. Dieser polyglotte, außerordentlich begabte Sohn eines Antiquitätenhändlers aus Barcelona und diese Geige mit ihrem bezaubernden Klang, an der allerdings Blut klebt, stehen im Mittelpunkt des neuen Romans des katalanischen Autors Jaume Cabré.
Die Geige, die Adrià bald perfekt zu spielen versteht, ist auch der Grund für ein Tötungsdelikt, für einen geheimnisvollen Mord, dem Adriàs Vater Felix Ardèvol i Bosch zum Opfer fällt. Für dieses Verbrechen macht sich der Junge selbst verantwortlich. Hat er doch die wertvolle Stoirioni, die sein Vater einem Interessenten zeigen will, gegen seine eigene und weniger wertvolle Geige ausgetauscht. Diese «Schuld», die er später auf andere Weise – die Geige gehörte eigentlich einem jüdischen Besitzer – abtragen will, muss Adrià leben.
Das ist die Konstellation, aus der heraus der Autor seinen Roman konstruiert. Dabei entwickelt er Handlungsstränge, die sich ständig überschneiden oder parallel zueinander verlaufen. Das vielstimmige Personal dieses umfangreichen Buches, die Schauplätze, ein schier unübersehbare Fülle von Ereignissen in Vergangenheit und Gegenwart – das alles ist auf höchst kunstvolle Weise mit- und ineinander verschränkt, so dass eine Nacherzählung fast unmöglich wird.
Dennoch: Gelehrter soll nach Vaters Willen Adrià werden, nach Mutters Willen Geigenvirtuose. Die Konflikte, die sich daraus für den Jungen ergeben, sind evident – und machen die psychische Situation aus, in der der sensible Adrià, eine höchst eindrucksvolle Figur, sich befindet. Adrià – wie schon sein Vater – ist nicht nur von der Musik besessen, sondern auch von dessen Sammelleidenschaft erfasst. Er verstand, «…dass ich von dem gleichen Dämon besessen war wie mein Vater. Das Kribbeln im Bauch, das Jucken in den Fingern, der trockene Mund…». Adrià versucht, sich in diesem Zwiespalt von Gefühlen und Ambitionen, was einem Fluch gleichkommt, zwischen musikalischem Virtuosentum und Gelehrsamkeit einzurichten.
Aus den Recherchen Adriàs über den Mord an seinem Vater und auf der Suche nach dem Täter erschließt sich die Familiengeschichte und die Geschichte der Geige und ihrer Entstehung in Cremona im 17./18. Jahrhundert. Eine dunkle Vergangenheit tut sich auf. Sie ist verbunden mit der Inquisition im 14. und 15. Jahrhundert, in der der Großinquisitor und sein Sekretär, ein Meuchelmörder, ein Mönch und ein jüdischer Arzt entscheidende Rollen spielen; Paris wird zum Schauplatz und 1914 bis 1918 auch Rom. Eine Geschichte, die Jaume Cabré in Auschwitz–Birkenau 1944 enden lassen wird, mit den schrecklichen Verbrechen von Sturmbannführern und KZ-Ärzten an jüdischen Häftlingen. Cabré schlägt damit einen historischen Bogen vom Mittelalter bis in die Neuzeit – und stellt oft erschreckende Übereinstimmungen, vor allem in ihren negativen Erscheinungsformen, fest.
Es ist eine Geschichte, es sind viele Geschichten in einer von Gier und Macht und Neid, von dunklen Mordfällen und finsteren Intrigen, vom Bösen schlechthin – aber auch über die Liebe. Eine Liebe, die Adrià und Sara erleben und erleiden. Der Roman ist eine Art Metapher über den Missbrauch von Macht und über die Macht der Kunst. Damit ist dieser wunderbare Roman auch ein Buch über die conditio humana, melancholisch dargestellt und sehr tragisch, der sich Adrià ausgesetzt sieht. Rettung erwächst ihm jedoch aus der Liebe und aus der Liebe zur Gelehrsamkeit und zur Musik.
Jaume Cabré wechselt oft unerwartet die Zeitebenen. Erzählzeit und erzählte Zeit gehen plötzlich ineinander über. Es ist ein faszinierendes Tableau der Gleichzeitigkeit von aktuellem Geschehen, von Erinnerung und historischen Fakten, das dieser geniale Autor geschaffen hat. Mitten im Satz wird aus dem Ich-Erzähler ein auktorialer Erzähler; ergibt sich eine Art «Wechselgesang» zwischen der ersten und dritten Person. Wir haben es mit einer sehr kühnen, jedoch sehr gelungene Romankonstruktion zu tun, die vom Leser ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erfordert; ihn dafür aber auch wunderbar belohnt. Die kongeniale Übersetzung durch Kirsten Brandt und Petra Zickmann trägt dazu in hohem Maße bei.

Jaume Cabrés Roman "Das Schweigen des Sammlers" ist eine Studie von einzigartigem, ja weltliterarischem Rang über die Macht und deren Missbrauch - und über die Macht der Kunst.
Jaume Cabré ist ein äußerst kluger, ein souveräner Autor. Das hat er bereits in seinen früheren Büchern («Die Stimmen des Flusses», «Senyoria») bewiesen. Mit diesem Roman toppt er jedoch seine bisher erschienenen Romane. Das hat nicht nur etwas mit dem Plot, den vielen Plots, sehr ambitioniert und virtuos miteinander verknüpft, zu tun, sondern auch mit der Musikalität der Sprache des katalanischen Autors. Jaume Cabré hat einmal darüber gesagt: «…denn mehr noch als Schriftsteller bin ich Musiker, jedenfalls, was die Leidenschaft angeht… Es gibt eine syntaktische Kadenz, an der ich dauernd arbeite…». Genau so auch liest sich der Roman, hoch musikalisch, von großer sprachlicher Dichte, artistisch, ohne artifiziell zu sein.
Es sicher nicht zu weit ausgeholt, diesem großartigen Roman weltliterarischen Rang zuzusprechen. ■
Jaume Cabré: Das Schweigen des Sammlers, 839 Seiten, Insel-Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-458-17522-3
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